Nanostrukturtechnik:

Martin Kamp

Studium der Nanostrukturtechnik

Nanostrukturen sind Strukturen mit Abmessungen im Bereich von 1 bis 100 Milliardstel Meter. Sie erlauben es, durch die Einstellung der Teilchengröße die optischen, elektronischen oder magnetischen Eigenschaften von Materialien über weite Bereiche zu variieren. Die wirtschaftlichen Anwendungen von Nanostrukturen betreffen ganz unterschiedliche Branchen, von der Informations- und Kommunikationstechnik über die Medizintechnik zur Kosmetik.

An der Universität Würzburg wurde 2000 der Studiengang Nanostrukturtechnik als europaweit erster Studiengang zu Nanotechnologie eingerichtet. Der Studiengang vermittelt die naturwissenschaftlicher Grundlagen der Nanotechnologie aus Physik, Chemie und Mathematik in Kombination mit detaillierten Kenntnissen den Nanotechnologieverfahren zur Materialherstellung, zu Bauelementen und zu Anwendungen von Nanostrukturen. Vorle­sun­gen, Seminare und Praktika behandeln modernste Technologien und die darauf basierende angewandte Forschung. Als zentrale Lerninhalte werden vermittelt, mit welchen Methoden Materie auf der Nanometerskala zurecht geschnitten werden kann, so dass neue Funktionen für unterschiedliche Anwendungen maßgeschneidert werden können. Im Vergleich zur Ausbildung von z.B. PhysikerInnen ist der Anteil an Veranstaltungen die die Theorie betreffen, wie Theoretische Physik und Mathematik, reduziert. Dies ermöglicht es, praxisnahe Veranstaltungen in den Studienplan aufzunehmen.

Referent:

Professor Martin Kamp
Lehrstuhl für Technische Physik
Tel.: +49 931 31-85121, E-Mail: martin.kamp@physik.uni-wuerzburg.de