
Das ist die typische Reaktion auf die Erklärung hin, dass ich im 3. Semester Medienkommunikation in Würzburg studiere. Könnte man denken – aber um es gleich am Anfang vorwegzunehmen: NEIN, man darf nicht einfach alle „Medien-Studiengänge“ in eine Topf werfen.
Doch erst einmal zu mir: Ich heiße Andrea und war mir schon immer ziemlich sicher, später mal „irgendetwas mit Medien“ machen zu wollen – eine Branche, von der offensichtlich viele Jugendliche wie magisch angezogen werden. Von meinem anfänglichen Plan, Mediendesign zu studieren, brachte mich in der Oberstufe ein Lehrer ab, der meinte, man müsse sich nach dem Studium zu 90% von Beginn an selbständig machen und dürfe sich von der Vorstellung verabschieden, später ein geregeltes Einkommen zu haben. Alternativen: Medienmanagement/Kommunikationswissenschaften? Da ich von beidem nur recht vage Vorstellungen hatte und auch noch keine Vorstellungen, was ich später einmal genau machen will, ging ich weiter auf die Suche nach dem passenden Studiengang. Irgendwann stieß ich dann auf den neuen (und auch nahezu einzigartigen!) Studiengang „Medienkommunikation“ in Würzburg und war von Anfang an angetan von der Beschreibung. Jetzt – fast ein Jahr später – kann ich auch durchaus sagen, dass es die richtige Wahl für mich war.
Der Studiengang beinhaltet 50% Psychologie und Schwerpunkte liegen somit auf der psychologischen Analyse von Medienangeboten (Warum sehen Leute sich gerne traurige Filme/Horrorfilme an, wenn sie letzten Endes dann weinend/völlig verängstigt vorm TV sitzen? Wie muss eine Werbung aufgebaut sein, um auch eine effektive Wirkung auf den Konsumenten zu haben?). Weitere grundlegende Elemente des Studiengangs sind Wirtschaft/Marketing, Medienproduktion, Medienwissenschaft und auch ein wenig Informatik.
Viele interessante Gastvorträge (u.a. Sascha Naujoks – Vice President REALITY bei ProSieben / Sat.1, davor langjähriger Programmentwickler bei RTL – z.B. „Einsatz in 4 Wänden“, „Bauer sucht Frau“, …) lassen das Studium fast nie langweilig werden und zeigen, wie aktuell der Studiengang ausgelegt ist.
Was gibt es abschließend noch zu sagen? Der Studiengang ist durch die Zulassungsbeschränkung recht „familiär“ – aktuell: ca. 60 Drittsemester, ca. 110 Erstsemester. Ein verpflichtendes Praxissemester verleiht dem Unistoff eine gewisse Praxisnähe und auch Auslandssemester bieten sich in der Medienbranche gut an. Ich würde mich jederzeit wieder für Medienkommunikation entscheiden und kann diesen Studiengang für alle Medieninteressierten nur empfehlen!
Andrea Deublein, 3. Semester Bachelor Medienkommunikation