Dr. Romana Schott - Fonds

Vorschlagsunterlagen können jederzeit beim Referat 2.2 der Verwaltung (Stipendienreferat) eingereicht werden.

Nachfolgend wird der Text des Statuts (auszugsweise und teilweise erläutert) veröffentlicht. Hier wird im besonderen auf die Regelungen des § 2 (Zweck des Fonds) und § 7 (Vergabevoraussetzungen) hingewiesen.

(Der Link zum Download des Vorschlagsformulars befindet sich am Ende dieser Web-Site)

 


Statut des Dr. Romana Schott-Fonds zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses

(auszugsweise)

 

Präambel

Mit Schreiben vom 5. August 2004 informierte das Amtsgericht Würzburg die Universität Würzburg darüber, nach dem Testament von Frau Dr. Romana Schott vom 17. März 1989 zum Alleinerben berufen zu sein. Nach den testamentarischen Verfügungen der Erblasserin steht die Erbschaft unter Auflagen, deren Umsetzung und Erfüllung die nachstehenden Regelungen des Statuts dienen.

§ 1 - Name

Der Nachlass führt den Namen Dr. Romana Schott-Fonds zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses.

§ 2 - Zweck des Fonds

(1) Das Testament von Frau Dr. Romana Schott vom 17. März 1989 bestimmt für den Fall ihres Todes u.a. folgendes:
Ich setze zu meinem alleinigen Erben ein: die Julius-Maximilians-Universität in 8700 Würzburg, Sanderring 2. Ich bestimmte für meinen Erben folgende Auflage:
Mein Erbe ist verpflichtet, den Nachlass für die Vergabe von Stipendien an bedürftige, fachlich und charakterlich geeignete, weibliche Studierende aller Fachschaftsbereiche der Universität zu verwenden. Die Vergabe der Stipendien soll nach den vorstehenden Kriterien durch die zuständigen Organe der Universität erfolgen, wobei zur Feststellung der Bedürftigkeit der Bewerberinnen die jeweiligen Einkommensgrenzen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz entsprechend heranzuziehen sind.

(2) Demgemäß soll mit der Erbschaft der Zweck verfolgt werden,- bedürftige,- fachlich und charakterlich geeignete,- weibliche Studierende,- aller Fachbereiche der Universität zu  unterstützen

(3) Die Umsetzung dieses Zweckes soll durch die Vergabe von Stipendien an Studentinnen aller Fakultäten erfüllt werden.

§ 3 - Fondsvermögen

...

§ 4 - Fondsmittel

(1) Der Fonds erfüllt seine Aufgaben

  1. aus dem Ertrag des Fondsvermögens,
  2. aus Zuwendungen, soweit sie vom Zuwendenden nicht ausdrücklich zur Stärkung des Grundstockvermögens bestimmt sind

(2) Mittel des Fonds dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Willen der Erblasserin fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützungen, Zuwendungen oder Vergütungen begünstigt werden.)

§ 6 - Vergabe der Fondsmittel

Die Fondsmittel des Dr. Romana Schott-Fonds sollen im Rahmen eines jährlich einmal stattfindenden Vergabeverfahrens vergeben werden. ... Die Vergabe der Fondsmittel findet im Rahmen eines Vorschlagverfahrens statt. Es ist weder eine Eigenbewerbung möglich, noch besteht ein Anspruch auf die Vergabe des Stipendiums für eine vorgeschlagene Studentin.

§ 7 - Vergabevoraussetzungen

(1) Die Vergabe eines Stipendiums setzt einen schriftlich begründeten Vorschlag einer Person gemäß Satz 3 sowie einer Stellungnahme durch eine der folgenden Organisationen oder Gremien der vorschlagenden Fakultät voraus:

  • des Studiendekans oder der Studiendekanin (empfohlen)
  • des oder der Vorsitzenden einer Fachkommission zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • des Fachbereichsrats/Fakultätsrats.

Die Vorschlagsbegründung muss inhaltlich insbesondere zur charakterlichen und fachlichen Geeignetheit der vorgeschlagenen Studentin Stellung nehmen. Vorschlagsberechtigt sind alle an der Universität Würzburg hauptberuflich beschäftigten Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen sowie alle promovierten hauptberuflich tätigen wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach dem Bayerischen Hochschulpersonalgesetz (BayHSchPG).

(2) Für die Gewährung eines Stipendiums sollen die in § 2 Abs. 2 genannten Kriterien grundsätzlich erfüllt sein.

(3) Zur Feststellung der Bedürftigkeit der Vorgeschlagenen sind nach dem Willen der Erblasserin die jeweiligen Einkommensgrenzen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) entsprechend heranzuziehen.

(4) Zur Feststellung der fachlichen Geeignetheit ist § 9 BAföG entsprechend heranzuziehen. Danach wird die Ausbildung gefördert, wenn die Leistungen der Vorgeschlagenen erwarten lassen, dass sie das angestrebte Ausbildungsziel erreicht.

(5) Die Feststellung der charakterlichen Geeignetheit gebietet, den Lebensweg der Erblasserin in Blick zu nehmen. Daraus kann wohl die Schlussfolgerung gezogen werden, dass es der Erblasserin darum geht, weibliche Studierende zu unterstützen, die sich nicht von ihrem Weg haben abbringen lassen, ein bestimmtes wissenschaftliches Studium trotz Hindernissen aufzunehmen.

§ 8 - Vergabebedingungen
(Auflagen/Verwendungsnachweis)

(1) Die Stipendien werden entsprechend § 5 Buchstabe b) bis e) und § 6 der Initiates file downloadRichtlinien der Universität Würzburg für die Vergabe von Stipendien aus Spenden oder Drittmitteln mit der Maßgabe vergeben, dass die Laufzeit eines Stipendiums grundsätzlich drei Jahre beträgt und auf begründeten Antrag, der die Unterstützung des zuständigen Gremiums nach § 7 Abs. 1 dieses Statuts finden muss, eine darüber hinausgehende Verlängerung bewilligt werden kann. Die Vergabe der Stipendien erfolgt unter der Auflage, dass nach Ablauf jeweils eines Jahres entsprechende Nachweise über den Fortbestand der Bedürftigkeit erbracht werden. Sofern die Vergabe von Stipendien unter der Auflage erfolgt, dass dem Amt für Ausbildungsförderung während des Bezuges der Stipendien entsprechend den §§ 9 und 48 BAföG vorzulegende Leistungsbescheinigungen auch der Universität Würzburg zu überlassen sind, sind diese dem Referat 2.2 der Zentralverwaltung  vorzulegen.

(2) Insbesondere können Stipendien dafür vergeben werden, um Studentinnen von der Entrichtung von Studienbeiträgen zu entlasten oder um Studentinnen mit Kindern damit zu unterstützen.

...


Aktuelle Leistungsregelungen:

  1. Bei fehlender Bedürftigkeit werden keinerlei Leistungen bewilligt.
  2. Für Urlaubssemester werden keine Leistungen ausgezahlt.
  3. Studentinnen ohne Kinder erhalten monatlich 150,00 €.
  4. Studentinnen mit Kind erhalten einen Kinderzuschlag.
    Der Zuschlag wird für Kinder bis zum 12. Lebensjahr gewährt und beträgt monatlich:
  • für 1 Kind: 155 Euro
  • für 2 Kinder: 205 Euro
  • für 3 und mehr Kinder: 255 Euro

Die Höhe dieser Leistungen wird als angemessene Beihilfe für das Studium und den üblichen Bedarf der Stipendiatinnen erachtet. Von einer näheren Überprüfung der Verwendung der gewährten Mittel wird daher in der Regel abgesehen.


Hier können Sie das Initiates file downloadVorschlagsformular downloaden.