Programm Sommersemster 2012
Ringvorlesungen und Vorlesungsreihen
„Die Erschaffung der Welt – alte und neue Schöpfungsmythen“
Organisation: Institut für Deutsche Philologie, Prof. Dr. Dorothea Klein.
Nahezu alle Religionen und Kulturen haben Vorstellungen über die Entstehung des Weltalls und des Menschen ausgebildet. Eine Besonderheit des biblischen Schöpfungsmythos ist die Vorstellung der göttlichen Schöpfung aus dem Nichts, die für den Menschen geschaffen wurde. Die Ringvorlesung widmet sich nicht alten und modernen Erzählungen der Schöpfungsgeschichte, sondern fragt auch nach der produktiven Anverwandlung und Umgestaltung der Schöpfungsidee in Sprache und Literatur, Musik und bildender Kunst, nach Analogien, Verschiebungen ins Uneigentliche und säkularen Varianten. Das zeitliche Spektrum der Themen reicht von den Anfängen der Schriftlichkeit bis in die Gegenwart. An der Vortragsreihe beteiligen sich Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen, von der Biblischen Theologie, Klassischen Philologie und Skandinavistik über die Deutsche Philologie, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft bis zur Astrophysik.
dienstags, 19:30 Uhr
Neue Universität, Sanderring 2, Hörsaal 166
17.04.2012, Theodor Seidl: Die biblischen Schöpfungserzählungen und ihr altorientalischer Kontext.
24.04.2012, Michael Erler: Chaos und Ordnung. Zur therapeutischen Funktion griechischer Kosmognonie und Kosmologie.
08.05.2012, Julia Zernack, Frankfurt a.M.: Die Entstehung der Welt in der nordischen Mythologie.
15.05.2012, Dorothea Klein: Die Schöpfung in der Dichtung – der Dichter als Schöpfer: Vom Wessobrunner Schöpfungsgebet zu Oswald von Wolkenstein.
22.05.2012, Ulrich Wyss, Frankfurt a.M.: Welterschaffung in Tönen.
05.06.2012, Barbara Hunfeld: Der Autor als Schöpfer: Jean Paul.
12.06.2012, Ulrich Konrad: Cosmogonie nègre. Afrikanische Weltschöpfungsmythen in Fernand Légers und Darius Milhauds Ballett La création du monde (1923).
19.06.2012, Wolfgang Riedel: Umbau der Erde. Schöpfungsmythos, Evolutionstheorie und Technikutopie in Alfred Döblins Roman Berge, Meere und Giganten (1924).
26.06.2012, Wolf-Peter Klein: Wortbildung als Weltbildung. Die Erschaffung der Welt durch Sprache.
03.07.2012, Damian Dombrowski: „A myth of genesis“: Weltschöpfung und Schöpfungspathos in der amerikanischen Malerei um 1950.
10.07.2012, Karl Mannheim: Ursprung und Entwicklung des Universums aus astrophysikalischer Sicht.
17.07.2012, Friederike Günther: Vom Sterben des Anfangs. Botho Strauss’ Beginnlosigkeit.
Vortragsprogramm Ägyptologie:
aufzurufen unter: www.aegyptologie.uni-wuerzburg.de/vortraege/
2 bis 3 mal jährlich finden in der Zentralbibliothek Am Hubland
„Werkstattgespräche mit Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur“
statt. Diese Lesungen werden vom Universitätsbund Würzburg und dem Institut für Deutsche Philologie der Universität Würzburg veranstaltet. Der Eintritt ist frei.
Nächstes Werkstattgespräch:
27.06.2012, 19.30 Uhr – Werkstattgespräch mit Ulrike Draesner.
Sondervorlesungen für Senioren und Gasthörer
Gerne können Sie – neben Veranstaltungen ohne Zulassungsbeschränkungen aus dem regulären Verzeichnis – aber auch folgende, speziell für den Bereich Senioren- und Gaststudium zugeschnittene Vorlesungen besuchen:
Veranstaltungsnummer 1330012
Prof. Dr. Max Camenzind: Gravitation – Elementarkraft des Universums (Vorlesung)
montags, 14:00-16:00 Uhr
ab 23.04.2012 (bis 16.07.2012)
Ort: Alte Augenklinik, Oswald-Külpe-Hörsaal, Röntgenring 12
1 SWS
Informationen unter:
http://www.lsw.uni-heidelberg.de/users/mcamenzi/Kosmos_SS12.html
"Gravitation - Elementarkraft des Universums"
Die Gravitation (von lateinisch gravitas, Schwere) ist eine der vier Grundkräfte der Physik. Sie bewirkt die gegenseitige Anziehung von Massen. Die Gravitation besitzt unbegrenzte Reichweite. Sie lässt sich nicht abschirmen. Auf der Erde bewirkt die Gravitation, dass alle Körper nach unten fallen, sofern sie nicht durch andere Kräfte daran gehindert werden. Im Sonnensystem bestimmt sie die Bahnen der Planeten, Monde und Asteroiden. Aus ihrer Wirkung ergibt sich die Form von Galaxien. In der Kosmologie bestimmt sie die zeitliche Entwicklung des Universums.
Niemand kann sagen, wann die Gravitation entdeckt wurde. Zu offensichtlich ist die Tatsache, dass wir schwer sind und Gegenstände dazu streben, zu Boden zu fallen. In der Antike und auch im Mittelalter erklärte man die Gravitation allerdings noch nicht als Anziehung zwischen Gegenständen. Aristoteles, auf den man sich lange berief, erklärte die Schwerkraft geometrisch. Nach ihm ist der Mittelpunkt des Universums der natürliche Ort aller schweren Gegenstände und er nahm an, dass alles zu seinem natürlichen Ort strebe. Dies war eine gute Erklärung dafür, dass die Erde unbewegt im Mittelpunkt der Welt verharrt und alle Dinge zur Erde fallen.
Es gab also damals gewichtige wissenschaftliche Gründe dafür, die Erde im Mittelpunkt der Welt anzunehmen. Mathematisch wurde die Gravitation erstmals von Hookes Landsmann und Zeitgenossen Isaac Newton in seinen Principia beschrieben. Das von ihm formulierte newtonsche Gravitationsgesetz war die erste physikalische Theorie, die sich in der Astronomie anwenden liess. Es bestätigt die bereits zuvor entdeckten keplerschen Gesetze der Planetenbewegung und lieferte damit ein grundlegendes Verständnis der Dynamik des Sonnensystems mit der Möglichkeit präziser Vorhersagen bezüglich der Bewegung von Planeten, Monden und Kometen.
In der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) von Albert Einstein wird die Gravitation nicht wie eine Kraft im Sinne der klassischen Physik behandelt. Die Theorie ist daher keine gewöhnliche Feldtheorie. Im Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie werden Raum und Zeit als Einheit durch eine vierdimensionale pseudo-riemannsche Mannigfaltigkeit beschrieben, die als Raumzeit bezeichnet wird. Die Raumzeit wird lokal durch die Anwesenheit von Energie (= Masse) gekrümmt. Ein Gegenstand, der nur dem Einfluss der Gravitation folgt, bewegt sich zwischen zwei Raumzeitpunkten (Ereignissen) stets entlang der kürzesten Verbindung, auch als Geodäte bezeichnet, gemessen mit der vierdimensionalen Metrik. Dort wo die Raumzeit flach ist, ist dies eine Gerade. Auf einer gekrümmten Mannigfaltigkeit spricht man allgemein von einer Geodäte. Die Gravitation lässt sich auf diese Weise auf ein geometrisches Phänomen zurückführen, für dessen Erklärung keine besondere Kraft mehr herangezogen werden muss. Im Gegensatz zu den Theorien der anderen Grundkräfte ist die Allgemeine Relativitätstheorie also keine Eichtheorie mit unbeteiligter Hintergrundraumzeit, sondern die Raumzeit selbst ist der Gegenstand der Theorie. Neben der Lichtablenkung und Periheldrehung der Planetenbahnen hat diese Theorie vielfältige Anwendungen in der Astrophysik. Nur mit dieser Theorie der Gravitation kann die Expansion des Universums verstanden werden, nur in dieser Theorie gibt es Schwarze Löcher und Gravitationswellen.
Die ART hat jedoch auch ihre Grenzen. Bereits Max Planck hat vor 100 Jahren gezeigt, dass Quanteneffekte auf extrem kleinen Skalen eine Rolle spielen und dass damit unterhalb der sog. Planck-Länge die Einstein Theorie ihre Gültigkeit verliert. Letztlich ist die Raumzeit kein Kontinuum, sondern besteht im Kleinsten aus Quantenbausteinen der Grösse der Planck-Länge. Die Planck-Länge entspricht 10-35 m, winzig im Vergleich zu den 10-18 m, die in heutigen Beschleunigern gerade aufgelöst werden können. Diese Planck-Dimension wird in Beschleunigern nie erreichbar sein! Sie wird jedoch im Urknall und im Kollaps der Sterne auf Schwarze Löcher erreicht und entscheidet dort über das Schicksal der Materie.
Veranstaltungsnummer 1330013
Prof. Dr. Josef Kern: Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
donnerstags, 12:00-14:00 Uhr, 14täglich
ab 26.04.2012 (bis 12.07.2012)
1 SWS
26.04.2012, 12 – 14 Uhr, Einführung, HS 213 Röntgenring 10
10.5.2012 Stuttgart, Staatsgalerie und Kunstmuseum. Mit dem Baden-Württemberg-Ticket, Würzburg ab 9.37, Stuttgart an 11.46, Stuttgart ab 17.05, Würzburg an 19.22
31.5.2012 Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Führung durch die wiedereröffnete Abteilung „20. Jahrhundert“, am Nachmittag Möglichkeit zum Besuch der Sonderausstellung „Der frühe Dürer“. Ab Würzburg 9.42 – 10.54, ab Nürnberg 17.05 – 18.16
14.6.2012 Würzburg, Museum am Dom, 14 Uhr s.t., Besuch der aktuellen Sonderausstellung
21.6.2012 Würzburg, Kulturspeicher, 14 Uhr s.t. Besuch der aktuellen Sonderausstellung
26.6.2012 documenta 13 Kassel, Fahrt mit Kultur-Ticket-Spezial (voraussichtlich 39,00 Euro p.P.) im ICE, ab Würzburg 8.31 – 9.34 ab Kassel 18.23 – 19.26
12.7.2012 Schweinfurt, Kunsthalle, Besuch der aktuellen Sonderausstellung, ab Würzburg 9.07 – 9.40, ab Schweinfurt 15.15 – 15.41
Fahrtkosten und Eintrittsgelder sind im Semesterbeitrag nicht enthalten!
Führungen und Einzelvorträge
Botanischer Garten
Termine und aktuelle Informationen zum Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Homepage: http://www.bgw.uni-wuerzburg.de/startseite/
Die Rundgänge dauern etwa 1,5 Stunden. Treffpunkt: Foyer des Tropenschauhauses.
Ansprechpartner: Dr. Gerd Vogg, Julius-von-Sachs-Platz 4, D-97082 Würzburg vogg@botanik.uni-wuerzburg.de Tel.: 0931 / 31 86239
Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie
Die Besichtigung der Ausstellung dauert 60 Minuten. Die Führung übernimmt Prof. Dr. Armin Stock.
Voranmeldungen bitte unter: Tel.: 0931 / 31-84777 bzw. awz@uni-wuerzburg.de
Weitere Informationen: http://www.awz.uni-wuerzburg.de/
Martin-von-Wagner-Museum
Die Führungen und Vorträge werden von der Museumsinitiative organisiert und von Fachstudierenden durchgeführt. Sie finden jeweils sonntags statt und dauern etwa 1 Stunde. Beginn 11:00 Uhr, Gebühr pro Person 2.-€, Kinder und Studierende 1.-€. Der Eintritt ins Museum ist frei. Über die jeweiligen Ausstellungs- und Führungstermine können Sie sich auf der Homepage informieren:
Angebote aus dem regulären Programm
Ausdrücklich eingeladen sind Senioren und Gasthörer zu folgenden Veranstaltungen aus dem regulären Programm:
Kunstgeschichte
Veranstaltungsnummer 0408114
Prof. Dr. Stefan Kummer: Niederländische Malerei im Goldenen Zeitalter: Landschaft und Stillleben (Kunstgeschichtliche Vertiefungsvorlesung 1)
donnerstags, 14:00 bis 16:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 2
ab 19.04.2012 (bis 12.07.2012) (ACHTUNG 28.06.2012: entfällt, Nachholtermin 07.07.2012 = Samstag 10:00 bis 12:00 Uhr; auch im Phil.-Geb. – Hörsaal 02)
2 SWS
Veranstaltungsnummer 0408103
Prof. Dr. Stefan Kummer: Malerei des Spätmittelalters in Europa: Tafelgemälde der deutschen Spätgotik (mit Übungen vor dem Original) (Epochenseminar)
montags, 12:00 bis 14:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 18
ab 23.04.2012 (bis 09.07.2012)
2 SWS
Veranstaltungsnummer 0408101
Prof. Dr. Damian Dombrowski: Die Bildkünste Italiens im Zeitalter Dantes (Hauptvorlesung)
donnerstags, 08:00 bis 10:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 2
ab 19.04.2012 (bis 12.07.2012)
2 SWS
Veranstaltungsnummer 0408105
Dr. Verena Friedrich: Kulturgeschichtliche Grundlagen 1: Christliche Ikonographie (Seminar)
dienstags, 10:00 bis 12:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 18
ab 24.04.2012 (bis 10.07.2012)
2 SWS
Veranstaltungsnummer 0408102
Dr. Meinolf Siemer: Gotische Sakralarchitektur: Die Architektur der Kathedralen in Europa und ihre plastische Ausstattung (Epochenseminar)
donnerstags, 14:00 bis 16:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 18
ab 19.04.2012 (bis 12.07.2012)
2 SWS
Veranstaltungsnummer 0408116
Dr. Meinolf Siemer: Kunstgeschichtliches Vertiefungsseminar 1: Gartenkunst des Absolutismus (1650-1750)
dienstags, 14:00 bis 16:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 18
ab 24.04.2012 (bis 10.07.2012)
2 SWS
Veranstaltungsnummer 0408111
Dr. Tilman Kossatz: Übung vor Originalen 1 (Graphik): Übung vor Originalen in der Graphischen Sammlung des Martin-von-Wagner-Museums: Die Zeichnung, Technik und Aufgaben. (Seminar)
montags, 10:00 bis 12:00 Uhr
Residenz – Graphische Sammlung
ab 23.04.2012 (bis 09.07.2012)
2 SWS
Veranstaltungsnummer 0408112
Dr. Tilman Kossatz: Übung vor Originalen 2 (Malerei): Übung vor Originalen in der Galerie des Martin-von-Wagner-Museums: Einführung in die Gemäldekunde (Seminar)
dienstags, 10:00 bis 12:00 Uhr
Residenz – Gemäldegalerie
ab 24.04.2012 (bis 10.07.2012)
2 SWS
Klassische Philologie
Veranstaltungsnummer 0401207
Dr. Ferdinand Stürner: Terenz, Adelphen (Seminar)
donnerstags, 10:00 bis 12:00 Uhr
Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude am Hubland, Raum 1.002
ab 19.04.2012 (bis 19.07.2012)
2 SWS
Neben Plautus gilt P. Terentius Afer (†159 v. Chr.) als der bedeutendste Vertreter der römischen Komödie im griechischen Gewand (Palliata). Die Adelphoe („Brüder“) sind sein letztes Stück und wurden 160 v. Chr. anlässlich der Leichenspiele für L. Aemilius Paullus erstmals aufgeführt. Als Vorlage diente Terenz eine heute verlorene Komödie des attischen Dichters Menander (†291 v. Chr.). Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Brüder, die nicht nur gegensätzliche Lebensentwürfe verkörpern, sondern auch unterschiedliche Erziehungsmethoden propagieren: Der urbane und weltoffene Micio erzieht Aeschinus liberal, der sittenstrenge und eigenbrötlerische Demea lenkt Ctesipho mit harter Hand. Das Thema moderner Erziehung war zur Entstehungszeit der Komödie fraglos ein heißes Eisen. In den Adelshäusern Roms war seit dem Ende des Zweiten Punischen Krieges zunehmend die griechische Erziehung neben die römische getreten – eine Entwicklung, die selbstredend nicht von allen gutgeheißen wurde. Die Frage, welche Position Terenz in seinen Adelphen bezieht, hat moderne Leser seit jeher intensiv beschäftigt und ist bis heute umstritten. Sie berührt sich eng mit dem Problem der terenzischen Originalität: Welche Züge hat der Römer von Menander übernommen, welche eigenständig hinzugesetzt? Im Seminar, das sich als eine exemplarische Einführung in das Studium der römischen Komödie versteht, soll auf der Basis gründlicher Textlektüre nach möglichen Antworten gefragt werden.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb sind die regelmäßige Mitarbeit und die Abgabe einer im Umfang angemessenen Hausarbeit. Zur Anschaffung wird die kommentierte Ausgabe von R.H. Martin (Adelphoe, Cambridge 1976; ca. 20 Euro) empfohlen; von Reclam-Texten bitte ich abzusehen. Für eine erste Orientierung über den Gegenstand eignen sich: G. Maurach, Kleine Geschichte der antiken Komödie, Darmstadt 2005; P. Kruschwitz, Terenz, Hildesheim 2004; K. Büchner, Das Theater des Terenz, Heidelberg 1974. Eine ausführliche Literaturliste wird in der ersten Sitzung ausgegeben.
Germanistik
Veranstaltungsnummer 0406221
Dr. Thomas Franke: Das Antike-Vorbild in der deutschen Klassik (Seminar)
mittwochs, 12:00 bis 14:00 Uhr
Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude am Hubland, Raum 2.003
ab 18.04.2012 (bis 11.07.2012)
2 SWS
Anhand der Lektüre grundlegender ästhetischer Schriften und Dichtungen der klassischen bzw. klassizistischen Epoche, u.a. von Winckelmann, Herder, Schiller und Goethe, soll die Bedeutung der Antike für die Literatur dieser Zeit zwischen 1760 und 1800 behandelt werden.
Romanistik
Veranstaltungsnummer 0409510
Prof. Dr. Martha Kleinhans: Überblick über die Literatur- und Kulturgeschichte (Italienisch)
(Vorlesung)
dienstags, 12:00 bis 14:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 07
ab 24.04.2012 (bis 10.07.2012)
2 SWS
Die Einführungsvorlesung möchte einen Überblick über die wichtigsten Epochen der italienischen Literaturgeschichte und ausgewählte Aspekte der Literaturtheorie und Methodik vermitteln.
Veranstaltungsnummer 0409511
Prof. Dr. Martha Kleinhans: Dante: Purgatorio (Vorlesung)
mittwochs, 12:00 bis 14:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 07
ab 18.04.2012 (bis 11.07.2012)
2 SWS
Teil II der im Wintersemester begonnenen Dante-Vorlesung widmet sich Dantes Purgatorio.
Auf seinem Weg den Fegfeuerberg hinauf bis zum Irdischen Paradies auf dem Gipfel begegnet der Jenseitspilger Dante besonders vielen Künstlern, Dichtern wie Malern. Nicht nur mittels eindrucksvoller Ekphrasen wetteifert Dantes Sprachkunst mit den darstellenden Künsten. Dank eindringlicher Sprachbilder entsteht immer wieder der Eindruck von Lebendigkeit und Wirklichkeitsnähe, erzielt Dante besondere Anschaulichkeit. Die Vorlesung möchte einen Einblick in Aufbau und Struktur von Dantes Purgatorio vermitteln und wichtige Forschungsstimmen vorstellen.
Literatur:
Dante Alighieri. La Commedia – Die Göttliche Komödie. II. Purgatorio. Milano: Mondadori 2005 (Oscar classici) .
Dante Alighieri. La Commedia – Die Göttliche Komödie. II. Purgatorio / Läuterungsberg. Ital. -Dt. In Prosa übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler. Stuttgart: Reclam 2011.
Veranstaltungsnummer 0409512
Prof. Dr. Martha Kleinhans: Dante Alighieri: Vita nova (Hauptseminar)
dienstags, 08:00 bis 10:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 08
ab 24.04.2012 (bis 10.07.2012)
2 SWS
Dante Alighieri. Vita nova.
„E comeché egli d’avere questo libretto fatto negli anni più maturi si vergognasse molto, nondimeno, considerata la sua età, è egli assai bello e piacevole e, massimamente a‘ volgari“ schrieb Boccaccio über Dantes Vita nova in seiner Dantebiographie. In 42 Kapiteln erzählt Dante Alighieri in seinem Jugendwerk, dem er den Titel Vita nova gab, von seiner Liebe zu Beatrice und seiner Entwicklung zum Dichter. Eingelegt in die Prosaerzählung finden sich Gedichte, die dem Dolce Stil Novo zugeordnet werden, und die sog. divisioni, i.e. Kurzkommentare Dantes zu den Gedichten. Im Zentrum des Hauptseminars soll die gemeinsame Analyse dieses hochkomplexen libro della memoria stehen. Die Andersartigkeit mittelalterlicher Selbstaussage soll verdeutlicht und neuere Forschungsansätze diskutiert werden.
Literatur:
Dante Alighieri. Vita Nova – Das neue Leben. München: dtv 1988.
Dante Alighieri. Vita Nova. Ed. Stefano Carrai. Milano 2009 (classici Rizzoli BUR)
Dante Alighieri. La Vita Nuova. Das Neue Leben. Ed. Gorni, Guglielmo / Rossi, Luca . Übers. Thomas Vormbaum. Berlin: BWV 2007. (Der Verlag bietet den Teilnehmern meines Seminars im Falle einer Sammelbestellung von 10 Ex. einen Rabatt von 30% an).
Winfried Wehle. Dichtung über Dichtung. Dantes 'Vita Nuova': Die Aufhebung des Minnesangs im Epos, München (Fink) 1986.
Anglistik
Veranstaltungsnummer 0409111
Prof. Dr. Ralph Pordzik: English Sonnets (Seminar in englischer Sprache)
mittwochs, 16:00 bis 18:00 Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 15
ab 18.04.2012 (bis 13.07.2012)
2 SWS
This seminar is dedicated to exploring the English sonnet from its beginnings in Great Britain until present times. This fascinating and multiply adaptable literary form will be considered with respect to style, language and diction as well as to the various historical contexts that have given shape to it over the centuries. Sonneteers to read and discuss will include Wyatt, Shakespeare, Spenser and Bastard (Elisabethan), Donne and Milton ("Metaphysical" and "Caroline"), Keats, Shelley, Wordsworth and Clare (Romantic), Tennyson, Browning, Meredith and Dante & Christina Rossetti (Victorian), John Gray, Fleur Adcock and Geoffrey Hill (Modern/ist). A reader with poems and secondary literature will be provided at the beginning of term. Students will have to give a paper (analysis and interpretation) and pass a written exam.
Musikforschung
Veranstaltungsmummer 0404101
Prof. Dr. Eckhard Roch: Musikgeschichte von der Aufklärung bis zur Gegenwart (Vorlesung)
mittwochs, 10:00 bis 12:00 Uhr
Residenz - Toscanasaal
ab 25.04.2012 (bis 13.07.2012)
2 SWS
Veranstaltungsmummer 0404102
Prof. Dr. Eckhard Roch: Musik und Politik (Vorlesung)
dienstags, 12:00 bis 14:00 Uhr
Residenz - Hörsaal III
ab 24.04.2012 (bis 12.97.2012)
2 SWS
Kulturwissenschaft
Veranstaltungsnummer 0409572
Prof. Dr. Irmgard Scharold: Literaturverfilmungen (gesamtromanisch) (Seminar)
mittwochs, 16:00 bis 19:00 s.t. Uhr
Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 24
ab 18.04.2012 (bis 11.07.2012)
3 SWS
Abgesehen von wenigen Ausnahmen (etwa Luchino Viscontis Verfilmung von Thomas Manns Tod in Venedig [1971]) gelten Literaturverfilmungen gegenüber ihren literarischen Vorlagen oftmals als ästhetisch minderwertig. Dennoch steht die internationale Spielfilmproduktion seit ihren Anfängen im Zeichen der ‚Weiterverarbeitung‘ mehr oder minder bekannter literarischer Stoffe (Bohnenkamp, S. 12). Nicht nur in literaturfernen Rezipientenkreisen beschränkt sich die Kenntnis eines literarischen Klassikers zudem meist lediglich auf dessen Filmadaption (ebd. S. 26). Aus den genannten Gründen soll die Adaption eines literarischen Stoffes in die immer schon ‚intermediale‘ Filmsprache einmal näher betrachtet werden. Dabei sollen v.a. die Konstituenten dieses ‚Medienwechsels‘ analysiert werden. Eine zentrale Frage gilt dabei der Überlegung, ob die Verfilmung die Mediendifferenz jeweils verschleiert oder diese möglicherweise sogar reflektiert.
Folgende Romane und Filme stehen zur Diskussion:
Gustave Flaubert: Madame Bovary [1857] (in der Verfilmung von Claude Chabrol (1991); die Verfilmung von Jean Renoir (1934) ist z.Zt. leider nicht im Handel greifbar).
Leopoldo Alas [Clarín]: La Regenta [1884/1885] [dt. Die Präsidentin] (in einer mehrteiligen TV-Verfilmung von 1995)
Dacia Maraini: La lunga vita di Marianna Ucrìa (1990) [dt. : Die stumme Herzogin] (in der Verfilmung von Roberto Faenza von 1996)
Eine Auswahlbibliographie wird rechtzeitig zu Semesterbeginn zur Verfügung gestellt.
Literatur
Anne Bohnenkamp (Hg.): Literaturverfilmungen, Stuttgart (Reclam 17527) 2005.
Da das Seminar gesamtromanisch angelegt ist, sollten die genannten lit. Texte rechtzeitig in der jeweiligen Sprache bzw. in der dt. Übersetzung beschafft und gelesen werden!
Veranstaltungsnummer 0409571
Prof. Dr. Irmgard Scharold: Die Hysterika in Roman und Oper des 19. Jahrhunderts (gesamtromanisch) (Seminar)
dienstags, 14:00 bis 16:00 Uhr
Campus Hubland Nord, Bibl- und Seminarz. – Raum 00.211
ab 24.04.2012 (bis 10.07.2012)
2 SWS
Das seit der Antike bekannte Leiden erlebte im 19. Jahrhundert in Medizin, Literatur sowie auf den europäischen Bühnen einen bemerkenswerten Aufschwung, der seinen sensationellsten und nachhaltigsten Niederschlag zweifellos in den berühmten Hysterie-Studien Sigmund Freuds und Josef Breuers (1895) fand. Die literarische Geschichte der hysterischen Erzählung ist allerdings älter: Wie Elaine Showalter bemerkt, konstruierten die französischen Ärzte des 19. Jahrhunderts ihre Fallstudien über hysterische Frauen nach den Konventionen des französischen Romans, umgekehrt benutzten Schriftsteller medizinische Lehrbücher als Vorlage für die literarische Darstellung unglücklicher Frauen. (Showalter: 1997, S. 121f.) Gustave Flauberts Roman Madame Bovary (1857) beeinflusste nicht nur nachfolgende literarische Werke, sondern auch die medizinische Diagnostik und das Verhalten künftiger Patientinnen (ebd.).
Wurde Hysterie von den Medizinern zunächst als eine „körperliche Störung“ angesehen, die „den Geist angreift“, so wurden die „Begriffe später vertauscht“. Hysterie „‚wurde von vielen Ärzten für eine Geisteskrankheit gehalten, die sich durch körperliche Beschwerden äußert‘ und bei der unbewußte Wünsche durch Vorgänge im Nervensystem in pathologische Veränderungen und körperliche Symptome ungewandelt werden.“ (ebd., S. 26) Noch heute wirft die Uneindeutigkeit dieses (zwischenzeitlich scheinbar verschwundenen) Leidens Fragen auf. Die seit den 1970er Jahren einsetzende feministische Kritik las die hysterische Symptomatik als ein „weibliches Zeichensystem außerhalb der Sprache“ (ebd., S. 128). Hysterie wäre demnach als Zeichen der Revolte und des Aufbegehrens zu deuten, worin sich der „Prototyp einer ‚anderen‘ Weiblichkeit manifestiert, einer Weiblichkeit vor der phallisch-ödipalen Organisation und der psycholanalytischen Normierung, unter welcher Freud Weiblichkeit festgehalten hat.“ (Henke, Stingelin, Thüring: 1997, S. 362). Das Seminar möchte die kursierenden Theorien zum Phänomen Hysterie diskutieren und die Genese des hysterischen Diskurses in literarischen und musikalischen Werken an folgenden Beispielen nachzeichnen:
Gustave Flaubert: Madame Bovary [1857]
Leopoldo Alas [Clarín]: La Regenta [1884/1885]
Belcanto-Arien von Vincenzo Bellini (I puritani, 1835), Gaetano Donizetti (Lucia di Lammermoor, 1835) und Ambroise Thomas‘ (Hamlet, 1868)
Literatur
Zitierfähige Ausgaben der genannten Romane (da das Seminar gesamtromanisch ist, sollten entsprechende dt. Übersetzungen gelesen werden).
Henke, Silvia; Stingelin, Martin; Thüring, Hubert: „Hysterie – das Theater der Epoche“, in: Georges Didi-Huberman: Erfindung der Hysterie. Die photographische Klinik von Jean-Martin Charcot, München (Wilhelm Fink Verlag) 1997, S. 359-383.
King, Vera: „Hysterie als verkehrte Adoleszenz. Selbstverlust und Selbstbehauptung in den Bildungs- und Entwicklungsprozessen junger Frauen um 1900“, in: Silke Leopold, Agnes Speck (Hg.): Hysterie und Wahnsinn, Heidelberg (Verlag Das Wunderhorn) 2000, S. 31-62.
Showalter, Elaine: The Female Malady: Women, Madness and English Culture 1830-1980, London 1987.
Showalter, Elaine: Hystorien. Hysterische Epidemien im Zeitalter der Medien, Berlin (Berlin Verlag) 1997.
Europäische Ethnologie / Volkskunde
Veranstaltungsnummer 0406616
Sebastian Kestler-Joosten, M.A.: Reise und Tourismus als volkskundliches Forschungsfeld (Seminar)
mittwochs, 16:00 bis 18:00 Uhr
Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude am Hubland, Raum 1.003
ab 18.04.2012 (bis 11.07.2012)
2 SWS
Auch wenn die Begriffe der Reise und des Tourismus häufig synonym gebraucht werden, handelt es sich ursprünglich um sehr unterschiedliche Phänomene. So lassen sich Einzelreisen bereits früh in der Geschichte nachweisen, zum Beispiel in Form der mittelalterlichen Pilgerreise oder der Wanderschaft von Handwerksgesellen. Zu diesen Formen tritt ab dem 17. und 18. Jahrhundert die so genannte Grand Tour junger Adliger, die bereits erste Aspekte des modernen Tourismus aufweist. Dieser bildet sich als Massenphänomen erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts heraus und ist eingebunden in eine große Zahl sozialer und wirtschaftlicher Neuerungen. Reise und Tourismus stehen dabei in Zusammenhang mit unterschiedlichen Formen des Bewegens, Wahrnehmens und Erfahrens. Die Beispiele dafür sind vielfältig: So veränderte etwa die Eisenbahnreise die Wahrnehmung großer Entfernungen und stellte zugleich neue Forderungen an die Exaktheit der Zeitmessung. In der Fremde wurde und wird man mit ungewohnten Aspekten des Alltagslebens konfrontiert – man denke nur an exotisches Essen. Auch in der Sachkultur finden sich deutliche Spuren des Reisens, etwa in Form des Souvenirs. Diese und weitere Aspekte eines vielschichtigen und spannenden Forschungsfeldes sollen im Seminar gemeinsam erarbeitet werden.
Literatur
Bausinger, Hermann: Reisekultur. Von der Pilgerfahrt zum modernen Tourismus. München 1991; Gyr, Ueli: Tourismus und Tourismusforschung. In: Brednich, Rolf-Wilhelm (Hg.): Grundriß der Volkskunde. Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie. 3., überarb. u. erw. Aufl. Berlin 2001, S. 469-489; Köstlin, Konrad: Souvenir. Das kleine Geschenk als Gedächtnisstütze. In: Alber, Wolfgang: Übriges. Kopflose Beiträge zu einer volkskundlichen Anatomie. Utz Jeggle zum 22. Juni 1991. Tübingen 1991, S. 131-141; Lauterbach, Burkhart R.: Tourismus. Eine Einführung aus Sicht der volkskundlichen Kulturwissenschaft. Würzburg 2008; Moser, Johannes / Seidl, Daniella (Hg.): Dinge auf Reisen. Materielle Kultur und Tourismus (Münchner Beiträge zur Volkskunde, Bd. 38). Münster u.a. 2009.
Archäologie
Veranstaltungsnummer 0405002
Prof. Dr. Stephanie Böhm: Hauptveranstaltung: Denkmäler des römischen Klassizismus (Vorlesung)
dienstags, 16:00 bis 18:00 Uhr
Residenz – Toscanasaal
ab 24.04.2012 (bis 13.07.2012)
2 SWS
Ägyptologie
Veranstaltungsnummer 0405522
Prof. Dr. Martin A. Stadler: Grundzüge Altägyptischer Geschichte (Vorlesung)
donnerstags, 08:00 bis 09:00 Uhr
ab 26.04.2012 (bis 19.07.2012)
1 SWS
Evangelische Theologie
Veranstaltungsnummer 0505213
Prof. Dr. Hans-Joachim Petsch: Ethische und anthropologische Argumentationsmuster: "Auf der Suche nach dem Glück. Wie das Leben glückt: Glück als Thema der Ethik" (Vorlesung)
mittwochs, 16:00 bis 18:00 Uhr
Wittelsbacherplatz – 00.401 (HS I)
ab 18.04.2012 (bis 18.07.2012)
2 SWS
Glücklich leben und Leid möglichst vermeiden – das wollen wir alle. Aber wie klappt die Glückssuche am besten? Wie und wo lässt es sich suchen und hoffentlich auch finden, das Glück? Und wie kommen wir damit klar, wenn das Glück ausbleibt? Denn eine Glücksgarantie gibt es nicht. So ist die Suche nach dem Glück ein Thema, das uns ein ganzes Leben beschäftigt.
Glück als Thema der Ethik heißt: Wie lässt sich das Leben so führen, dass es glückt, dass uns eher glücklose Phasen nicht aus der Bahn werfen? Welches Verständnis von Glück hilft uns dabei, ein gelungenes Leben zu gestalten? Darum wird es in diesem Seminar gehen.
Auf der Suche nach Antworten, die unsere individuelle Glückssuche unterstützen, befragen wir ältere und jüngere ExpertInnen aus Literatur, Philosophie und Religion. Das muss keine trockene akademische Angelegenheit bleiben, vielmehr können wir dabei zu Expertinnen und Experten unseres eigenen Lebensglücks werden.
Literatur: Stefan Klein (200916): Die Glücksformel. Reinbek: Rowohlt
Philosophie
Veranstaltungsnummer 0501103
Prof. Dr. Karl-Heinz Lembeck: Philosophische Grundlagen der Natur- und Technikwissenschaften (Vorlesung)
montags, 14:00 bis 16:00 Uhr
Residenz – Toscanasaal
ab 23.04.2012 (bis 16.07.2012)
2 SWS
Die Vorlesung diskutiert Prinzipienfragen aus verschiedenen philosophischen Themenfeldern, insbes. aus der Naturphilosophie, der Epistemologie, der Wissenschaftstheorie, der Technikphilosophie und der Anthropologie. Es soll gezeigt werden, dass jeder sinnvollen Fragestellung der empirischen Wissenschaften eine Vielzahl logischer, epistemologischer und ontologischer Voraussetzungen in zumeist unthematischer Form zugrunde liegen, die zwecks Begründung wissenschaftlicher Geltungsansprüche einer kritischen Aufklärung bedürfen. Eben diese Aufgabe fällt seit je her der Philosophie zu.
Begleitend zur Vorlesung ist ein Lektüreseminar obligatorisch, das Gelegenheit bietet, über die Diskussion einschlägiger philosophischer Positionen ein vertieftes Problemverständnis zu erlangen.
Literatur wird im Begleitseminar bekannt gegeben.
Veranstaltungsnummer 0501104
Prof. Dr. Karl-Heinz Lembeck: Philosophische Grundlagen der Natur- und Technikwissenschaften (Begleitseminar zur Vorlesung)
Gruppe 1: montags, 18:00 bis 20:00 Uhr
Altes IHK-Gebäude – Raum 110
ab 23.04.2012 (bis 16.07.2012)
Gruppe 2: mittwochs, 10:00 bis 12:00 Uhr
Altes IHK-Gebäude – Raum 110
ab 25.04.2012 (bis 18.07.2012)
2 SWS
Gruppe 01 und 02:
Begleitend zur Vorlesung wird das Seminar ausgewählte ältere und neuere Texte zu einschlägigen philosophischen Positionen aus Naturphilosophie, Epistemologie, Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie zur Diskussion stellen.
Literatur Gruppe 01 und 02:
Textgrundlage: V. Gadenne / A. Visintin: Wissenschaftsphilosophie (Alber Texte Philosophie Bd. 5), Freiburg 1999 (als Sammelbestellung zu Seminarbeginn 10,- statt regulär 15,- €)
Medizin
Veranstaltungsnummer 0304040
Prof. Dr. Dr. Hermann Faller: Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie (Vorlesung)
montags, 08:15 bis 09:45 Uhr
ab 23.04.2012 (bis 09.07.2012)
2 SWS
Veranstaltungsnummer 0922009
Prof. Dr. Reiner Kümmel: Thermodynamik und Ökonomie: Energie und Wirtschaftswachstum, Entropieproduktion und Emissionsminderung (Vorlesung mit Übungen und Seminar)
montags, 10:00 bis 12:00 Uhr
dienstags, 10:00 bis 12:00 Uhr
ab 16.04.2012 (bis 21.07.2012)
4 SWS
Die Veranstaltung umfasst 4 SWS Vorlesungen und Übungen/Seminar für Studierende ab dem 5. Fachsemester. Sie richtet sich an Studierende der Nanostrukturtechnik als Wahlpflichtveranstaltung nach dem Vordiplom/Bachelor (N) und an Studierende der Physik als Zulassungsvoraussetzung für das Prüfungsfach Angewandte Physik (S).
Teil 1 beschreibt die Rolle von Energieumwandlung in der Entwicklung des Universums, der Evolution des Lebens und der Entfaltung der Zivilisation. Die Entropieproduktionsdichte der Nichtgleichgewichtsthermodynamik zeigt die Bedeutung des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik für Emissionen, Klimawandel und Ressourcenverbrauch. Energieumwandlung, Entropieproduktion und natürliche Ressourcen definieren die technischen und ökologischen Leitplanken industriellen Wirtschaftswachstums.
Teil 2 zeigt, dass wegen der technologischen Beschränkungen, denen die Produktionsfaktoren Kapital, Arbeit und Energie unterworfen sind, Gewinnmaximierung und intertemporale Wohlfahrtsoptimierung zu ökonomischen Gleichgewichtszuständen führen, aus denen nicht mehr folgt, dass Energie ein unbedeutender Produktionsfaktor ist. Vielmehr zeigt die Analyse des Wirtschaftswachtums in Deutschland, Japan und den USA, dass die Produktionsmächtigkeit der billigen Energie die der teueren Arbeit bei weitem übertrifft. Im gegenwärtigen System der Steuern und Sozialabgaben führt diese Diskrepanz zwischen Macht und Kosten der Produktionsfaktoren zu Arbeitsplatzabbau, Ressourcenverschwendung, Staatsverschuldung und wachsenden sozialen Spannungen. Wie dem eine Verlagerung der Steuer- und Abgabenlast vom Faktor Arbeit auf die Energie entgegenwirken kann, wird diskutiert.
Teil 3 behandelt, auch in Form von Seminarvorträgen, die Techniken der rationellen Energieverwendung, der Schadstoff-Rückhaltung und -Entsorgung und die Potentiale der nicht-fossilen Energiequellen.
Das Skriptum zur Vorlesung und ergänzendes Material stehen im Netz. Der Zugang mit Passwort wird den Hörern zu Vorlesungsbeginn mitgeteilt.
Literatur:
Reiner Kümmel, Energie und Kreativität, B.G. Teubner, Stuttgart, Leipzig, 1998
David Strahan, The Last Oil Shock, John Murray,London, 2007
Reiner Kümmel, The Second Law of Economics: Energy, Entropy and the Origins of Wealth, Springer (The Frontiers Collection), New York, Dordrecht, Heidelberg, London, 2011. Rezension in "Physics Today" unter: goo.gl/fb/oGpVO#reinerkümmel
Hinweis: Das Buch "The Second Law of Economics" beruht auf dem Vorlesungs-Manuskript. Die Hörer der Vorlesung können es mit einem Hörer-Rabatt von 50% (ca. 35 Euro) von der Schöningh-Buchhandlung Am Hubland beziehen.
Voraussetzungen: Differential- und Integralrechnung
Zell- und Entwicklungsbiologie - Mikrobiologie - Bioinformatik
Veranstaltungsnummer 0610200
Prof. Dr. Thomas Dandekar, Prof. Dr. Markus Engstler, Prof. Dr. Thomas Rudel,
Prof. Dr. Markus Sauer, Prof. Dr. Roy Gross:
Ringvorlesung 2: Molekulare Biologie
dienstags, 09:00 bis 10:00 Uhr
mittwochs, 09:00 bis 10:00 Uhr
freitags, 09:00 bis 10:00 Uhr
Ort: Biozentrum - Hörsaal A 102
ab Dienstag, 17.04.2012 (bis Freitag, 20.07.2012)
3 SWS
Molekulare Biologie der eukaryontischen und prokaryontischen Zelle.
Die Vorlesung wird anteilig von den Lehrstühlen Zell- und Entwicklungsbiologie, Mikrobiologie, Biophysik und Bioinformatik angeboten und behandelt die Konzepte der modernen Molekularbiologie aus der Sicht der vierschiedenen Disziplinen.
Hinweis: Das Lehrbuch "Essential Cell Biology" wird als begleitende Lektüre empfohlen.
Koordination: Dr. Petra Zaus
Kontakt: petra.zaus@mail.uni-wuerzburg.de

