Wirtschaftsmathematiker lösen ökonomische Probleme mittels mathematischer und wirtschaftswissenschaftlicher Methoden sowie mit Computertechnik. Der interdisziplinäre Studiengang vermittelt daher Kenntnisse in den wichtigsten Teilgebieten von Mathematik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften. Neben diesem Studiengang gibt es an der Universität Würzburg noch einige verwandte Studiengänge, deren Inhalte partiell starke Überschneidungen zu den jeweiligen fachlichen Teilbereichen der Wirtschaftsmathematik aufzeigen: Mathematik, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftswissenschaft. Zu diesen Studiengängen sind jeweils eigene Infobroschüren erhältlich.

Wirtschaftsmathematik (Bachelor)

Studiengang

Abschluss

Bachelor of Science (B.Sc.) in 6 Semestern

Ausprägungen

180-Punkte-Einzelfach

Studienbeginn

nur zu einem Wintersemester möglich

 

Zulassung/Bewerbung

Zulassungsbeschränkung

zulassungsfrei

Eignungsprüfung

keine

Wirtschaftsmathematik (Master)

Studiengang

Abschluss

Master of Science (M.Sc.) in 4 Semestern

Ausprägungen

120-Punkte-Einzelfach

Studienbeginn

zu einem Winter- und Sommersemester möglich

Zulassung/Bewerbung

Zulassungsbeschränkung

zulassungsfrei

Eignungsprüfung

ja (Achtung: Bewerbung erforderlich! Infos zu Fristen und Verfahren)

Die Fakultät

Der Studiengang Wirtschaftsmathematik ist ein Gemeinschaftsprodukt der Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften sowie für Mathematik und Informatik. Die Fakultät für Mathematik und Informatik befindet sich auf dem Campusgelände am Hubland und umfasst zwei Institute, nämlich das Institut für Mathematik mit elf und das Institut für Informatik mit acht Lehrstühlen. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät besteht aus dem betriebswirtschaftlichen Institut mit zwölf und dem volkswirtschaftlichen Institut mit acht Lehrstühlen und liegt im Innenstadtbereich (Neue Universität am Sanderring und angrenzende Gebäude). Die Standorte beider Fakultäten sind über ein sehr gut ausgebautes öffentliches Busverkehrsnetz direkt miteinander verbunden, welches von allen Studierenden mit dem "Semesterticket" (Studentenausweis) genutzt werden darf.

Gegenstand des Faches

Mathematik ist die Antwort des Menschen auf die Komplexität der Natur. Durch sie erfahren wir Schönheit, Harmonie und Anmut. Durch sie können wir viele Dinge in der Welt besser verstehen und begründete Zukunftsprognosen abgeben. Uns ist nicht bewusst, wie sehr unser Alltag mit Mathematik durchsetzt ist. Mathematik steckt im Handy, im Auto, in CDs, ...

Mathematik vermittelt keine interpretationsbedürftigen Ansichten. Sie baut auf objektiven Sachverhalten und logischen Schlussweisen auf. Im Laufe des Studiums wird ein Gespür für das Wesentliche entwickelt. Damit einher geht die Entwicklung der Fähigkeit, mathematische Methoden und strukturiertes Denken auf komplexe Probleme anzuwenden.

Grob kann die Mathematik in reine und angewandte Mathematik untergliedert werden, wobei die gerade aufgeführten Kernkompetenzen in sämtlichen Unterbereichen der Mathematik eine gleichermaßen große Rolle spielen.

Die Bereiche der angewandten Mathematik haben meist unmittelbare Kontaktflächen zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen: so findet die numerische Mathematik und die Optimierung z.B. in den Ingenieurwissenschaften vielfache Anwendung, die Methoden der mathematischen Statistik sind z.B. in der medizinischen Forschung oder auch in der Finanzwirtschaft unabdingbar.

Zur reinen Mathematik werden üblicherweise die Bereiche Algebra und Zahlentheorie, Analysis und Funktionentheorie und auch Geometrie gezählt. Die Abgrenzung zur angewandten Mathematik bedeutet für die gerade genannten Fachbereiche aber nicht, dass ihre Inhalte nicht ebenfalls hochgradig relevant für die "wirkliche Welt" sein können. Oft stellt sich heraus, dass Teile der entwickelten abstrakten Theorien später (manchmal hunderte von Jahren später) überraschende Anwendungen erfahren. So spielen geometrische Überlegungen auf der Sphäre eine wichtige Rolle bei der Ermittlung der zeit- und treibstoffsparendsten Route von Interkontinentalflügen und Resultate der Zahlentheorie sind die Grundvoraussetzung für die moderne Kryptographie (die wiederum z.B. sichere Internetverbindungen überhaupt erst möglich macht).

In Abgrenzung zu anderen Studiengängen der Mathematik zielen die Studiengänge der Wirtschaftsmathematik unmittelbar auf die Vermittlung von speziellen Methoden der Angewandten Mathematik und Stochastik. Die Verzahnung mit den Wirtschaftswissenschaften ist das zentrale Anliegen, wobei sich die Mathematik-nahen Disziplinen innerhalb der Wirtschaftswissenschaften (z. B. Ökonometrie, Spieltheorie und andere quantitativ oder methodisch ausgerichtete Bereiche) zuvorderst anbieten.

Das Studium der Wirtschaftsmathematik ist stark anwendungsorientiert; Gegenstand ist vor allem die Bereitstellung von mathematischen Methoden zur Analyse empirischer Daten. Um große Datenmengen effizient zu überschauen und weiter zu verarbeiten, sind Grundkenntnisse im Bereich Informationstechnologie immens wichtig. Daher gehört zum Studienfach Wirtschaftsmathematik auch eine Grundausbildung in der Informatik. Ziel der Ausbildung ist es, dem angehenden Wirtschaftsmathematiker Kenntnisse auf den wichtigsten Teilgebieten der Mathematik und der Wirtschaftswissenschaften zu vermitteln. Dazu gehören

  • Vertrautheit mit den charakteristischen Methoden mathematischen Schließens und Arbeitens,
  • vertiefte Kenntnisse in speziellen Methoden der Angewandten Mathematik & der Stochastik,
  • Verständnis für Fragestellungen, die sich in marktwirtschaftlich organisierten Wirtschafts-systemen sowohl für die Wirtschaftsordnung als auch für eine Unternehmenspolitik ergeben,
  • Grundkenntnisse in der Informatik.

Angehende Wirtschaftsmathematiker sollten also Interesse und Freude an der Mathematik, Aufgeschlossenheit gegenüber der Wirtschaft und ihren Problemen sowie die Bereitschaft zum Umgang mit Computern mitbringen. Die Absolventen des Studiengangs zeichnen sich durch eine außergewöhnliche interdisziplinäre Kompetenz aus: Sie besteht unter anderem in der Fähigkeit, wirtschaftliche Fragestellungen mit weit überdurchschnittlicher analytischer Stringenz zu durchdringen und zu lösen.

Aufbau des Studiums (Bachelor)

Der Bachelorstudiengang Wirtschaftsmathematik ist in sogenannte Module aufgeteilt. Jedes Modul wird mit einer Modulprüfung abgeschlossen, die ein bis zwei Vorlesungen umfasst. Für bestandene Prüfungen werden Leistungspunkte (ECTS) vergeben (nicht mit den Noten zu verwechseln!), die einem Arbeitsaufwand von etwa 30 Stunden entsprechen sollen. Wenn Sie im Rahmen der Prüfungsordnung 180 ECTS-Punkte erworben haben, erhalten Sie den akademischen Grad eines
Bachelor of Science.

Verteilung der ECTS-Punkte

Der Pflichtbereich umfasst

  • 55 ECTS-Punkte aus Mathematik,
  • 35 aus den Wirtschaftswissenschaften und
  • 25 aus der Informatik.

Der Wahlpflichtbereich umfasst

  • mindestens 10 ECTS-Punkte aus der Mathematik und
  • mindestens 25 ECTS-Punkte aus den Wirtschaftswissenschaften.

Im Bereich der Schlüsselqualifikationen sind 20 ECTS-Punkte zu erwerben, davon 10 ECTS-Punkte durch ein zweimonatiges Praktikum.

Dem Modul der Abschlussarbeit (Thesis) sind 10 ECTS-Punkte zugeordnet.

Exemplarischer Studienplan für den Bachelor Wirtschaftsmathematik

1. Semester (ca. 30 ECTS)

  • Vorkurs (2 ECTS)
  • Propädeutikum (2 ECTS)
  • Analysis 1 (8 ECTS)
  • Lineare Algebra 1 (8 ECTS)
  • Einführung in die BWL (5 ECTS)
  • Einführung in die VWL (5 ECTS)
  • Wahlpflichtveranstaltungen (Wirtschaftswissenschaften)
  • Schlüsselqualifikationen (z.B. Kommunikationskompetenz Mathematik )

2. Semester (ca. 30 ECTS)

  • Analysis 2 (8+2 ECTS)
  • Lineare Algebra 2 (8+2 ECTS)
  • Mikroökonomik 1 (5 ECTS)
  • Makroökonomik 1 (5 ECTS)
  • Wahlpflichtveranstaltungen (Wirtschaftswissenschaften)
  • Schüsselqualifikationen

3. Semester (ca. 30 ECTS)

  • Stochastik 1 (10 ECTS)
  • Beschaffung, Produktion, Logistik (5 ECTS)
  • Investition & Finanzierung (5 ECTS)
  • Algorithmen & Datenstrukturen (10 ECTS)
  • Wahlpflichtveranstaltungen (Wirtschaftswissenschaften)
  • Schlüsselqualifikationen

4. Semester (ca. 30 ECTS)

  • Stochastische Finanzmathematik (9 ECTS)
  • Ökon. Grundl. des Risikomanagements (5 ECTS)
  • Softwaretechnik (10 ECTS)
  • Wahlpflichtveranstaltungen (Mathematik, z.B. Stochastik 2)

5. Semester (ca. 30 ECTS)

  • Programmierpraktikum (5 ECTS)
  • Wahlpflichtveranstaltungen (Mathematik, z.B. Versicherungsmathematik 1 oder Numerik 1)

6. Semester (ca. 30 ECTS)

  • Schlüsselqualifikation Praktikum (10 ECTS)
  • Wahlpflichtveranstaltungen (Mathematik und Wirtschaftswissenschaften)
  • Abschlussarbeit (10 ECTS)

Empfehlungen zu den wirtschaftswissenschaftlichen Wahlpflichtveranstaltungen erhalten Sie in der Fachstudienberatung.

Grundlagen- und Orientierungsprüfung

Durch die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) wird festgestellt, ob Studierende über das Grundwissen für das Fachgebiet verfügen und für das Studium geeignet sind.

Derzeit (Stand 12.02.2013) wird die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsmathematik in folgender Form durchgeführt: Der bzw. die Studierende hat bis zum Ende des zweiten Fachsemesters Teilmodule im Umfang von mindestens 8 ECTS-Punkten aus einem der beiden Module 10-M-ANB (Analysis für Wirtschaftsmathematik) bzw. 10-M-LNB (Lineare Algebra für Wirtschaftsmathematik) sowie Module bzw. Teilmodule im Umfang von mindestens 10 ECTS-Punkten aus dem Unterbereich „Wirtschaftswissenschaft“ des Pflichtbereichs zu bestehen und gegenüber dem Prüfungsamt nachzuweisen. Im Falle des Nichterreichens dieser Vorgabe ist die GOP erstmalig nicht bestanden und kann einmal wiederholt werden, indem der Prüfling am Ende des dritten Fachsemesters entweder aus jedem der beiden Module 10-M-ANB (Analysis für Wirtschaftsmathematik) und 10-M-LNB (Lineare Algebra für Wirtschaftsmathematik) ein Teilmodul im Umfang von jeweils mindestens 8 ECTS-Punkten oder eines der beiden Module 10-M-ANB (Analysis für
Wirtschaftsmathematik) bzw. 10-M-LNB (Lineare Algebra für Wirtschaftsmathematik) im Umfang von 18 ECTS-Punkten besteht und gegenüber dem Prüfungsamt nachweist; zusätzlich sind im Rahmen der Wiederholung der GOP Module bzw. Teilmodule im Umfang von mindestens 15 ECTS-Punkten aus dem Unterbereich „Wirtschaftswissenschaft“ des Pflichtbereichs zu bestehen und gegenüber dem Prüfungsamt nachzuweisen. Werden auch diese Vorgaben nicht erreicht, so ist die GOP endgültig nicht bestanden, was zu einem endgültigen Nichtbestehen des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsmathematik (Erwerb von 180-ECTS-Punkten) führt. (Fachspezifische Bestimmungen für das Studienfach Wirtschaftsmathematik § 6).

Für Studierende, die ihr Studium zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen haben, gelten gegebenenfalls andere Regelungen. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt.

Praktikum

Eine ca. 8-wöchige Praktikantentätigkeit in einem Unternehmen oder in einer anderen Organisation mit wirtschaftsmathematischem Bezug soll während des Studiums für den nötigen Praxisbezug sorgen. Es dient der praktischen Vermittlung relevanter Problemfelder und der Einübung in die Umsetzung der im Fachstudium erworbenen Kenntnisse in die Praxis. Zum Praktikum gehört auch die anschließende Präsentation (ca. 20 Minuten) des Praktikumsberichts (ca. 10 Seiten). Vor Aufnahme eines Praktikums müssen Studierende die Zusage eines Dozenten der Mathematik oder der Wirtschaftswissenschaft einholen, dieses Praktikum zu betreuen. Die Prüfungstätigkeit zu diesem Teilmodul wird dann an diesen Dozenten delegiert.

Abschlussarbeit

Die Abschlussarbeit kann in Mathematik, Wirtschaftswissenschaft oder Informatik oder fachübergreifend innerhalb dieser drei Fächer angefertigt werden. Sie erfordert die selbständige Bearbeitung eines in Absprache mit einem Dozenten ausgewählten, ggf. fachübergreifenden Themas aus der Mathematik, der Wirtschaftswissenschaften oder der Informatik.

Aufbau des Studiums (Master)

Der Master-Studiengang Wirtschaftsmathematik wird von der Fakultät für Mathematik und Informatik und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angeboten. Durch Kombination von mathematischen, wirtschaftswissenschaftlichen, sowie interdisziplinären Inhalten vermittelt der Studiengang folgende Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen:

  • Abstraktionsvermögen
  • Präzision im analytischen Denken
  • ausgewiesene Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu strukturieren
  • fundierte Fähigkeit, Methoden der Angewandten Mathematik, der Stochastik und Statistik, der Finanz- und Versicherungsmathematik, der Betriebswirtschaft und der Volkswirtschaft selbständig auf konkrete Fragestellungen anzuwenden
  • Einsicht in Zusammenhänge verschiedener Teilgebiete der Wirtschaftsmathematik  sowie Einsicht in interdisziplinäre Zusammenhänge im den Bereichen der Mathematik und der Wirtschaftswissenschaft
  • hohes Durchhaltevermögen bei der Lösung schwieriger Probleme
  • hohe Problemlösungskompetenz
  • Fähigkeit zur weitergehenden selbständigen wissenschaftlichen Arbeit
  • Fähigkeit als verantwortlicher Wirtschaftsmathematiker bzw. verantwortliche Wirtschaftsmathematikerin in interdisziplinäre zusammengesetzten Teams aus WirtschaftsmathematikerInnen, WirtschaftswissenschaftlerInnen, InformatikerInnen, MathematikerInnen in Wirtschaft und Industrie mitzuwirken
  • Einsicht und Überblick über die aktuelle Forschung in mindestens einem Teilgebiet der Wirtschaftsmathematik
  • ggf. Promotionsreife in Wirtschaftsmathematik

Idealerweise ergänzt, vertieft und spezialisiert der/die Studierende hierzu seine/ihre in einem Bachelor-Studiengang in Wirtschaftsmathematik oder Mathematik erworbenen Kenntnisse.

Zulassungsvoraussetzungen

Um das Masterstudium aufnehmen zu können, ist ein erfolgreich absolviertes Erststudium (in der Regel ein Bachelor) Voraussetzung. Außerdem müssen bestimmte fachliche Zulassungsvoraussetzungen (im Erststudium erworbene Kompetenzen) gegeben sein (Fachspezifische Bestimmungen für den Masterstudiengang Wirtschaftsmathematik § 4):

  • Kompetenzen im Umfang von insgesamt mindestens 50 ECTS-Punkten aus Modulen in den folgenden Teilgebieten der Mathematik: Analysis (Differential- und Integralrechnung in einer und mehreren Variablen), Lineare Algebra, Stochastik, Finanzmathematik, Versicherungsmathematik, Numerische Mathematik, Operations Research, Optimierung, Modellierung, gewöhnliche Differentialgleichungen, partielle Differentialgleichungen, Vektoranalysis, Funktionentheorie, Algebra, Zahlentheorie, Geometrie, Diskrete Mathematik, Funktionalanalysis, Wissenschaftliches Rechnen
  • Kompetenzen im Umfang von mindestens 20 ECTS-Punkten aus weiteren Modulen in allen Teilgebieten der Mathematik oder Modulen aus der Informatik oder den Grundlagen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre
  • Abschlussarbeit im Umfang von mindestens 10 ECTS-Punkten mit einem Thema aus einem Teilgebiet der Mathematik, der Wirtschaftswissenschaft oder der Informatik oder im Falle einer fächerübergreifenden Abschlussarbeit mit einem Thema, in dem Methoden der Mathematik oder der Wirtschaftswissenschaft wesentlich zum Einsatz kommen.

Diese Kompetenzen werden beispielsweise durch einen Abschluss in Wirtschaftsmathematik (B.Sc.) oder Mathematik mit Anwendungsfach Wirtschaftswissenschaft (B.Sc.) an der Universität Würzburg vermittelt.

Über das Vorhandensein der fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und die gegebene Eignung entscheidet im Rahmen des Bewerbungsverfahrens die zuständige Eignungskommission. Liegen die genannten Zulassungsvoraussetzungen vor, wird der Bewerber zum Masterstudiengang Wirtschaftsmathematik zugelassen.

Promotion

Eine Promotion ist im Anschluss an das Diplom- oder Masterstudium möglich. Voraussetzung für eine Promotion ist allerdings ein überdurchschnittlich guter Studienabschluss (Diplom, Master oder ein vergleichbarer Abschluss). Details für die Zulassung zur Promotion regelt die Promotionsordnung.

Berufsfelder/-aussichten

Die Chancen der Wirtschaftsmathematiker auf dem Arbeitsmarkt werden generell als gut eingeschätzt. Laut Bundesanstalt für Arbeit hat sich in den letzten Jahren die berufliche Situation stark verbessert. Die Wirtschaftsmathematik hat Aufgaben in fast allen Wirtschaftszweigen gefunden.

Der Wirtschaftsmathematiker ist in Planungsabteilungen der Industrie ebenso beschäftigt wie in der Versicherungs- und Kreditwirtschaft, der Informationstechnologie oder im Öffentlichen Dienst. Der Aufgabenbereich ist vielfältig. In der Industrie arbeitet der Wirtschaftsmathematiker etwa an Wirtschaftlichkeitsberechnungen, der Optimierung betrieblicher Abläufe und an der Software-Produktion mit. In der Kreditwirtschaft und im Versicherungswesen entwickeln Wirtschaftsmathematiker Finanzmodelle, berechnen als so genannte Aktuare Versicherungsprämien und Rücklagen oder machen Vorhersagen zu Kosten- und Zinsentwicklungen. Oft sind Wirtschaftsmathematiker in interdisziplinären Teams angestellt. In der Selbstständigkeit arbeiten sie auch als Unternehmensberater oder Gutachter. Das Einstiegsgehalt für Uni-Absolventen liegt etwa bei 35.000 Euro.

In der beruflichen Praxis ist der Diplom-Wirtschaftsmathematiker also häufig Mitarbeiter in einer Gruppe, die vorwiegend aus Nichtmathematikern besteht. Er muss daher in der Lage sein, eine konkret gegebene Aufgabe aus der Fachsprache des Anwendungsgebietes in die Sprache der Mathematik zu übertragen, sie dort einer Lösung zuzuführen und das Ergebnis dann wieder in die Fachsprache des jeweiligen Anwendungsgebietes zu übersetzen.

Diplom-Wirtschaftsmathematiker haben ihre Hauptaufgabengebiete

  • im Versicherungs- und Kreditwesen
  • in der betrieblichen DV-Organisation
  • in Forschung und Entwicklung
  • in der Aus- und Weiterbildung
  • im Finanz- und Rechnungswesen
  • bei DV-Herstellern
  • bei Software-Unternehmen
  • bei Unternehmensberatungen und Marktforschungsinstituten
  • bei Banken, Bausparkassen oder berufsständischen Versorgungseinrichtungen

Würzburger Professoren und Studierende der Wirtschaftsmathematik unternehmen regelmäßig gemeinsam Exkursionen zur Berufsfelderkundung. So informierten sich z.B. im Januar 2007 mehr als 30 Würzburger Studierende der Wirtschaftsmathematik aus erster Hand beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Die Studierenden bekamen Informationen über Praktikums-, Promotions- und spätere Arbeitsmöglichkeiten am ZEW. Die Fachleute gaben ihnen auch allgemeine Bewerbungstipps und einen Überblick über die Struktur des Instituts. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass Wirtschaftsforschungsinstitute besonders an Mitarbeitern interessiert sind, die sowohl wirtschaftswissenschaftliche als auch mathematische Kompetenz besitzen. Für Absolventen des Würzburger Studiengangs Wirtschaftsmathematik sind solche Institute darum gute Adressen für die Stellensuche.

Weitere Informationen zum Arbeitsmarkt Mathematik über das "Informationssystem Studium und Arbeitsmarkt" (ISA)

Tipps für Erstsemester/Hinweise zur Strukturierung des Studiums

In der Neuen Universität, Sanderring 2, befindet sich der Hauptsitz der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Studienanfänger der Wirtschaftsmathematik haben hier im ersten Semester z.B. die beiden Vorlesungen Einführung in die BWL und Einführung in die VWL zu besuchen. Alle Veranstaltungen der Teilgebiete Mathematik und Informatik finden in den Räumen der Fakultät für Mathematik und Informatik auf dem Campusgelände am Hubland statt, die vom Sanderring aus gut über den öffentlichen Busverkehr (vgl. oben: "Die Fakultät") erreichbar sind.

In der Woche vor Vorlesungsbeginn veranstaltet die (studentische) Fachschaft Mathe/Informatik immer ihre "Schnubberwoche" für die Studienanfänger der Fakultät. Sie stellt mit ihrem umfangreichen Programm den optimalen Einstieg ins Studium dar. Das jeweils aktuelle Programm findet man auf der Homepage der Fachschaft.

Adressen

Fachbereiche

Fakultät für Mathematik und Informatik

Am Hubland
97074 Würzburg
Tel.:  (0931) 31-85021
Fax : (0931) 31-84614
Email: dekanat@mathinfo.uni-wuerzburg.de
http://www.mathematik-informatik.uni-wuerzburg.de/

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Sanderring 2
D-97070 Würzburg
http://www.economics.uni-wuerzburg.de/

Fachschaften

Fachschaft Mathematik/Informatik

Zimmer A006
Informatikgebäude
Am Hubland
97074 Würzburg
Telefon (0931) 31-86760
E-Mail: fachschaft@fachschaft.informatik.uni-wuerzburg.de
Homepage: http://www.fmi-wuerzburg.de/

Fachschaft Wirtschaftswissenschaften und Arbeitsgemeinschaft Demokratische Fachschaft an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Sanderring 2
97070 Würzburg
Raum 406
Tel: 0931/31-82607
E-Mail: fachschaftwiwi@mail.uni-wuerzburg.de, fachschaft@wifak.uni-wuerzburg.de, adf@wifak.uni-wuerzburg.de
Homepage: http://adf.wifak.uni-wuerzburg.de/

Fachstudienberatung

Wirtschaftsmathematik - für den mathematischen Teil

Maximilian Zott
Institut für Mathematik
Campus Hubland Nord, Emil-Fischer-Straße 30 (Mathematik West), 97074 Würzburg
Zimmer 00.014 (EG)
Tel.: 0931 / 31-89486
E-Mail: Opens window for sending emailwirtschaftsmathematik@uni-wuerzburg.de
Sprechstunde: sie Homepage

Wirtschaftsmathematik - für den wirtschaftswissenschaftlichen Teil

Dipl.-Math. oec. Katja Greer
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl VWL III
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Zimmer 493
Telefon: 0931 / 31-80220
E-Mail: Opens window for sending emailwirtschaftsmathematik@uni-wuerzburg.de
Sprechstunde: siehe Homepage

Zentrale Studienberatung

Die Zentrale Studienberatung hilft und berät bei allen allgemeinen und fachübergreifenden Fragen.

Zentrale Studienberatung
Ottostr. 16 (Dachgeschoss), 97070 Würzburg
Postanschrift: Sanderring 2, 97070 Würzburg

Offene Sprechstunde: Mo.–Fr. von 8.00-12.00 Uhr und zusätzlich Mi. von 14-16 Uhr
Telefonservice: 0931/31-83183 (Mo.-Fr, jeweils von 9.00-15.00 Uhr)
E-Mail: studienberatung@zv.uni-wuerzburg.de

Die hier wiedergegebenen Studieninformationen sind sorgfältig erstellt und werden regelmäßig aktualisiert. Dennoch können sie in Ausnahmefällen Fehler enthalten, veraltet sein oder nicht alle Sonderfälle wiedergeben. Bitte sichern Sie sich deshalb insbesondere bei zulassungs- und prüfungskritischen Themen auf den entsprechenden Internetseiten der Universität Würzburg bzw. der rechtsverbindlichen Quelle, im Regelfall der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs, ab. Falls Sie eine Ungenauigkeit entdecken, freuen wir uns über einen Hinweis: am einfachsten per Mail an studienberatung@zv.uni-wuerzburg.de.