
Der Bachelorstudiengang Psychologie wird seit dem Wintersemester 2009/2010 an der Universität Würzburg angeboten und tritt zusammen mit dem Master - Studiengang Psychologie an die Stelle des auslaufenden Diplomstudienganges Psychologie. Der Masterstudiengang wurde zum Wintersemester 2012/2013 eingeführt.
Auf dieser Seite finden Sie außerdem Informationen zum Weiterbildungsstudiengang Psychologische Psychotherapie. Psychologische Psychotherapie setzt als Weiterbildungsstudiengang den erfolgreichen Abschluss eines grundständigen Studiengangs Psychologie voraus.
Psychologische Inhalte (v.a. aus der pädagogischen Psychologie) finden sich auch immer im Rahmen des Erziehungswissenschaftlichen Studiums in den Lehramtsstudiengängen.
Studiengang | |
Abschluss | Bachelor of Science (B.Sc.) in 6 Semestern |
Ausprägungen | 180-Punkte-Einzelfach; ein Nebenfach Psychologie wird nicht angeboten |
Studienbeginn | zu einem Winter- und Sommersemester möglich |
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Zulassung/Bewerbung | |
Zulassungsbeschränkung | zulassungsbeschränkt (Uni) |
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Studiengang | |
Abschluss | Master of Science (M.Sc.) in 4 Semestern |
Ausprägungen | 120-Punkte-Einzelfach |
Studienbeginn | zu einem Winter- und Sommersemester möglich |
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Zulassung/Bewerbung | |
Zulassungsbeschränkung | zulassungsbeschränkt (Uni) |
Eignungsverfahren | ja (Achtung: Bewerbung erforderlich! Infos zu Fristen und Verfahren) |
Studiengang | |
Abschlussprüfung | Staatsexamen |
Ausprägungen | Weiterbildungsstudiengang |
Titel | bestandene Prüfung ist Voraussetzung |
Fakultät | Philosophische Fakultät II |
Regelstudienzeit | 6 Semester (Vollzeit), 10 Semester (Teilzeit) |
Studienbeginn | nur zu einem Wintersemester möglich |
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Zulassung/Bewerbung | |
Zulassungsvoraussetzungen | abgeschlossenes Hochschulstudium in Psychologie, welches das Fach klinische Psychologie einschließt |
Zulassungsbeschränkung | Ja, Bewerbung bei Universität nötig |
Eignungsprüfung | persönliches Auswahlgespräch |
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Prüfungen | |
Sprachkenntnisse | keine obligatorisch |
Zwischenprüfung? | ja, frühestens nach dem 3. Semester |
Freiversuch möglich? | nein |
Im Jahr 1896 gründete Oswald Külpe an der Universität Würzburg das Institut für Psychologie. Das Würzburger Institut gehört damit zu den ältesten psychologischen Instituten überhaupt. Oswald Külpe und seinen Mitarbeitern gelang es, eine Forschungsrichtung zu etablieren, die als "Würzburger Schule der Denkpsychologie" weltbekannt wurde. Heute zeichnet sich das Psychologische Institut der Universität Würzburg regelmäßig durch Spitzenpositionen in zahlreichen Hochschulrankings aus. So belegt das Institut im CHE Ranking 2009 einen Platz in der „Excellence Group“.
Lehrstühle & Professuren
Lehrstuhl für Psychologie I (Prof. Dr. P. Pauli):
Lehrstuhl für Psychologie II (Prof. Dr. F. Strack):
Lehrstuhl für Psychologie III (Prof. Dr. W. Kunde):
Lehrstuhl für Psychologie IV ( Prof. Dr. W. Schneider):
Im Rahmen des Psychologiestudiums an der Universität Würzburg beschäftigen sich Studierende maßgeblich mit der wissenschaftlichen Erforschung von menschlichem Denken, Fühlen und Verhalten.
Hierzu gehören unter anderem die Erforschung psychischer Grundfunktionen (z.B. Wahrnehmen, Lernen, Gedächtnis, Sprache, Entstehung von Emotionen, Steuerung von Verhalten), aber auch die Erforschung sozialer Einflussfaktoren auf menschliches Verhalten, die Erforschung der geistigen, sozialen und emotionalen Entwicklung des Menschen über die Lebensspanne, die Erforschung von Persönlichkeitsmerkmalen und interindividuellen Unterschieden im Erleben und Verhalten bis hin zur Erforschung psychischer Störungen sowie deren Diagnostik und Therapie.
Bedingt durch das naturwissenschaftliche Selbstverständnis der Psychologie spielen Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (z.B. experimentelle Überprüfung von Hypothesen), Erkenntnisse aus der Wissenschaftstheorie sowie Statistik ebenfalls eine bedeutende Rolle im Rahmen des Studiums.
Über ein generelles Interesse am Fach Psychologie hinaus sollten Sie über gewisse grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die einen erfolgreichen Verlauf des Studiums erheblich begünstigen. So sind aufgrund der naturwissenschaftlichen, experimentalpsychologischen Ausrichtung des Studiengangs an der Universität Würzburg gute Kenntnisse der Mathematik, zum Beispiel der Stochastik, unerlässlich. Ebenso sollten Sie dazu bereit sein, sich mit natur- wissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen vertraut zu machen und an der experimentellen Erforschung von Denken, Fühlen und Verhalten interessiert sein. Gute Kenntnisse der englischen Sprache sind ebenfalls von Vorteil, da Sie während des Studiums häufig mit englischsprachiger Literatur arbeiten werden.
Studienverlaufsplan
Sem. | SWS | ECTS | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
1 | 06-PSy-EuG | 06-PSY-STAT | 06-PSY-APSY1 | 06-PSY-Soz-PSY | 03-PSY-NeuPhy | 06-PSY-EPSY | 22 | 30 | |
2 | 06-PSY-WDA | 06-PSY-STAT | 06-PSY-APSY1 | 06-PSY-SozPSY | 06-PSY-BioPSY | 06-Psy-EPSY | 06-PSY-DuPPSY | 22 | 30 |
3 | 06-PSY-KLIPSY | 06-PSY-APSY2 | 06-PSY-WIPSY | 06-PSY-BioPSY | 06-PSY-EFM | 06-PSY-DuPPSY Differentielle S 2 SWS | 16 | 30 | |
4 | 06-PSY-KLIPSY Interv. VL&S 4 SWS | 06-PSY-DTT Diagn. VL&Ü | 06-PSY-WiPSY Wirtsch VL& S 4 SWS | 06-PSY-CDD ASQ II | 06-PSY-ML | 06-PSY-PÄPSYPäd. VL&S* | 22 | 30 | |
5 | 06-PSY-DTTDiagn. S | 06-Psy-EisK/Eull... | 06-PSY-Prak | 06-PSY-MLMeth. VL | 06-PSY-PäPSYPäd. S&S | 14 | 30 | ||
6 | 06-PSY-GruVer... | 06-PSY-Pak | 06-PSY-Pak | 06-PSY-BT1 | 4 | 30 | |||
S*= Begleitseminar zur VL (speziell ausgewiesene Seminare)
Weitere Informationen über den Aufbau des Studiums, Prüfungen, etc. entnehmen Sie bitte auf der Seite der
Fachstudienberatung für Psychologie.
Grundlagen- und Orientierungsprüfung
Durch die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) wird festgestellt, ob Studierende über das Grundwissen für das Fachgebiet verfügen und für das Studium geeignet sind.
Derzeit (Stand 03.07.2013) gilt für Studienanfänger der Psychologie, dass am Ende des 2. Fachsemesters 20 ECTS-Punkte aus dem Pflichtbereich nachgewiesen werden müssen, ansonsten gilt die Grundlagen- und Orientierungsprüfung erstmalig nicht bestanden und kann einmal wiederholt werden, indem am Ende des 3. Fachsemesters 30 ECTS-Punkte aus dem Pflichtbereich nachgewiesen werden (
Fachspezifische Bestimmungen des Studiengangs Psychologie § 6).
Für Studierende, die ihr Studium zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen haben, gelten gegebenenfalls andere Regelungen. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt.
Der Masterstudiengang Psychologie (Musterstudienverlaufplan; siehe auch Fachspezifische Bestimmungen) unterteilt sich in folgende Bereiche:
Pflichtbereich
Im Pflichtbereich belegen Sie Module zur Methodenlehre, zur Diagnostik und absolvieren ein 12-wöchiges Praktikum.
Wahlpflichtbereich 1 (Major) und Wahlpflichtbereich 2 (Minor)
In den Wahlpflichtbereichen 1 und 2 wählen Sie aus drei möglichen Fächern eines als Major und eines als Minor. Es ist nicht möglich, das gleiche Fach als Major und Minor zu belegen.
Auswahlmöglichkeiten sind:
Entscheiden, Handeln & Arbeiten
Bildung, Entwicklung & Lebenslanges Lernen
Klinische Psychologie, Interventionspsychologie & Klinische Neurowissenschaften
Sowohl Major als auch Minor des Fachs 'Klinische Psychologie, Interventionspsychologie & Klinische Neurowissenschaften' sind teilnehmerbeschränkt. Sollte es mehr Bewerber als Plätze geben, entscheidet das Los.
Schon bei der Bewerbung auf den Masterplatz müssen Sie angeben, welche Fächer Sie als Major und Minor auswählen möchten. Sie erhalten dann zusammen mit der Zulassung die zusätzliche Information, ob Sie Ihre Wunschkombination belegen können.
Wahlpflichtbereich Projektarbeit
Im Wahlpflichtbereich Projektarbeit können Sie aus folgenden Fächern wählen:
Kognition und Verhalten
Motivation und Emotion
Interindividuelle Unterschiede
Klinische Psychologie und experimentelle Psychotherapieforschung
Verkehrspsychologie
Bildung, Entwicklung & Lebenslanges Lernen
Soziale Kognition
Experimentelle Wirtschaftspsychologie
Verhaltensanalyse und Verhaltensregulation
Experimentelle Klinische Psychologie
Auch wenn wir uns bemühen, jedes Semester jedes Fach anzubieten, kann dies im Wahlpflichtbereich Projektarbeit nicht garantiert werden.
Wahlpflichtbereich Nebenfach
Im Wahlpflichtbereich Nebenfach können Sie aus folgenden Fächern wählen:
Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Einführung in die Informatik für Studierende aller Fakultäten<
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Klinische Neurobiologie
Forensische Psychiatrie
Medienkommunikation
Die meisten Fächer sind teilnehmerbeschränkt. Sollte es mehr Bewerber als Plätze geben, entscheidet die Anzahl der Fachsemester und bei Gleichrang das Los.
Masterarbeit
Die Masterarbeit als empirische Abschlussarbeit hat einen Umfang von ca. 50 Seiten.
Der Master-Studiengang Psychologie ist zulassungsbeschränkt. Sollten es mehr Bewerber als Plätze geben, wird nach der Bachelornote ausgewählt.
Für die Bewerbung müssen Sie Ihren Bachelor-Studiengang noch nicht abgeschlossen haben. Sie müssen allerdings spätestens bis zum 15.9. (WS) bzw. 15.3. (SS) einen Nachweis über den Abschluss des Bachelor-Studiengangs mit den unten aufgeführten Kompetenzen nachreichen, um zum Master-Studiengang zugelassen werden zu können. Planen Sie deswegen Ihre Prüfungsleistungen und den Übergang vom Bachelor zum Master rechtzeitig, insbesondere auch die Bachelorarbeit.
Kompetenzen:
Mindestens 130 ECTS-Punkte in den Kernbereichen der Psychologie (Allgemeine Psychologie, Biopsychologie, Diagnostik, Differenzielle und Persönlichkeitspsychologie, Einführung in empirische und experimentelle Forschungsmethoden, Entwicklungspsychologie, Einführung in die Geschichte der Psychologie, Sozialpsychologie, Testtheorie und Testentwicklung, Methodenlehre, Statistik, Klinische Psychologie und Interventionspsychologie, Pädagogische Psychologie, Wirtschaftspsychologie, Neuroanatomie, Physiologie).
Dabei müssen Kompetenzen in sämtlichen genannten Kernbereichen der Psychologie nachgewiesen werden. In jedem Kernbereich sind Kompetenzen im Umfang von mindestens 1 ECTS-Punkt nachzuweisen, in einzelnen Kernbereichen sind abweichend hiervon Kompetenzen in folgendem Umfang nachzuweisen:
Dabei ist es nicht wichtig, dass Ihre Lehrveranstaltungen exakt den gleichen Titel hatten, sondern dass Kenntnisse aus dem entsprechenden Bereich vermittelt wurden. Wenn das nicht aus dem Titel der Veranstaltungen hervorgeht, ist es notwendig, dass Sie dies bei der Bewerbung nachweisen, z.B. durch eine Bestätigung Ihrer Heimatuniversität. Haben sie etwa das Fach Neuropsychologie im Umfang von 16 ECTS-Punkten belegt und die Neuroanatomie war ein Teil davon, brauchen Sie eine Bescheinigung, aus der dies und der Umfang (z.B. 3 von ECTS-Punkten) hervorgeht.
Der
Weiterbildungsstudiengang ist staatlich anerkannt und entspricht der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten. Der erfolgreiche Abschluss des Weiterbildungsstudiengangs bildet somit die Voraussetzung für den Antrag auf Erteilung der Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten und die Zulassung zur kassenärztlichen Versorgung.
Durch den Weiterbildungsstudiengang sollen die Teilnehmer zur Ausübung selbständiger psychotherapeutischer Heilbehandlungen mit der Vertiefung Verhaltenstherapie bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen sowie von psychischen Folgeerscheinungen körperlicher Erkrankungen befähigt werden. Dies beinhaltet einerseits die theoretische Kenntnis von psychologischen und medizinischen Störungs- und Veränderungsmodellen, von diagnostischen Methoden, von psychologischen Interventionen und deren potentiellen Wirkfaktoren und von institutionellen Rahmenbedingungen. Andererseits beinhaltet der Studiengang die praktische Fähigkeit, diagnostische Methoden und verhaltenstherapeutische Interventionen kompetent und flexibel anzuwenden und dabei den Einfluss eigener Erlebens- und Verhaltensweisen zu berücksichtigen. Diese Ziele werden erreicht durch eine an der Praxis orientierte Auseinandersetzung mit Theorien und empirischen Befunden der Verhaltenstherapie und deren Nachbardisziplinen und durch die Vermittlung praktisch klinisch-psychologischen / psychotherapeutischer Kompetenzen.
Aufbau
Der Weiterbildungsstudiengang richtet sich an Diplom-Psychologen.
Der Weiterbildungsstudiengang erstreckt sich über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren. Er wird in einer Vollzeit- (sechs Semester) und Teilzeitform (10 Semester) angeboten. Alle Voll- und Teilzeitteilnehmer eines Jahrgangs bilden eine geschlossene Ausbildungsgruppe, die innerhalb der ersten sechs Semester gemeinsam Theorieausbildung und Selbsterfahrung absolviert.
Jeder Jahrgang wird für die Dauer des gesamten Studiengangs von einem Mentor betreut. Mentoren führen als Dozenten grundlegende Teile des theoretischen Unterrichts durch. Der Mentor übernimmt zusammen mit dem Koordinator des Studiengangs beratende Funktion in allen die Ausbildung und deren Umsetzung in die berufliche Praxis betreffende Fragen oder Problemen. Für organisatorische Fragen steht der Koordinator des Studiengangs zur Verfügung.
In jedem Semester werden durchschnittlich 100 Unterrichtseinheiten Theorie und 20 Unterrichtseinheiten Selbsterfahrung vermittelt werden. Die Seminare (16 Teilnehmer) finden in der Regel in Form von ein- bis dreitägigen Blöcken statt. Auf die Durchführung von Vorlesungen wird zugunsten von Seminaren aus Gründen der höheren Lerneffektivität in einem kleineren Kreis von Teilnehmer, der auch die Arbeit in Kleingruppen ermöglichen, verzichtet. Die Selbsterfahrung (8 Teilnehmer) wird in zwei- bis dreitägigen Einheiten durchgeführt. Die Supervision verteilt sich gleichmäßig auf die gesamte Weiterbildungszeit. Sie ist abhängig von der praktischen Ausbildung der Teilnehmer und wird von diesen selber festgelegt.
Bewerbung und Zulassung
Für die Zulassung zum Studiengang müssen die folgenden Nachweise eingereicht werden:
Bewerbung mit schriftlicher Begründung des Antrags auf Zulassung, tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild, Nachweis über ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Psychologie, der das Fach Klinische Psychologie einschließt (Kopie des Diplomzeugnisses), Arbeits- bzw. Praktikumszeugnisse, Abiturzeugnis
Neben diesen formalen Voraussetzungen muss ein Bewerber persönlich geeignet sein. Über die Eignung entscheidet der Weiterbildungsausschuss nach einem persönlichen Auswahlgespräch mit dem Bewerber.
Die Anzahl der Plätze ist beschränkt (derzeit je maximal 9 Plätze im Voll- und Teilzeitstudiengang). Über die Vergabe der Plätze entscheidet der Weiterbildungsausschuss.
Inhalte
Der Weiterbildungsstudiengang beinhaltet vier thematische Schwerpunkte: Theorie, Selbsterfahrung, praktische Tätigkeit und praktische Ausbildung.
Theorie der Verhaltenstherapie
Die Theorie der Verhaltenstherapie umfasst insgesamt 600 Stunden kontinuierlich durchgeführte Lehrveranstaltungen. Davon werden insgesamt 200 Stunden Grundlagen der Psychotherapie und 400 Stunden vertiefte Ausbildung in Verhaltenstherapie vermittelt
Selbsterfahrung
Die Selbsterfahrung umfasst insgesamt 120 Stunden. Die Selbsterfahrung beinhaltet die Reflexion oder Modifikation der persönlichen Voraussetzungen für die Durchführung von Psychotherapien und die Reflexion und Modifikation bedeutsamer Aspekte des Erlebens und Handelns in einer therapeutischen Beziehung und mit der persönlichen Entwicklung des Therapeuten.
Praktische Tätigkeit
Die praktische Tätigkeit dient dem Erwerb praktischer Erfahrungen in der Behandlung von Störungen und umfasst insgesamt 1.800 Stunden. Die praktische Tätigkeit untergliedert sich in zwei Abschnitte:
"Psychiatrie": Eine einjährige praktische Tätigkeit mit einem Umfang von 1.200 Stunden in einer psychiatrisch klinischen Einrichtung, die im Sinne des ärztlichen Weiterbildungsrechts zur Weiterbildung für Psychiatrie und Psychotherapie zugelassen ist oder als gleichwertige Einrichtung anerkannt ist. Der Ausbildungsteilnehmer wird in dieser Zeit an der Diagnostik und Therapie von mindestens 30 Patienten beteiligt und muss die Behandlungen dokumentieren."Psychosomatik": Eine halbjährige praktische Tätigkeit mit einem Umfang von 600 Stunden in einer von einem Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtung der psychotherapeutischen/psychosomatischen Versorgung oder in der Praxis eines Ärztlichen oder Psychologischen Psychotherapeuten. Der WAPP kooperiert zum Zwecke der Durchführung der praktischen Tätigkeit mit einer Reihe von psychiatrisch klinischen Einrichtungen und Einrichtungen der psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung.
Praktische Ausbildung unter Supervision
Die praktische Ausbildung unter Supervision beinhaltet die Durchführung und Dokumentation von mindestens zehn Verhaltenstherapien mit einer Gesamtzahl von mindestens 600 Therapiestunden. Die Therapien müssen das Spektrum der unterschiedlichen Diagnosen und Altersgruppen der Patienten umfassen. Die Falldokumentationen müssen wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen, die Diagnostik, Indikationsstellung und Evaluation der Therapieergebnisse mit einschließen, ein ätiologisch orientiertes Krankheitsverständnis nachweisen, den Behandlungsverlauf und die Behandlungstechnik in Verbindung mit der Theorie darstellen und die Reflexion des eigenen Therapeutenverhaltens beinhalten.
Von den 600 Behandlungsstunden können maximal 300 Stunden mit Patienten im stationären Setting (davon maximal 100 Stunden bis zur Zwischenprüfung) durchgeführt werden. Die ambulanten Behandlungen finden in der Regel in der
Institutsambulanz (Marcusstr. 9-11, 97070 Würzburg) statt. Die durchgeführten Therapien werden durchschnittlich nach jeder vierten Behandlungsstunde durch einen qualifizierten und vom Weiterbildungsausschuss anerkannten Supervisor supervidiert. In der Regel wird der Supervisor den Therapieverlauf mittels Videoaufnahmen informiert. Die Supervisionssitzungen werden von den Studiengangskandidaten schriftlich vorbereitet (Formulieren der Anliegen) und nachbereitet (Planung der Umsetzungsschritte).
Die Anzahl der Supervisionsstunden beträgt mindestens 150 Stunden, wobei 50 Stunden in Form von Einzelsupervision und 100 Stunden in der Gruppe mit vier Teilnehmern durchgeführt werden. Die Supervision muss durch mindestens drei verschiedene Supervisoren zu gleichen Teilen erfolgen.
Prüfung
Nach der Hälfte des Weiterbildungsstudiengangs (in der Regel im zweiten Studiengangsjahr) findet eine mündliche Zwischenprüfung statt. Das erfolgreiche Ablegen der Zwischenprüfung berechtigt die Teilnehmer im Rahmen der praktischen Ausbildung Psychotherapien an der Institutsambulanz durchzuführen.
Nach Abschluss aller Studiengangsteile wird ein Zertifikat vergeben. In dem Zertifikat wird bescheinigt, dass der Studiengangsteilnehmer eine "Studiengang zum Psychologischen Psychotherapeuten mit dem Vertiefungsgebiet Verhaltenstherapie" erfolgreich absolviert hat.
Nach Abschluss aller Studiengangsteile (frühestens 6 Semester nach Beginn des Weiterbildungsstudiengangs) kann sich der Absolvent für die staatliche Prüfung (Staatsexamen) bei der Regierung Unterfranken anmelden. Die staatliche Prüfung umfasst einen schriftlichen Teil mit einem Umfang von 120 Minuten (multiple choice) und einen mündlichen Teil, der aus einer 30-minütigen Einzelprüfung und einer 120-minütigen Gruppenprüfung mit vier Teilnehmern besteht. Die mündliche Prüfung wird vor einer staatlichen Prüfungskommission, der vier Prüfer angehören, abgelegt.
Die Prüfungen finden zweimal im Jahr statt. Die Anmeldungsfristen für die Prüfung sind im Januar bzw. Juni des jeweiligen Jahres. Die schriftlichen Prüfungstermine finden im März bzw. August statt (die genauen Termine werden im Internet bekannt gegeben). Die mündliche Prüfung findet in der Regel ein bis sechs Wochen nach der schriftlichen Prüfung statt.
Das Prüfungszeugnis erhält der Studiengangsteilnehmer nach bestandener staatlicher Prüfung von der zuständigen Prüfungsbehörde. Das Prüfungszeugnis ist die wesentliche Voraussetzung für den Antrag auf Approbation, die auf Antrag bei der zuständigen Landesbehörde erteilt wird.
Gebühren
Jeder Teilnehmer ist während des gesamten Studiengangs an der Universität Würzburg als Studierender immatrikuliert und muss daher einen Semesterbeitrag (Studentenwerksbeitrag, Semesterticket und Verwaltungskostenbeitrag) entrichten, wodurch er Vergünstigungen (Mensaberechtigung, kostenloser ÖPNV) erhält.
Für den Weiterbildungsstudiengang sind Weiterbildungsstudiengebühren zu in Höhe von 2.000 € pro Semester zu entrichten. Die Gebühr wird bei der Einschreibung bzw. Rückmeldung fällig. Sie wird nur für die Semester erhoben, in denen die theoretische Ausbildung und die Selbsterfahrung stattfinden (Semester 1 bis 6). Die gesamten Weiterbildungsstudiengebühren betragen somit 12.000 €.
Die Supervisionskosten werden direkt mit dem Supervisor abgerechnet. In der Studiengangsverordnung sind 50 Einzel- und 100 Gruppensupervisionsstunden vorgesehen (1.5.4). Gesamtkosten von 5.800 € fallen hier an:
Einzelsupervision (50 Stunden zu 76 €/Std. = 3.800 €)Gruppensupervision (100 Stunden zu 20 €/Std. = 2000 €)
Die Gesamtkosten für den Studiengang belaufen sich auf insgesamt ca. 19.000€. Die Gesamtkosten können reduziert werden, in dem die Teilnehmer Supervision für in den Kooperationskliniken durchgeführte Behandlungen vor Ort in Anspruch nehmen (maximal 300 Behandlungsstunden mit maximal 75 Supervisionsstunden), da diese Kosten in der Regel von der Einrichtung getragen werden.
Ferner erhalten die Studiengangsteilnehmer eine Rückvergütung für eine in der Institutsambulanz im Rahmen der praktischen Ausbildung erbrachte Behandlungsleistung (genehmigte Therapiestunden, probatorische Sitzungen, Kassenanträge). Deren Höhe und Form wird sich an den in vergleichbaren Ausbildungsgängen üblichen Richtwerten (25-30 € pro Therapiesitzung) orientieren, so dass die Teilnehmer bei z.B. 600 Behandlungsstunden eine Gesamtrückvergütung von bis zu maximal 18.000 € erhalten können.
Eine Promotion im Fach Psychologie ist nach vorheriger, direkter Bewerbung bei den Professor(inn)en möglich. Alternativ kann eine Bewerbung im Rahmen eines interdisziplinären Graduiertenkollegs angestrebt werden (Förderungsdauer begrenzt!).
Mit einem Bachelorabschluss in Psychologie besitzen Sie die grundlegende Qualifikation für ein breites Spektrum an Tätigkeiten in fachlichen Institutionen und in der Privatwirtschaft, z.B. in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Bildung, Arbeitswelt und Kultur. Insbesondere legt der Bachelorstudiengang aber die Grundlagen für den Masterstudiengang, der dann für die wissenschaftliche Tätigkeit und die weitere Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten qualifiziert.
Kennenlerntage
Im Rahmen der Erstsemestereinführung wird zu Beginn jedes Semesters eine Informationsveranstaltung für Studienanfänger angeboten, die in Kooperation mit der studentischen
Fachschaftsinitiative Psychologie (FiPs) durchgeführt wird, und den Einstieg in den Bachelorstudiengang Psychologie erleichtern soll. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie im Vorlesungsverzeichnis der Universität oder auf der Seite der Fachstudienberatung für Psychologie (Abschnitt „Bachelor“).
Kenntnisse und Fertigkeiten
Gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium der Psychologie bilden vertiefte Kenntnisse in den nachfolgend genannten Schulfächern:
Psychologie: Bringt man in diesem Fach gute Noten mit, erleichtert dies den Einstieg ins Studium.Mathematik: In der Psychologie spielen statistische Methoden eine besondere Rolle. Deshalb dürfen lineare Algebra und Wahrscheinlichkeitsrechnung den Studierenden keine größeren Probleme bereiten.Physik/Chemie/Biologie: Solide Grundkenntnisse speziell in Biologie und Chemie sind sinnvoll, da sich die Psychologie zunehmend in Richtung Neurowissenschaften entwickelt. Außerdem ist Psychologie eine experimentell arbeitende Wissenschaft: Kennt man sich in der Versuchsplanung aus, ist das sehr förderlich.Deutsch: Ein Muss für das Studium: Textverständnis, einwandfreier Ausdruck und korrekte Orthografie! Das Fach Deutsch ist immer wichtig, zumal es auch Logik und Dialogfähigkeit fördert und damit das Vermögen, klar diskutieren und vortragen zu können.Latein: Wozu Latein? Mit Lateinkenntnissen kann man medizinische oder psychologische Fachbegriffe herleiten und besser verstehen.Englisch: Die Fachliteratur erscheint vorwiegend in englischer Sprache, sogar in deutschen Publikationen. Studierende müssen sie rasch lesen und verstehen, in Englisch diskutieren sowie englische Referate verfassen und halten können.Informationstechnische Grundausbildung: Studieren ohne PC und Internet? Undenkbar. Man muss sich zumindest mit der elementaren Bedienung auskennen. Anwenderkenntnisse sind auch für das Erstellen von Facharbeiten nötig.
Bachelor/Master:
Institut
Geschäftsführender Vorstand:
Prof. Dr. Fritz Strack
Lehrstuhl für Psychologie II
Röntgenring 10
97070 Würzburg
Tel.: +49(0)931-3182877
Fax: +49(0)931-3182812
strack@psychologie.uni-wuerzburg.de
Fachschaftsinitiative Psychologie
Röntgenring 10
97070 Würzburg
http://www.psychologie.uni-wuerzburg.de/fips/
Sprechstunden: siehe Homepage
Fachstudienberatung
Die Fachstudienberater/innen erteilen detaillierte und weiterführende Auskünfte über Studieninhalte und den Studienaufbau. Die Fachstudienberatung sollte insbesondere auch bzgl. eines geplanten Wechsels an die Uni Würzburg bzw. Quereinstiegs in den jeweiligen Studiengang (Einstieg in ein höheres Fachsemester) hinsichtlich der Prüfung einer möglichen Anrechnung bereits (an einer anderen Hochschule bzw. in einem anderen Studiengang) erbrachter Leistungen kontaktiert werden.
Psychologie
Dipl.-Psych. Christian Tröger
Marcusstr. 9-11, 97070 Würzburg
Zimmer 013
Tel.: +49 931 31-89575
E-Mail:
fachstudienberatung@psychologie.uni-wuerzburg.de
Sprechstunde: siehe
Homepage
Zentrale Studienberatung
Die
Zentrale Studienberatung hilft und berät bei allen allgemeinen und fachübergreifenden Fragen.
Zentrale Studienberatung
Ottostr. 16 (Dachgeschoss), 97070 Würzburg
Postanschrift: Sanderring 2, 97070 Würzburg
Offene Sprechstunde: Mo.–Fr. von 8.00-12.00 Uhr und zusätzlich Mi. von 14-16 Uhr
Telefonservice: 0931/31-83183 (Mo.-Fr, jeweils von 9.00-15.00 Uhr)
E-Mail:
studienberatung@zv.uni-wuerzburg.de
Prüfungsamt
Prüfungsamt für die Studiengänge der Philosophischen Fakultäten
Telefon : 0931 / 31 - 80109
Anschrift : Sanderring 2, 97070 Würzburg, Zimmer 125
Zimbardo, P.G. (2008). Psychologie (18. akt. Auflage). München: PEARSON STUDIUM
Stock, A. & Stock C. (2007). TK-Multimedial Psychologie: Erleben, Verhalten, Bewusstsein, (2. Aufl.). Nürnberg: MMD GmbH.
Die hier wiedergegebenen Studieninformationen sind sorgfältig erstellt und werden regelmäßig aktualisiert. Dennoch können sie in Ausnahmefällen Fehler enthalten, veraltet sein oder nicht alle Sonderfälle wiedergeben. Bitte sichern Sie sich deshalb insbesondere bei zulassungs- und prüfungskritischen Themen auf den entsprechenden Internetseiten der Universität Würzburg bzw. der rechtsverbindlichen Quelle, im Regelfall der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs, ab. Falls Sie eine Ungenauigkeit entdecken, freuen wir uns über einen Hinweis: am einfachsten per Mail an studienberatung@zv.uni-wuerzburg.de.