Der interdisziplinäre Bachelor-Studiengang "Mensch-Computer-Systeme" startete zum Sommersemester 2010.
Er bildet Fachleute für Ergonomie, Usability und Schnittstellengestaltung aus, die die Nutzbarkeit und Bedienbarkeit von Computersystemen optimieren können.
Studiengang | |
Abschluss | Bachelor of Science (B.Sc.) in 6 Semestern |
Ausprägungen | 180-Punkte-Hauptfach (Einzelfach) |
Studienbeginn | nur zu einem Wintersemester möglich |
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Zulassung/Bewerbung | |
Zulassungsbeschränkung | zulassungsbeschränkt (Achtung: Bewerbung erforderlich! Infos zu Fristen und Verfahren) |
Eignungsprüfung | keine |
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Studiengang | |
Abschluss | Master of Science (M.Sc.) in 4 Semestern |
Ausprägungen | 120-Punkte-Einzelfach |
Studienbeginn | zum Winter- und zum Sommersemester möglich |
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Zulassung/Bewerbung | |
Zulassungsbeschränkung Eignungsprüfung | ja (Achtung: Bewerbung erforderlich! Infos zu Fristen und Verfahren) |
Die Arbeitseinheiten des Instituts für Mensch-Computer-Medien repräsentieren ein breites sozial-, kommunikations- und medienwissenschaftliches sowie medientechnisches Spektrum. Sie decken u. a. die Studieninhalte Kommunikation, Medienwissenschaft, Medienproduktion/Medienanalyse, Medienpsychologie, Mediendidaktik/Instruktionspsychologie, Mensch-Maschine-Interaktion, Software-Ergonomie und Neue Medien, Medieninformatik, Methoden der Medienforschung, Medienpraxis, Wirtschaft, Marketing und Werbung ab.
Die beiden Studiengänge Mensch-Computer-Systeme und Human-Computer Interaction werden von den Lehrstühlen "Psychologische Ergonomie" und "Mensch-Computer-Interaktion" aufgebaut. Am Institut für Mensch-Computer-Medien ist auch der Studiengang Medienkommunikation zu finden.
In der modernen Welt werden immer mehr Aufgaben mit Unterstützung von interaktiven Computersystemen durchgeführt. Mögliche Einsatzgebiete finden sich sowohl in sozial als auch in wirtschaftlich relevanten Bereichen wie z.B. der Medizin, der Rehabilitation, der Lehre und der Ausbildung, dem Entertainment, der Produktentwicklung und -fertigung sowie im Verkehrsbereich. Der Studiengang Mensch-Computer-Systeme bildet Fachleute aus, die diese Systeme auf die Bedürfnisse der Nutzer abstimmen, so dass sie effizient, effektiv und zufriedenstellend bedient werden können. In den ersten Semestern lernen die Studierenden die Grundlagen der Ergonomie, Programmierung und statistischen Datenauswertung kennen; in den höheren Semestern wählen sie zunehmend eigene Schwerpunkte aus einer Vielzahl von Angeboten aus den Kernbereichen der Informatik und der Psychologie. Der gesamte Umfang des Studiengangs setzt sich aus klassischen Lehrveranstaltungen, Projektarbeiten in Kleingruppen und Praktika zusammen. So knüpfen Studierende beispielsweise in einem berufsqualifizierenden Praktikum erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern. Auf Grund der großen Nachfrage nach Spezialisten im Bereich Human Factors auf Seiten der Industrie, der Verwaltung und der Forschung bestehen gute Berufsaussichten für Absolventen des Studiengangs Mensch-Computer-Systeme. Zusätzlich bietet der zum Sommersemester 2013 startende, konsekutive Masterstudiengang eine Möglichkeit, erworbene Kenntnisse über den Bachelor hinaus zu vertiefen.
Der Bachelor-Studiengang Mensch-Computer-Systeme ist stark interdisziplinär angelegt. In den ersten Semestern werden Grundlagen aus Informatik und Psychologie sowie spezielle Kenntnisse aus dem Bereich "Human Factors" vermittelt. Unter anderem lernen die Studierenden Methoden des Software-Engineerings und der empirischen Evaluation von Systemen kennen. In Praktika trainieren die Studierenden intensiv die Umsetzung ihres Wissens, etwa bei Fragestellungen der Verkehrswissenschaft oder der Gestaltung von E-Learning-Systemen.
Der Studiengang ist deutschlandweit einzigartig; Sie können ein vergleichbares Fach nur noch an der Universität Hamburg, dort aber in einer anderen Gewichtung der Teilgebiete, studieren.
Strukturierung
Informatik
Grundlagen der Informatik
Algorithmen und Datenstrukturen
Softwaretechnik
Programmierpraktikum
Einführung in die Mensch-Computer-Interaktion
Überblick über Teilgebiete der MCI
Einordnung der Teilgebiete
Softwarequalität
Softwareentwicklung und –test
Programmiersprachen
Software-Praktikum Schnittstellenentwurf
Größeres Softwareprojekt
Arbeiten im Team
Erstellen einer graphischen Benutzerschnittstelle
Fokus auf Design und Usability
Psychologie
Grundlagen Psychologie
Grundlagen der Psychologischen Ergonomie
Emotions- und Motivationspsychologie
Instruktionspsychologie
Psychologische Methoden
Statistik A
Statistik B
Evaluationsmethoden (Versuchsplanung)
Spezielle Methoden
Benutzerzentrierte Gestaltung
Usability und Software-Ergonomie
Interdisziplinär
Seminar: Trends der MCS
Wahlmodule Informatik, Psychologie
Projektarbeiten
Abschlussarbeit
Grundlagen- und Orientierungsprüfung
Durch die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) wird festgestellt, ob Studierende über das Grundwissen für das Fachgebiet verfügen und für das Studium geeignet sind.
Derzeit (Stand 22.07.2013) gilt für Studienanfänger des Fachs Mensch-Computer-Systeme, dass am Ende des 2. Fachsemesters 20 ECTS-Punkte aus dem Pflicht- oder Wahlpflichtbereich nachgewiesen werden müssen, ansonsten gilt die Grundlagen- und Orientierungsprüfung erstmalig nicht bestanden und kann einmal wiederholt werden, indem am Ende des 3. Fachsemesters 30 ECTS-Punkte aus dem Pflicht- oder Wahlpflichtbereich nachgewiesen werden (Fachspezifische Bestimmungen für das Fach Mensch-Computer-Systeme (180 ECTS) §6).
Für Studierende, die ihr Studium zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen haben, gelten gegebenenfalls andere Regelungen. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt.
Der Master-Studiengang Human-Computer Interaction wird von der Philosophischen Fakultät II der JMU mit dem Abschluss „Master of Science“ (M.Sc.) im Rahmen eines konsekutiven Bachelor- und Master-Studienmodells angeboten. Der Grad des Master of Science stellt einen weiteren berufsqualifizierenden und forschungsorientierten Abschluss dar. Das Studium der Human-Computer Interaction (HCI) ist interdisziplinär ausgerichtet und vermittelt neben fachspezifischen Kompetenzen weitergehende Kompetenzen aus der Informatik und der Psychologie. Dazu zählen im Einzelnen:
Psychologie - Pflichtmodule
Theorien (z.B. ABO-Psychologie)
Methoden (z.B. multivariate Methoden der Statistik)
Angewandte Methoden (z.B. Arbeitstitel „Ethik und Professionelles Selbstverständnis”)
Praxis (z.B. Einführung von Software in Unternehmen)
Psychologie – Wahlpflichtmodule
Cognition in the wild / Joint Cognitive Systems
Kognitive Architekturen
Persuasive Interfaces
Physiologische Parameter und Blickbewegung
Informatik - Pflichtmodule
Theorien (z.B. Automaten und formale Sprachen)
Methoden (z.B. Sprachverarbeitung, Textmining)
Angewandte Methoden (z.B. Entwurf und Analyse von Programmen)
Praxis (z.B. Realtime Interactive Systems)
Informatik - Wahlpflichtmodule
Multimodale Schnittstellen
Game Engine Development
Künstliche Intelligenz
Wissensbasierte Systeme
Network and Concurrent Programming
Virtual and Augmented Reality
Zulassungsvoraussetzung
Um das Masterstudium aufnehmen zu können, ist ein erfolgreich absolviertes Erststudium (in der Regel ein Bachelor) Voraussetzung. Außerdem muss folgende fachliche Zulassungsvoraussetzung (im Erststudium erworbene Kompetenzen) gegeben sein: Mindestens 60 ECTS-Punkten aus den Bereichen Grundlagen der Psychologie, Forschungsmethoden und Statistik, Software-Ergonomie & Usability, Methoden benutzerzentrierter Gestaltung, Grundlagen der Informatik, Techniken der Programmierung, Softwaretechnik, Benutzerschnittstellen oder Interaktive Systeme.
Über diese Zulassungsvoraussetzungen hinaus muss der Bewerber auch seine Eignung zur Aufnahme des Masterstudiums nachweisen können (Eignungsverfahren). Dieser Nachweis erfolgt über eine schriftliche Eignungsprüfunf zu folgenden Themen:
• Angewandte Kognitionspsychologie
• Design und Usability Test
• Wissenschaftliches Arbeiten
• Programmierpraxis
• Techniken der Mensch-Computer-Interaktion
• Prinzipien des Softwareentwurfs
Der Test ist bestanden, wenn 50% der Punkte erreicht worden sind. Bei Nichtbestehen wird eine Folgeprüfung durchgeführt.
Ein Bachelorabschluss alleine berechtigt noch nicht zur Aufnahme eines Promotionsstudiums.
Nach dem erfolgreichen Abschluss eines an den Bachelorstudiengang anschließenden Masterstudiums kann das Promotionsstudium aufgenommen werden. Die näheren Zulassungsvoraussetzungen zum Promotionsverfahren regelt die
Promotionsordnung.
Absolventen des Studiengangs Mensch-Computer-Systeme arbeiten in der freien Wirtschaft wie auch in Forschungsorganisationen an der Gestaltung benutzungsfreundlicher Technik. Die Arbeit erfolgt oft in interdisziplinären Projektteams mit Informatikern, Psychologen, Designern, Ingenieuren und Betriebswissenschaftlern. Wie die Anwendungsfelder sind die Berufsbezeichnungen vielfältig und lauten z.B. Usability Engineer, User Researcher, User Interface Konzepter, Information Architect, User Experience Engineer, Game Interface Designer / Architect oder Human Factors Consultant. Typische Aufgaben umfassen die Analyse und Spezifikation von Benutzeranforderungen an technische Systeme, die Konzeption und Umsetzung von Benutzungsschnittstellen sowie deren Überprüfung durch Tests. Absolventen arbeiten in Usability- oder User-Experience-Abteilungen großer Unternehmen, in kleinen Agenturen oder selbständig als Berater. Die Arbeitsmarktlage ist sehr gut, denn die Benutzungsfreundlichkeit ist bereits zu einem zentralen Produktmerkmal
für Konsum- und Investitionsgüter geworden. Unter anderem ist das an den Mitgliederzahlen des Berufsverbandes der deutschen Usability Professionals Association (UPA) abzulesen, die
sich allein in den letzten fünf Jahren verdoppelt haben.
Zu Studienbeginn findet in der Regel eine Einführungsveranstaltung für Erstsemester statt. Hier bekommen Sie sehr hilfreiche Tipps, weshalb eine Teilnahme unbedingt zu empfehlen ist. Die Angaben, wann und wo die Einführungsveranstaltung stattfinden wird, bekommen Sie durch ein Begrüßungsschreiben, das Ihnen kurz nach Ihrer Immatrikulation zugeschickt wird.
Bachelor/Master:
Die Zentrale Studienberatung
Die
Zentrale Studienberatung hilft und berät bei allen allgemeinen und fachübergreifenden Fragen.
Zentrale Studienberatung
Ottostr. 16 (Dachgeschoss), 97070 Würzburg
Postanschrift: Sanderring 2, 97070 Würzburg
Offene Sprechstunde: Mo.–Fr. von 8.00-12.00 Uhr und zusätzlich Mi. von 14-16 Uhr
Telefonservice: 0931/31-83183 (Mo.-Fr, jeweils von 9.00-15.00 Uhr)
E-Mail:
studienberatung@zv.uni-wuerzburg.de
Fachstudienberatung
Die Fachstudienberater erteilen detaillierte und weiter führende Auskünfte über Studieninhalte und den Studienaufbau. Die Fachstudienberatung sollte insbesondere auch bzgl. eines geplanten Wechsels an die Uni Würzburg bzw. Quereinstiegs in den jeweiligen Studiengang (Einstieg in ein höheres Fachsemester) hinsichtlich der Prüfung einer möglichen Anrechnung bereits (an einer anderen Hochschule bzw. in einem anderen Studiengang) erbrachter Leistungen kontaktiert werden!
Fachstudienberatung:
Martin Fischbach
Lehrstuhl für Mensch-Computer-Interaktion
Am Hubland
97074 Würzburg
Raum 116, ehem. Mathematikgebäude, Hubland Süd
Tel.: +49-931-31-86314
E-Mail: fachstudienberatung-mcs@uni-wuerzburg.de
www.hci.uni-wuerzburg.de
Homepage für die Studiengänge Mensch-Computer-Interaktion und Human-Computer Interaktion
Lehrstuhl für Mensch-Computer-Interaktion
Lehrstuhl für Psychologische Ergonomie
Die hier wiedergegebenen Studieninformationen sind sorgfältig erstellt und werden regelmäßig aktualisiert. Dennoch können sie in Ausnahmefällen Fehler enthalten, veraltet sein oder nicht alle Sonderfälle wiedergeben. Bitte sichern Sie sich deshalb insbesondere bei zulassungs- und prüfungskritischen Themen auf den entsprechenden Internetseiten der Universität Würzburg bzw. der rechtsverbindlichen Quelle, im Regelfall der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs, ab. Falls Sie eine Ungenauigkeit entdecken, freuen wir uns über einen Hinweis: am einfachsten per Mail an studienberatung@zv.uni-wuerzburg.de.