Übersicht

Das Studium für das Lehramt an Mittelschulen umfasst in Bayern: 

  • das erziehungswissenschaftliche Studium (Pädagogik, Schulpädagogik und Psychologie)
  • das nicht vertiefte Studium eines Unterrichtsfaches
  • das Studium der Mittelschuldidaktik und der 3 Didaktikfächer

Der Aufbau des Studiums ist modular. Die Gesamtnote errechnet sich 

  • zu 40 % aus den Noten für die Module (studienbegleitend) 
  • zu 60 % aus den Noten im Staatsexamen (am Ende des Studiums)

Nach dem Ersten Staatsexamen folgt das Referendariat (Vorbereitungsdienst als Lehramtsanwärter). Das zweite Staatsexamen schließt die Lehrerausbildung ab.

Lehramt an Mittelschulen (Staatsexamen)

Studiengang

Abschlussprüfung

Staatsexamen

Fakultät

je nach Unterrichtsfach

Regelstudienzeit

7 Semester; mindestens 6, höchstens 11 Semester

Kombinationsregeln

nur bestimmte Fächer und Kombinationen (Didaktikfächer) erlaubt

Studienbeginn

zu einem Winter- und Sommersemester möglich (im Sommersemester mit eingeschränkter Wahl des Unterrichtsfachs)

 

Zulassung/Bewerbung

Zulassungsvoraussetzungen

Neben der allgemeinen Hochschulreife berechtigt auch die fachgebundene Hochschulreife der Berufsoberschule oder der Fachoberschule zum Lehramtsstudium für Mittelschulen.

Vgl. Opens external link in new windowInfoseite zur Studienberechtigung

Zulassungsbeschränkung

nur für das Unterrichtsfach Biologie, ansonsten zulassungsfrei

Eignungsprüfung

nur für die Unterrichtsfächer Sport und Musik

 

Prüfungen

Sprachkenntnisse

je nach Unterrichtsfach

Freiversuch möglich?

ja, nach dem 7. Hochschulsemester für Unterrichtsfach und Didaktikfächer

Aktuelles

Die hier wiedergegebenen Informationen spiegeln die Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) vom 13. März 2008 wieder. Sie gilt seit dem Wintersemester 2008/09 für alle Lehramts-Studienanfänger. Sie kann auf den Seiten des Kultusministeriums eingesehen werden. Das Staatsexamen nach der (nicht modularisierten) Prüfungsordnung von 2002 kann letztmalig im Herbst 2016 ablegt werden.

Durch die letzte, am 1.10.2013 in Kraft getretene Verordnung zur Änderung der LPO I wurde das Lehramt an Hauptschulen umbenannt in Lehramt an Mittelschulen. Zum Prüfungstermin Frühjahr 2017 wird auch im Rahmen der ersten Staatsprüfung ausschließlich dieser Begriff Verwendung finden. Dieser Änderung trägt diese Webseite bereits Rechnung, Sie werden aber auf den Webseiten der Uni Würzburg vielfach noch die alte Bezeichnung Lehramt an Hauptschulen vorfinden. Die Umstellung auf die neue Bezeichnung wird in nächster Zeit sukzessive auch auf anderen Seiten der Uni Würzburg stattfinden.

Gegenstand des Faches

Das Unterrichten ist das Kerngeschäft einer Lehrkraft. Um professionell unterrichten zu können, benötigt man fachliche Kenntnisse sowie didaktisch-methodische Kompetenzen. Daneben gibt es weitere Aufgabengebiete und dementsprechende Kompetenzbereiche, die mit zunehmender Professionalität, Erfahrung und Expertise entwickelt werden. Beispielsweise müssen Aufgaben wie Klassenführung, Elternarbeit, Teilnahme an Sitzungen, Konferenzen und Fortbildungen oder die Organisation und Durchführung von außerschulischen Aktivitäten und Klassenfahrten übernommen werden. Auch die Übernahme besonderer Funktionen im Schulleben wird erwartet. Für diese Vielfalt an Aufgaben benötigt man eine ebenso breite Vielfalt an Kompetenzen.

Dazu gehören vor allem erzieherische und kommunikative Kompetenzen, grundlegende Managementtechniken, Beratungskompetenzen und ein gewisses Knowhow in Verwaltung und Organisation. Dies wird nicht alles im Studium erworben, sondern im Referendariat und im Berufsleben.

Eine Besonderheit der bayerischen Mittelschulen ist eine verstärkte Berufsorientierung, die den Schülerinnen und Schülern vermittelt werden soll. Bereits das Studium an der Universität bietet Möglichkeiten, sich auf diesen Aufgabenbereich als künftige Mittelschul-Lehrkraft vorzubereiten. Die Notwendigkeit als Klassenleiter sehr viel mehr Fächer zu unterrichten, als tatsächlich studiert wurden, sowie die starke Verantwortung für die Vermittlung anschlussfähiger Kompetenzen beim Schüler setzt ein ebenso breites Interessen- und Kompetenzprofil der Lehrkräfte sowie ein starkes pädagogisches Berufsethos voraus.

Das Studium vermittelt in erster Linie Kenntnisse in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und in den Erziehungswissenschaften; dabei wird in den Lehrveranstaltungen, aber auch im Rahmen der Praktika ein Bezug zum späteren Berufsfeld Schule hergestellt. Die Praktika finden in einer Schule statt; dabei ist man teilweise mehrerer Wochen im Block, teilweise an einem Schultag pro Woche in der Schule. Die Betreuung übernehmen Praktikumslehrer und -lehrerinnen. Die Praktika werden grundsätzlich durch universitäre Lehrveranstaltungen begleitet, zudem wird ein enger Kontakt zwischen den Dozenten an der Uni und den Praktikumsbetreuern in den Schulen gesucht.

Das Studium ist die erste Phase der Lehrerbildung. Nach bestandener Lehramtsprüfung schließt sich die zweite Phase, der Vorbereitungsdienst oder Referendariat, an. Diese Phase stellt die staatliche berufspraktische Ausbildungsphase dar, in der die im Studium gewonnenen fachlichen und theoretischen Kenntnisse umgesetzt und angewendet werden. Nach dem universitären Erwerb von Wissen und grundlegenden Kompetenzen erfolgt nun die Ausbildung intensiver praxisbezogener Kompetenzen.

Auch nach dem Berufseintritt hört das Lernen, die ständige Professionalisierung, nicht auf; eine bayerische Lehrkraft ist zu ständiger Fortbildung verpflichtet.

Wer sich entscheidet, Lehrer oder Lehrerin zu werden muss die Bereitschaft zu permanentem Lernen, zur Entwicklung unterschiedlichster Kompetenzen und zur Veränderung der professionellen Anteile seiner Person mitbringen. Er oder sie muss motiviert sein, sich mit unterschiedlichen fachlichen Inhalten auseinanderzusetzen und ständig einen Aktualitätsbezug herzustellen, daneben richtet sich die Motivation auf die Bildung, Erziehung und bestmögliche Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Studienbeginn und -dauer

Der Studienbeginn hängt von den gewählten Unterrichtsfächern ab. Die Mindeststudienzeit beträgt 6 Semester, die Regelstudienzeit 7 Semester, die maximale Studienzeit 11 Semester.

Fachwissenschaftliches Studium

Die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Mittelschulen kann in Bayern nur in bestimmten Fächern abgelegt werden. An der Uni Würzburg sind dies die Fächer:

Ein Studienbeginn zum Sommersemester ist in folgenden Fächern möglich:

Deutsch, Englisch, Ethik (nur als Erweiterungsfach), Geographie, Geschichte

Das Unterrichtsfach wird nicht vertieft studiert, es gliedert sich in die Teilbereiche Fachwissenschaft (54 ECTS-Punkte) und Fachdidaktik (12 ECTS-Punkte).

Eignungstests

Für Sport als Unterrichtsfach ist vor der Einschreibung eine Eignungsprüfung abzulegen. Die Anmeldung zur Prüfung muss spätestens am 1. Juni erfolgen. Der Eignungstest wird von der Uni Passau zentral für Bayern koordiniert und findet an wechselnden Universitäten statt. Umfangreiche Informationen zum Eignungstest und  das Online-Anmeldeformular finden sich ab ca. Mitte März auf dem Opens external link in new windowSporteignungstest-Portal der Uni Passau.

Für Musik als Unterrichtsfach wird die Eignungsprüfung an der Hochschule für Musik (Hofstallstr. 6-8, 97070 Würzburg, T 0931/32187-0) abgelegt. Hier erfolgt auch das Studium des Fachs Musik (Doppeleinschreibung an der Hochschule für Musik und an der Universität Würzburg). Weitere Informationen auf der Opens external link in new windowWebseite der Hochschule für Musik.

Bitte beachten Sie, dass Eignungsprüfungen nur erforderlich sind, wenn Sie eines dieser Fächer als Unterrichtsfach wählen wollen, für Sport, Musik oder Kunst als Didaktikfach (siehe "Didaktik der Mittelschule") müssen Sie keine Eignungsprüfung ablegen!

Sprachvoraussetzungen

Für die Meldung zum Staatsexamen müssen für einige Fächer Sprachkenntnisse nachgewiesen sind. Es sind diese:

  • Deutsch: Kenntnisse in einer Fremdsprache auf dem Niveau A2 des "Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen"
  • Englisch, Französisch: Kenntnisse in Latein oder in einer romanischen Fremdsprache auf dem Niveau A2 des "Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen"
  • Geschichte: Kenntnisse auf dem Niveau A2 des "Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen" in zwei Fremdsprachen oder Kenntnisse in Latein und Kenntnisse in einer Fremdsprache auf dem Niveau A2 des "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen".

Zusätzlich wird eine Fremdsprachliche Qualifikation in Englisch gefordert (Nachweis der Qualifikation auf dem Niveau B2 des ,,Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen“). Dieser Nachweis entfällt, wenn Englisch als Unterrichtsfach oder im Rahmen der Didaktik der Mittelschule gewählt wurde.

Informationen darüber, wie der Nachweis über die verlangten Fremdsprachenkenntnisse geführt werden kann, finden Sie in dieser Opens external link in new windowBekanntmachung des Kultusministeriums. Der Nachweis über Fremdsprachenkenntnisse muss nicht bei Aufnahme des Studiums vorliegen, sondern erst bei der Anmeldung zum Staatsexamen. Fehlende Kenntnisse können also studienbegleitend erworben werden.

Didaktik der Mittelschule

Die Didaktik der Mittelschule besteht aus Mittelschulpädagogik und 3 Didaktikfächern. Sie wählen entweder Didaktikgruppe a (geisteswissenschaftliche Schiene) oder b (naturwissenschaftliche Schiene).

a) geisteswissenschaftliche Schiene:

Deutsch

mit einem der Fächer:

Geschichte
Geographie
Sozialkunde
Arbeitslehre
Englisch

und einem der Fächer:

Musik
Kunst
Sport
Ev./Kath. Religionslehre

Wird als Unterrichtsfach Deutsch gewählt, so ist stattdessen innerhalb der geisteswissenschaftlichen Didaktikgruppe Geschichte, Geographie, Sozialkunde oder Arbeitslehre zu wählen. Alternativ ist es möglich, die naturwissenschaftliche Schiene zu wählen.

b) naturwissenschaftliche Schiene:

Mathematik

mit einem der Fächer:

Biologie
Chemie
Physik
Arbeitslehre
Englisch

und einem der Fächer:

Musik
Kunst
Sport
Ev./Kath. Religionslehre

Wird als Unterrichtsfach Mathematik gewählt, so ist stattdessen innerhalb der naturwissenschaftlichen Didaktikgruppe Biologie, Chemie, Physik oder Arbeitslehre zu wählen. Alternativ ist es möglich, die geisteswissenschaftliche Schiene zu wählen.

Wird als Unterrichtsfach Musik oder Kunst oder Sport oder Evangelische oder Katholische Religionslehre gewählt, so muss als drittes Didaktikfach ein anderes der oben genannten Didaktikfächer gewählt werden. Innerhalb der Didaktikgruppe darf ein Fach nicht zweimal gewählt werden.

Das erziehungswissenschaftliche Studium (EWS)

Das erziehungswissenschaftliche Studium erstreckt sich auf folgende Gebiete:

  • Allgemeine Pädagogik, unter anderem:
    • Sozialisationstheorien und empirische Sozialisationsforschung
    • Ideen-, Sozial- und Institutionengeschichte der Pädagogik
    • pädagogische Anthropologie
  • Schulpädagogik, unter anderem:
    • Theorie der Schule als Institution und Organisation
    • Beurteilen und Evaluieren von Lehr-Lernprozessen
    • individuelle Förderung und Beratung
  • Psychologie, unter anderem:
    • Differentielle und Persönlichkeitspsychologie im Kontext der Schule
    • Sozialpsychologie der Schule und Familie
    • Auffälligkeiten im Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen

Das Staatsexamen in EWS kann bereits vor den Prüfungen in den übrigen Fächern abgelegt werden, sobald alle notwendigen Leistungsnachweise vorliegen (Vgl. LPO I, § 22 Abs. 4). In der Praxis bedeutet dies, dass Sie bei der Meldung zum vorgezogenen EWS-Examen das Pädagogisch-didaktische Praktikum absolviert haben müssen und außerdem 35 Punkte aus EWS (29 ECTS aus den eigentlichen EWS-Modulen + 2 ECTS aus Pädagogisch-didaktischem Praktikum (Begleitveranstaltung und Praktikumsbericht) + 4 ECTS aus studienbegleitendem fachdidaktischen Praktikum) sowie die 8 Punkte aus den Gesellschaftswissenschaften (GWS) nachweisen können müssen. Näheres zu den einzelnen Bereichen finden Sie unten unter "Aufbau des Studiums".

Praktika

Zu Beginn des Lehramtsstudiums sind noch keine Praktika vorzuweisen, jedoch haben Sie die Möglichkeit, das Betriebs- und Orientierungspraktikum vor dem Studium (jedoch erst nach der letzten Abiprüfung) abzuleisten, was sich insbesondere für das Orientierungspraktikum auch empfiehlt.

Jeder Studierende hat 5 Praktika abzuleisten; deren Nachweise sind Voraussetzungen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung. Im Einzelnen sind dies:

  • ein Betriebspraktikum
  • ein Orientierungspraktikum
  • ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum
  • ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum im Unterrichtsfach
  • ein zusätzliches studienbegleitendes Praktikum in einem der gewählten Didaktikfächer

Betriebspraktikum von acht Wochen Dauer in einem Produktions-, Weiterverarbeitungs-, Handels- oder Dienstleistungsbetrieb (auch im Ausland möglich).

Es soll einen gründlichen Einblick in die Berufswelt außerhalb der Schule vermitteln.

Mit den Zielen des Betriebspraktikums nicht vereinbar sind z.B. Tätigkeiten wie Kassieren, Lagerarbeiten, Lieferfahrten, Bedienen in Gaststätten u.ä.. Tätigkeiten in Bildungs- oder Erziehungseinrichtungen werden nur anerkannt, wenn sie im Bereich der Verwaltung abgeleistet wurden. Falls Zweifel bestehen, ob eine bestimmte Tätigkeit anerkannt wird, wird dringend empfohlen, das Praktikumsamt zu kontaktieren.

Das Praktikum kann in Abschnitten zu mindestens zwei Wochen Umfang absolviert werden. Der Studierende muss sich selber um den Praktikumsplatz (bzw. die Praktikumsplätze) kümmern. Das Praktikum kann ganz oder teilweise vor Aufnahme des Studiums abgeleistet werden, aber in der Regel erst nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung.

Die Praktikumsbetriebe müssen eine Bescheinigung ausstellen, auf der neben Angaben zur Dauer der Tätigkeiten auch ein stichpunktartiger Überblick über die Inhalte des Praktikums enthalten ist (Vordruck). Der Nachweis über die ordnungsgemäße Ableistung des Betriebspraktikums ist eine der Zulassungsvoraussetzungen für die Erste Staatsprüfung.

ein Orientierungspraktikum von drei bis vier Wochen Dauer

Es sollte vor Beginn des Studiums (allerdings erst frühestens nach Ablegen der letzten Abiturprüfung) absloviert werden, spätestens aber vor dem Antritt zum schulpädagogischen Blockpraktikum.

Es dient dem Kennenlernen der Schule aus der Sicht des Lehrers und der ersten Überprüfung der Eignung und Neigung. Mindestens eine Woche muss an einer öffentlichen oder staatlich anerkannten privaten Schule abgeleistet werden, die übrige Zeit kann auch in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe oder an einer vorschulischen Bildungseinrichtung abgeleistet werden.

Der Studierende wendet sich selbstständig an das zuständige Schulamt, falls das Praktikum an einer Grund- oder Mittelschule abgeleistet werden soll, ansonsten unmittelbar an die Leitung der Schule oder Einrichtung. Über die Ableistung des Orientierungspraktikums stellt der Leiter der Praktikumsstätte eine Bescheinigung aus (Vordruck in dieser Broschüre).

Das Orientierungspraktikum soll an Schulen ca. 20 Stunden pro Woche umfassen, wobei die tägliche Anwesenheit an der Schule drei Unterrichtsstunden nicht unterschreiten darf. Das Orientierungspraktikum kann sich z. B. auf folgende Tätigkeiten erstrecken:

- Hospitationen in verschiedenen Fächern in mehreren Jahrgangsstufen

- Mithilfe bei der Unterrichtsorganisation; Übernahme kleinerer Abschnitte innerhalb einer Unterrichtsstunde

- Teilnahme an außerunterrichtlichen Veranstaltungen

Pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum

Es hat einen Umfang von 150 bis 160 Unterrichtsstunden, die in der Regel im Laufe von zwei aufeinander folgenden Schulhalbjahren abgeleistet werden sollen (zwei Blöcke in der vorlesungsfreien Zeit). Voraussetzung für die Aufnahme des pädagogisch-didaktischen Schulpraktikums ist der Nachweis der erfolgreichen Ableistung des Orientierungspraktikums.

In diesem Praktikum sollen die Studierenden die Aufgabenfelder einer Lehrkraft insbesondere unter pädagogisch-didaktischen Gesichtspunkten kennen lernen, dabei sollen auch fachdidaktische Ansätze zum Tragen kommen.

Gegen Ende des pädagogisch-didaktischen Schulpraktikums ist mit den Studierenden jeweils ein ausführliches Beratungsgespräch zu führen, in dem die mit der Betreuung beauftragten Lehrkräfte die Beobachtungen während des Praktikums zusammenfassend darstellen; dieses Gespräch soll den Studierenden helfen, ihre Eignung und Neigung für den angestrebten Beruf realistisch einzuschätzen.

Die Uni Würzburg bietet zur Vorbereitung auf das pädagogisch-didaktische Praktikum eine Begleitveranstaltung an, die im Semester vor dem ersten Block besucht werden muss (1 ECTS-Punkt). Im Anschluss an das pädagogisch-didaktische Praktikum ist ein Praktikumsbericht zu verfassen (1 ECTS-Punkt). In der Begleitveranstaltung erfahren Sie alle relevanten Informationen zu Anmeldung und Ablauf auch bezüglich aller weiteren Praktika im Studienverlauf.

Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum

Es findet während eines Semesters einmal jede Woche statt und umfasst dabei mindestens 4 Stunden Unterricht einschließlich Besprechung.

Es bezieht sich auf das studierte Unterrichtsfach (nicht auf ein eventuelles Erweiterungsfach). Die Studierende sollen erste Erfahrungen mit der fachspezifischen Planung und Analyse von Unterricht sowie Unterrichtserfahrung sammeln.

Es soll möglichst nicht vor dem dritten Semester und nicht nach dem fünften Semester stattfinden. Das Praktikum wird mit einer im selben Semester stattfindenden Lehrveranstaltung verbunden, die der entsprechende Fachbereich anbietet. Die Teilnahme ist verpflichtend.

Die Platzvergabe erfolgt durch das Praktikumsamt.

In dem Praktikum haben die Studierenden folgende Ziele:

- Kenntnis fachspezifischer Arbeitsweisen anhand einzelner Unterrichtsmodelle

- Unterrichtsbeispiele und Unterrichtsprojekte in verschiedenen Jahrgangsstufen

- Vorbereitung und Analyse unterrichtlicher Vorhaben

- mindestens einen Unterrichtsversuch

ein zusätzliches einsemestriges studienbegleitendes Praktikum in der Mittelschule

(vgl. LPO I vom 13.3.2008, § 36 Abs. (1) Nr. 1)

Dauer: 1 Semester
Ablauf: studienbegleitend  1 Tag pro Woche á 4 Unterrichtsstunden einschließl. Besprechung
Ziele: Analyse, Planung, Durchführung, Kontrolle und Beurteilung des Unterrichts in der Mittelschule; Durchführung mindestens eines Unterrichtsversuchs in Zusammenarbeit mit der zuständigen HochschullehrerIn.

Aufbau des Studiums

Allgemeiner Aufbau des Studiums

In Bayern ist das Lehramtsstudium in der Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) von  2008 geregelt.
Diese finden Sie auf den Opens external link in new windowWebseiten des bayerischen Kultusministeriums. Die folgende Tabelle gibt einen strukturellen und inhaltlichen Überblick über die Teilbereiche und ihre Gewichtung:

Bereich

Teilbereich

Erläuterung

Leistungspunkte

 

Unterrichtsfach  
(1 Fach)

Fachwissenschaft

Insgesamt 54 Leistungspunkte (LP); davon mindestens 45 Leistungspunkte nach den jeweiligen Bestimmungen in §§ 40 bis 58

54

 

Fachdidaktik

Insgesamt 12 Leistungspunkte; davon mindestens 10 Leistungspunkte nach § 33 sowie den jeweiligen Bestimmungen in §§ 40 bis 58

12

 

Didaktikblock
(3  
Fächer):

Didaktik der Mittelschule (3 Fächer, § 38)

Deutsch oder Mathe

2. Fach abhängig vom 1. Fach

Musik, Kunst oder Sport

Insgesamt 70 LP im Didaktikblock, davon min. 55 bzw. 58 LP nach § 38, nämlich: min. 51 LP aus den 3 Didaktikfächern (17 LP pro Fach), min. 4 LP aus Mittelschulpädagogik und –didaktik und (ab Prüfungstermin Frühjahr 2017) min. 3 LP aus dem Bereich Berufsorientierung

70

 

 

 

 

 

EWS
(Erziehungswissen-schaften)
[
§ 32 ]

Allgemeine Pädagogik

Sozialisationstheorien und empirische Sozialisationsforschung; Ideen-, Sozial- und Institutionengeschichte der Pädagogik; pädagogische Anthropologie

mindestens   7 *1

 

Schulpädagogik

Theorie der Schule als Institution und Organisation; Beurteilen und Evaluieren von Lehr-Lernprozessen; individuelle Förderung und Beratung

mindestens   7 *1

 

Psychologie

Differentielle und Persönlichkeitspsychologie im Kontext der Schule; Sozialpsychologie der Schule und Familie; Auffälligkeiten im Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen

mindestens 10 *1

 

[weitere Veranstaltungen]

10 Leistungspunkte sind aus lehramtsspezifischen Veranstaltungen aus dem Angebot der Hochschule oder aus Lehrveranstaltungen aus der Fachdidaktik zu erbringen [vgl. § 22, Abs. (2), Nr.3., a]

10 + 1*1

 

Gesellschafts- wissenschaften

Politikwissenschaft, Soziologie, Volkskunde

 8 (davon 3 aus Theologie/Philo-sophie bzw. 5 aus Theologie, wenn Religionslehre als Unterrichts- oder Didaktikfach studiert wird.)

 

Ev. bzw. kath. Theologie/ Philosophie

 

 

( SUMME EWS )

( 35 + 8 = 43)

 

Praktikum *2

pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum [vgl. § 34 Abs. (1) Satz 1 Nr. 3 und 4c ]

6

 

Zulassungsarbeit

Schriftliche Hausarbeit im Unterrichtsfach oder in EWS oder auch in einem Gebiet , das sich auf zwei Bereiche erstreckt. (Nicht aber möglich in einem Erweiterungsfach!) [vgl. § 29]

10

 

sonstiges

weitere lehramtsspezifische Veranstaltungen aus EWS, Didaktikblock, U-Fach  (Fachwissenschaft und/oder Fachdidaktik),  Zulassungsarbeit und/oder pädag.-didak. Praktikum [vgl. § 22, Abs. (2), Nr.1., h]

15

 

 

 

 

210 *1

 

Erläuterung der Fußnoten zur Tabelle Lehramt an Mittelschulen:
*1 Insgesamt sind mindestens 25 (!) Leistungspunkte aus der Allgemeinen Pädagogik, der Schulpädagogik und der Psychologie nachzuweisen

*2 Achtung: Insgesamt sind mindestens 5 Praktika abzuleisten, deren Nachweise Voraussetzungen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung sind [vgl. LPO I vom 13.3.2008, §34]!
Siehe auch voriger Abschnitt „Praktika“

 

Aufbau des Studiums in Würzburg

Die allgemeinen Regelungen zum Studienaufbau gemäß LPO I werden in Würzburg durch folgenden Rahmenstudienstrukturplan umgesetzt:

Fachsemester

EWS

Studienbegl. fachdidakt.
Praktikum

Begleit-veranst.

Schul-prakt.

Gesell-schafts-
wiss.

Hausarbeit

Mittel- schul- didaktik

Unterrichts-
fach

Freier Bereich

Summe

 

EWS

gesamt:

35

 

 

 

 

 

 

 

1

4

 

11)

 

 

 

10

13

3

30

Semesterferien

31)

2

 

 



3

 

10

13

 

30

Semesterferien

31)

3

4

 

11)


 

 

10

11

1

30

4

5

4

 

 

 

 

10

9

2

30

5

4

 

 

 

5

 

10

9

2

30

6

4

 

 

 

 

10

10

6

 

30

7

8

 

 

 

 

 

10

5

7

30

Summen:

29

4

2

6

8

10

70

66

15

210

 1) Das pädagogisch-didaktische Praktikum findet in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem ersten und zweiten und dem zweiten und dritten Semester statt. Die Begleitveranstaltung im ersten Semester dient also der Vorbereitung auf das Praktikum. Der ECTS-Punkt, der im dritten Semester in der Spalte "Begleitveranstaltung" angegeben ist, wird für einen Praktikumsbericht vergeben. (Anmerkung zur Summe der ECTS-Punkte in jedem Semester: Die ECTS-Punkte des ersten Teils des Praktikums + Begleitveranstaltung werden dem zweiten Semester zugerechnet, die Punkte des zweiten Teils + Praktikumsbericht dem dritten Semester.)

Didaktik der Mittelschule

Im Rahmen der Didaktik der Mittelschule sind insgesamt 70 ECTS-Punkte zu erbringen. Diese verteilen sich auf die 7 Semester wie folgt:

Sem.

Mittelschulpädagogik und -didaktik

1. Fach

2.Fach

3.Fach

Summe

 



 

1


5

 

 5

10

2

5


 5

 

10

3


 5


 5

10

4

51)

 


 5

10

5


 5

5


10

6


 

5

5

10

7

5

5

 Summe

10

20

20

20

 70

1) Das zusätzliche studienbegleitende Praktikum in einem der drei Didaktikfächer wird in der Mittelschuldidaktik verbucht (3 ECTS-Punkte).

Beachten Sie bitte, dass dieser Plan lediglich einen Vorschlag darstellt. In der Realität mag es insbesondere hinsichtlich des Praktikums sein, dass Sie dieses in einem anderen als dem angegebenen Semester absolvieren. (Nicht alle Fächer werden in allen Semestern (Winter/Sommer) angeboten; abgesehen davon hängt der Verlauf natürlich auch von der Verfügbarkeit von Praktikumsplätzen ab.)

Das erziehungswissenschaftliche Studium (EWS)

Im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Studiums sind 29 ECTS-Punkte aus den eigentlichen EWS-Fächern (Pädagogik, Schulpädagogik, Psychologie) sowie zusätzlich 6 ECTS-Punkte aus den Praktika zu erbingen (vgl. Rahmenstudienstrukturplan). Für die eigentlichen EWS-Fächer sind diese Module zu belegen:

  • Schulpädagogik:
    06-Schul-GL = Grundlagen der Schulpädagogik (4 ECTS)
    06-Schul-VT = Vertiefungsmodul Schulpädagogik (4 ECTS)
    (trotz der Bezeichnung müssen die Grundlagen nicht zwingend vor der Vertiefung belegt werden)
  • Allgemeine Pädagogik:
    06-AEW1-LA = Allgemeine Erziehungswissenschaft (4 ECTS)
    06-EBF1 = Empirische Bildungsforschung (4 ECTS)
  • Psychologie:
    06-Psy-LernSoz = Pädagogische Psychologie des Lehrens und Lernens / Sozialpsychologie der Schule und der Familie (4 ECTS)
    06-Psy-DiffDia = Differentielle und Persönlichkeitspsychologie / Pädagogisch-psychologische Diagnostik und Evaluation (5 ECTS)
    06-Psy-EntAu = Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters / Auffälligkeiten im Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen (4 ECTS)

Einen förmlichen Studienverlaufsplan gibt es dabei nicht. Sie können also die Module in (beinahe) beliebiger Reihenfolge belegen, wobei Sie folgende Hinweise beachten sollten:

  1. Die beiden Module der allgemeinen Pädagogik (06-AEW1-LA und 06-EBF1) sollten erst im fortgeschritteneren Studienverlauf belegt werden (nicht vor dem dritten Semester).
  2. Das Psychologiemodul 06-Psy-DiffDia sollte ebenfalls nicht vor dem dritten Fachsemester und idealerweise als letztes Psychologiemodul belegt werden.
  3. Das Psychologiemodul 06-Psy-EntAu sollte nicht unbedingt vor 06-Psy-LernSoz belegt werden.

Insbesondere wenn Sie vorhaben, das EWS-Examen vorzuziehen, ist es notwendig, von den Vorgaben des Rahmenstudienstrukturplans abzuweichen und die erziehungswissenschaftlichen Module schneller zu absolvieren als im Rahmenstudienstrukturplan vorgesehen. Planen Sie außerdem in jedem Fall ein Semester "Puffer" zwischen dem Belegen Ihres letzten EWS-Moduls und dem Ablegen der Staatsprüfung ein, da es andernfalls zu Problemen mit dem fristgerechten Nachweis der erforderlichen ECTS-Punkte kommen kann!

Weitere Informationen zum erziehungswissenschaftlichen Studium allgemein finden Sie auf dieser Opens external link in new windowInfoseite der beteiligten Lehrstühle. Hinweise zur Staatsprüfung (Organisatorisches, Literaturlisten, Prüfungsthemen vergangener Semester etc.) sind auf den Webseiten der einzelnen Lehrstühlen veröffentlicht:

Gesellschaftswissenschaften (GWS)

Wie Sie dem Rahmenstudienstrukturplan entnehmen können, müssen im gesamten Studium 8 ECTS-Punkte aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich erworben werden. Mögliche Fächer sind: Katholische/Evangelische Theologie, Philosophie, Politologie, Soziologie, Volkskunde. Wer Katholische/Evangelische Religionslehre als Unterrichts- oder Didaktikfach studiert, muss mindestens 5 dieser 8 Punkte im Bereich der studierten Theologie absolvieren. Die restlichen 3 Punkte können aus jedem beliebigen der genannten fünf Fächer stammen. Wer nicht Religionslehre als Unterrichts- oder Didaktikfach studiert, muss mindestens 3 der 8 Punkte in Theologie oder Philosophie absolvieren, die übrigen 5 können aus jedem beliebigen der genannten Fächer stammen.

Weitere Zulassungsvoraussetzungen

Zusätzlich zu den im Rahmenstrukturplan aufgeführten ECTS-Punkten müssen folgende fachliche Zulassungsvoraussetzungen für die Meldung zum Ersten Staatsexamen nachgewiesen werden:

  1. Fremdsprachliche Qualifikation in Englisch (Nachweis der Qualifikation auf dem Niveau B2 des "Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen"; dies gilt nicht, wenn Englisch als Unterrichtsfach oder als Didaktikfach gewählt wurde.)

  2. Basisqualifikation im Fach Sport (Dies gilt nicht, wenn Sport als Unterrichtsfach oder als Didaktikfach gewählt wurde.)

  3. Falls Kunst als Didaktikfach gewählt wurde, ist eine Lehrveranstaltung aus dem Bereich Gestalten im Schulalltag, die einem Umfang von zwei Semesterwochenstunden entspricht, als zusätzliche Leistung nachzuweisen.

  4. Falls Sport als Didaktikfach gewählt wurde, sind folgende zusätzliche Leistungen nachzuweisen:

    • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Bronze (nicht älter als drei Jahre),
    • Deutsches Sportabzeichen in Bronze,
    • erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung in Erster Hilfe (mind. 16 Stunden, nicht älter als drei Jahre),
    • Teilnahme an einer Opens external link in new windowWinter- oder Sommersportwoche

Staatsexamen

Für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung ist im Unterrichtsfach oder in den Erziehungswissenschaften eine schriftliche Hausarbeit (Zulassungsarbeit) anzufertigen. Das Thema soll spätestens ein Jahr vor der Meldung zur Prüfung mit einem Prüfer vereinbart werden.

Die Erste Staatsprüfung muss im Ganzen abgelegt werden (kann also nicht fachweise absolviert werden). Lediglich die erziehungswissenschaftlichen Prüfung kann vorgezogen werden. Bei Nichtbestehen kann die Staatsprüfung für das jeweilige Fach einmal wiederholt werden.

Die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Mittelschulen soll im Anschluss an die Vorlesungszeit des 7. Semesters abgelegt werden, spätestens aber nach dem 11. - andernfalls gilt man als erstmals durchgefallen. Wenn alle notwendigen Leistungen vorliegen, kann das Staatsexamen auch bereits nach dem 6. Semester absolviert werden.

Den Studierenden wird ein Freiversuch eingeräumt, wenn sie das Staatsexamen an dem nächstmöglichen Prüfungstermin nach der Vorlesungszeit des 7. Semesters absolvieren. Dies bedeutet, dass die Prüfung als nicht abgelegt gilt, wenn sie nicht bestanden wurde. Falls sie bestanden wurde, kann sie zur Notenverbesserung zweimal wiederholt werden.

Die Note des Staatsexamens zählt 60% der Gesamtnote. Die anderen 40% errechnen sich aus den Noten der studienbegleitenden Modulprüfungen.

Erweiterung/Zusatzqualifikation

Das Studium für das Lehramt an Mittelschulen kann an der Uni Würzburg erweitert werden durch

  • das Studium der Didaktiken einer Fächergruppe der Grundschule
  • das Studium eines weiteren Unterrichtsfachs oder des Faches Ethik
  • das Studium einer fremdsprachlichen Qualifikation nach §113 LPO I

Für die Zulassung zu Erweiterungsprüfungen sind im Regelfall keine oder nur wenige universitäre Leistungsnachweise vorzulegen. Allerdings sind die ggf. notwendigen Sprachvoraussetzungen oder Eignungstests nachzuweisen.

Die Erweiterungsprüfungen können auch nach dem Erwerb der Lehrbefähigung absolviert werden (sog. nachträgliche Erweiterungen), also auch während der Berufstätigkeit abgelegt werden.

Die Zentrale Fortbildung von Lehrkräften in Bayern erfolgt an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen.

Hinweise zur Berücksichtigung einer Erweiterungsprüfung bei der Einstellung in den Staatsdienst finden Sie auf der Webseite des Kultusministeriums.

Bachelor-Abschluss

Im Wintersemester 2012/13 wurde an der Uni Würzburg der Bachelorstudiengang "Grundbildung im Jugendalter" (B.A.) eingeführt. Alle Studierende des Lehramts an Mittelschulen können unter Anrechnung ihrer im Lehramt erbrachten Leistungen diesen Abschluss erwerben. Er wird also auf Antrag - unabhängig von den studierten Fächern und ohne zusätzliche Leistungen - allein über das Studium des Lehramts an Mittelschulen erlangt. Der Antrag auf Verleihung des akademischen Grades eines Bachelor kann ab dem Zeitpunkt gestellt werden, zu dem die für den Erwerb des Bachelor nötigen ECTS-Punkte nachgewiesen werden können; er muss spätestens ein Jahr nach der Exmatrikulation aus dem einschlägigen Lehramtsstudium gestellt werden.

Es müssen - für den Bachelor einschlägige - Module im folgenden Umfang nachgewiesen werden:

Bereich

ECTS-Punkte

Erziehungswissenschaften

27

Pädagogisch-didaktisches Praktikum

6

Gesellschaftswissenschaften

8

Didaktik der Mittelschule

60

Unterrichtsfach (Fachwissenschaft- und didaktik)

61

Freier Bereich

8

Abschlussarbeit (Thesis)

10

Die Module des Lehramtsstudiums, die für den Bachelor einschlägig sind, sind in den Opens external link in new windowFachspezifischen Bestimmungen des jeweiligen Faches kenntlich gemacht.

Abgesehen von dieser institutionalisierten Form, im Lehramtsstudium einen Bachelorabschluss zu erwerben, besteht natürlich nach wie vor die Möglichkeit eines klassischen Doppelstudiums. Prinzipiell ist es also möglich, parallel zu oder nach dem Lehramtsstudium auch einen Bachelorabschluss (im Unterrichtsfach und ggf. einem weiteren Fach) zu erlangen. Allerdings ist hier mit deutlichem Mehraufwand zu rechnen.

Berufsfelder/-aussichten

Mittelschullehrer erteilen allgemeinbildenden Unterricht in den Klassen 5 bis 10. Als Klassenlehrer/innen unterrichten sie fächerübergreifend oder einzelne Fächer wie Musik, Kunsterziehung, Handarbeiten oder Sport. Neben den fachlichen erfüllen sie täglich erzieherische Aufgaben.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden Mittelschullehrer an Mittelschulen, in Internaten oder Schülerheimen. Bisweilen sind sie als selbstständige Nachhilfelehrer tätig.

Weitere Informationen zum Beruf des Mittelschullehrers finden Sie im Opens external link in new windowBERUFENET der Agentur für Arbeit.

Das Bayerische Kultusministerium veröffentlicht jährlich eine Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern.

Tipps für Erstsemester und Hochschulwechsler

Tipps für Erstsemester

Die Erstellung des Stundenplans ist - gerade im ersten Semester - oft schwierig. Die Studienverlaufspläne geben Auskunft, welche Veranstaltungen Sie in welchem Semester belegen sollten. Eine Sammlung der Studienverlaufspläne aller Fächer und eine kleine Anleitung zur Stundenplanerstellung finden Sie auf der Opens external link in new windowWebseite der Zentralen Studienberatung.

Das Opens external link in new windowVorlesungsverzeichnis wiederum gibt Aufschluss darüber, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten die Veranstaltungen in dem jeweiligen Semester angeboten werden. Unter Umständen müssen Sie ein wenig tüfteln, um alle Veranstaltungen miteinander kombinieren zu können. Beachten Sie, dass Sie sich bei den meisten Fächern innerhalb bestimmer Fristen für Veranstaltungen anmelden müssen.

In jedem Fall ist es empfehlenswert, die Einführungsveranstaltungen im ersten Semester zu besuchen (am besten sowohl die der Fachbereiche als auch der Fachschaften). Diese finden üblicherweise vor dem eigentlichen Semesterbeginn bzw. in der ersten Vorlesungswoche statt; Sie finden sie im Vorlesungsverzeichnis unter dem Punkt "Einführungsveranstaltungen zum Studienbeginn".

Weitere Hilfestellung erhalten Sie auch bei den Opens external link in new windowFachstudienberatern, den Opens external link in new windowFachschaften sowie der Opens external link in new windowZentralen Studienberatung.

Tipp für Hochschulwechsler/Fachwechsler

Wenn Sie von einer anderen Hochschule kommen oder aus einem anderen Studiengang in das Lehramt wechseln, entscheidet der jeweilige Fachbereich, in welchem Umfang Ihnen Ihre erworbenen ECTS-Punkte angerechnet werden können. Es müssen Inhalt, Umfang und Prüfungsleistung der Module mit denjenigen vergleichbar sind, die an der Universität Würzburg gefordert werden. Ansprechpartner sind üblicherweise die entsprechenden Opens external link in new windowFachstudienberater.

Prüfungsordnungen

Das Lehramtsstudium in Bayern wird durch die Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) geregelt (neue Fassung vom März 2008):

Das Studium in Würzburg folgt darüber hinaus der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die Lehramtsstudiengänge (LASPO). Von Belang sind außerdem die Regelungen in den Ergänzenden Bestimmungen zum "Freien Bereich" sowie die Fachspezifischen Bestimmungen (FSB) der einzelnen Unterrichtsfächer und der Erziehungswissenschaften:

Wenn Sie Ihr Studium vor dem WS 2009/10 aufgenommen haben, gilt für Sie die (nicht-modularisierte) Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) von 2002:

Alle prüfungsrelevanten Themen für das Zweite Staatsexamen regelt die Lehramtsprüfungsordnung II (LPO II):

Adressen

Zentrale Studienberatung

Die Zentrale Studienberatung informiert und berät bei allgemeinen und fächerübergreifenden Fragen und Problemen.

Offene Sprechstunde (ohne Terminvereinbarung):
Mo-Fr 8-12 Uhr, Mi zusätzlich 14-16 Uhr
Besucheradresse: Ottostraße 16 (Dachgeschoss), 97070 Würzburg
Postanschrift: Sanderring 2, 97070 Würzburg
E-Mail: studienberatung@zv.uni-wuerzburg.de
Internet: http://studienberatung.uni-wuerzburg.de

Erste Auskünfte erteilt der Telefonservice: 0931/31-83183 (Mo bis Fr 9-15 Uhr)

Fachstudienberatung

Die Fachstudienberatung für die einzelnen Unterrichtsfächer erfolgt durch die Institute, z.B. für Deutsch durch das Institut für deutsche Philologie.
Eine Liste aller Fachstudienberatungen finden Sie unter:

Fachschaft

Fachschaftsinitiative Grund- und Hauptschule
Wittelsbacherplatz 1
97074 Würzburg
Raum 274, Nordflügel
Tel.: 0931 / 31-84887
E-Mail: fsi-gshs@gmx.de
Sprechstunde: siehe Homepage

Prüfungsamt

Ansprechpartner zu allen Fragen, die mit den Lehramtsprüfungen in Zusammenhang stehen, ist für das Lehramt an Mittelschulen Frau Lisa Michel-Hörner
Postanschrift: Sanderring 2, 97070 Würzburg
Besucheradresse: Oswald-Külpe-Weg 84 (linker Eingang), Zi. 00.102, 97074 Würzburg
Sprechzeiten: Mo, Di, Do, Fr  8-12 Uhr, Mi 10-12 und 14-16 Uhr
Tel.: 0931/31-82609
E-Mail: lehramt@zv.uni-wuerzburg.de
Aktuelles: siehe Opens external link in new windowHomepage

Bei allen Fragen, die die Anrechnung erbrachter Leistungen im modularisierten Lehramtsstudium betreffen, wenden Sie sich bitte an Frau Jennifer Stoeck und Herrn Karl-Heinz Putz
Postanschrift: Sanderring 2, 97070 Würzburg
Besucheradresse: Oswald-Külpe-Weg 84 (linker Eingang), Zi. 00.107, 97074 Würzburg
Sprechzeiten: Mo, Di, Do, Fr  8-12 Uhr, Mi 10-12 und 14-16 Uhr
Tel.: 0931/31-82884
E-Mail: Opens window for sending emailpruefungsamt.sg4@zv.uni-wuerzburg.de

Praktikumsamt

Das Praktikumsamt befindet sich im Wittelsbacherplatz 1, 97074 Würzburg
Sprechzeiten: Di, Mi, Do, Fr  8 -11.30 Uhr
Tel.: 0931/31-84849
Email: praktikumsamt@uni-wuerzburg.de

Merkblätter mit Informationen zu den Praktika im Studienverlauf finden Sie auf der Webseite des Praktikumsamts.

Die Vordrucke für Betriebs- und Orientierungspraktikum finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)

Das ZfL hat u.a. die Aufgabe, die Lehrerbildung sowie die Bildungsforschung weiter zu entwickeln und ein Knotenpunkt im Netz von Studierenden, Lehrern aller Schularten, Hochschullehrern, Politik, Schulbehörden und Verbänden zu sein. Der ZfL-Studi-Newsletter informiert über Angebote für Lehramtsstudierende:

Zentrum für Lehrerbildung
Josef-Martin-Weg 52
97074 Würzburg
Tel.: 0931 / 31-80450 (Sekretariat)
E-Mail: zfl@uni-wuerzburg.de
http://www.zfl.uni-wuerzburg.de

Die hier wiedergegebenen Studieninformationen sind sorgfältig erstellt und werden regelmäßig aktualisiert. Dennoch können sie in Ausnahmefällen Fehler enthalten, veraltet sein oder nicht alle Sonderfälle wiedergeben. Bitte sichern Sie sich deshalb insbesondere bei zulassungs- und prüfungskritischen Themen auf den entsprechenden Internetseiten der Universität Würzburg bzw. der rechtsverbindlichen Quelle, im Regelfall der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs, ab. Falls Sie eine Ungenauigkeit entdecken, freuen wir uns über einen Hinweis: am einfachsten per E-Mail an Opens window for sending emailstudienberatung@uni-wuerzburg.de