Luftbild Hubland-Campus
Alt (links) neben neu (rechts): Hubland-Campus und Campus-Nord liegen in direkter Nachbarschaft.

Uni Würzburg: Fit für doppelte Abiturjahrgänge

Auf den Anstieg der Studierendenzahlen, bedingt unter anderem durch doppelte Abiturientenjahrgänge in verschiedenen Bundesländern, ist die Universität Würzburg gut vorbereitet: Mit 3300 zusätzlichen Studienplätzen und 220 neuen Stellen ist sie in der Lage, allen Studentinnen und Studenten eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen.

Dazu kommt: Baulich ist die Julius-Maximilians-Universität ebenfalls hervorragend aufgestellt. Zum Sommersemester 2011 hat sie eine ganze Reihe von Neubauten in Betrieb genommen und kann so den Studierenden modernste Räume mit der neuesten Ausstattung für ihre Vorlesungen, Seminare und Übungen zur Verfügung stellen. Auch für die Zeit danach sind schon jetzt zahlreiche Bauvorhaben in der Planung oder bereits am Laufen. Hier eine kurze Übersicht:

Der Campus-Nord ist soweit: Seit Sommer 2011 besuchen Studierende hier Übungen und Vorlesungen.

Ein neuer Campus entsteht

Am 12. April 2011 hat die Universität Würzburg am Hubland einen komplett neuen Campus in Betrieb genommen. Der Campus-Nord liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum bisherigen Campusgelände und ist rund 39 Hektar groß. Bis vor wenigen Jahren wurde das Areal von den US-Streitkräften genutzt. Nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen stehen der Universität dort nun zur Verfügung:

  • drei ehemalige große Schulen, die für den Universitätseinsatz umgebaut wurden
  • verschiedene ehemalige Wohngebäude, die für Institutszwecke eingerichtet wurden
  • und eine große frühere Kinderbetreuungseinrichtung.

Viel Platz, der zunächst unter anderem den Theoretischen Naturwissenschaften, dem Sprachenzentrum und der Biologie zu Gute gekommen ist. Lehrstühle finden in den für ihre Zwecke umgebauten Wohngebäuden optimale Arbeitsbedingungen; für Studierende hat die Universität in den ehemaligen Schulen über 50 Seminar- und Praktikumsräume zur Verfügung. Auf Barrierefreiheit wurde bei den Umbauten großen Wert gelegt.

Der Familienservice der Uni plant, die vorhandene Kinderbetreuungseinrichtung für seine Zwecke zu nutzen. Das Studentenwerk will in der früheren Middle School eine Mensa mit Cafeteria und in einem ehemaligen Wohnhaus Zimmer für Studierende einrichten.

Wo befindet sich was? Einen Lageplan des alten und neuen Campusgeländes gibt es hier (PDF)

Hörsaalgebäude
Das neue Hörsaalgebäude bietet Platz für mehr als 2000 Studierende.

Am Schnittpunkt von alt und neu: Das Hörsaalgebäude

Drei Hörsäle mit insgesamt 1041 Sitzplätzen sind in dem neuen Hörsaalgebäude untergebracht, das die Universität am 12. April in Betrieb genommen hat. Darüber hinaus befinden sich in dem lichten Neubau weitere 23 Seminarräume mit noch einmal Platz für rund 1000 Studierende. Insgesamt können dort also mehr als 2000 Studierende gleichzeitig Vorlesungen und Seminare besuchen. 3200 Quadratmeter Nutzfläche erhielt die Uni damit neu; rund 16,7 Millionen Euro kostete der Neubau. Er steht am Rande des Campusgeländes am Hubland, in direkter Nachbarschaft zum neuen Campus-Nord.

Praktikumsgebäude
Im Praktikumsgebäude finden Studierende neueste Laborarbeitsplätze auf 1740 Quadratmetern.

Modernste Ausstattung im Praktikumsgebäude

273 neue Arbeitsplätze für Studierende bietet das neue Praktikumsgebäude für die Naturwissenschaften, das südlich vom Zentralbau Chemie auf dem Hubland-Campus entstanden ist. Rechtzeitig zum Start des Sommersemesters 2011 hat es den Betrieb aufgenommen. Konzipiert sind die Praktikumsräume für Studierende der Biologie, Chemie und Physik. Außerdem wird in dem neuen Gebäude das physikalische Praktikum des Studiengangs Technologie der Funktionswerkstoffe absolviert. Die Hauptnutzfläche beträgt 1740 Quadratmeter, ein transparenter Verbindungsbau schließt das Praktikumsgebäude an den Zentralbau Chemie an. Die Baukosten von 11,5 Millionen Euro trug der Freistaat Bayern.

Neubau am Wittelsbacherplatz
Alt neben neu: Der erste Bauabschnitt am Wittelsbacherplatz.

Neue Räume für die Philosophische Fakultät II

Eine grundlegende Verbesserung der räumlichen Strukturen: Das bringt der Neubau am Wittelsbacherplatz den Studierenden und Dozenten vor allem der Philosophischen Fakultät II. Der erste Bauabschnitt, der zum Sommersemester 2011 fertiggestellt wurde, beherbergt unter anderem die Bibliothek und zwei Hörsäle mit jeweils 288 Sitzplätzen.

Im zweiten Bauabschnitt werden die zwei alten Hörsäle abgerissen und ebenfalls durch einen Neubau ersetzt. Dieser ist vorgesehen für das Magazin der Teilbibliothek; außerdem wird er Büroflächen und Arbeitsplätze für Bibliothekare und Verwaltung beherbergen. Die gesamte Baumaßnahme wird voraussichtlich im September 2012 abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen 14,2 Millionen Euro.

Neubau Pharmazie
Der Neubau der Pharmazie ist seit 2009 in Betrieb. In der Chemie laufen die Sanierungsarbeiten.

Ringtausch in der Chemie und Pharmazie

Bereits vor knapp zwei Jahren hat das Institut für Pharmazie seinen 22 Millionen Euro teuren Neubau mit direktem Anschluss an das Chemie-Zentrum auf dem Hubland-Campus in Betrieb genommen. Der Umzug des Instituts aus dem Altbau in das neue Domizil bildete den Startschuss für eine Kette von Sanierungsarbeiten, an deren Ende die Fakultät für Chemie und Pharmazie in von Grund auf renovierten Räumen mit neuester Ausstattung wird lehren und forschen können.

Derzeit wird der Altbau der Pharmazie und Lebensmittelchemie saniert. Nach seiner Fertigstellung wird er die Organische Chemie aufnehmen. Ein ganzes Stockwerk in diesem Block wird für Praktikumssäle reserviert sein, die sich Chemiker und Pharmazeuten teilen.

Es folgt die Entkernung und Sanierung des Instituts für Organische Chemie. Für diese Maßnahme sind wiederum zwei Jahre eingeplant. Läuft alles glatt, kann die Anorganische Chemie den renovierten Bau im Sommer 2013 mit Leben füllen.

Die Sanierung dieser beiden Gebäudeteile ist auf 42 Millionen Euro veranschlagt. Die voraussichtlich ab 2013 leer stehende Anorganik soll der Fakultät für Chemie und Pharmazie dann als Verfügungsgebäude dienen.

Der letzte Baustein im Sanierungsplan ist die Modernisierung des Zentralgebäudes Chemie mit seinen Hörsälen und Praktikumsräumen.

Nach oben