Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2013/14

Die auf dem Wolf reitet: Barbara Brems mit dem Maskottchen der Universität Albuquerque.
Die auf dem Wolf reitet: Barbara Brems mit dem Maskottchen der Universität Albuquerque.

Studentin in Albuquerque

Gleich nach dem Abi hat Barbara Brems mit dem Studium angefangen: Mathematik und Musik fürs Lehramt an Gymnasien. Viele Freunde von ihr waren nicht ganz so zielstrebig und gingen erst einmal ins Ausland. Als sie zurückkamen und Barbara ganz begeistert von ihren Erlebnissen erzählten, war der Studentin klar: „Ich habe was verpasst und muss das unbedingt nachholen.“

Exotischer Kulturkreis als Ziel

Ein Jahr im Ausland studieren: So hieß ihr Ziel. Bei einer Beratung im International Office der Uni empfahl man ihr die USA. Barbara sah sich die in Frage kommenden Würzburger Partneruniversitäten genauer an und entschied sich für Albuquerque in New Mexico. „Das hat mich am meisten interessiert, weil ich in einen etwas exotischeren Kulturkreis wollte.“ Albuquerque ist dafür genau richtig: Die Stadt ist stark mexikanisch geprägt; die meisten Bewohner sind spanischer und indianischer Abstammung.

Gute Tipps vom International Office

Als Teilnehmerin am Austausch­programm der Uni hatte Barbara einen dicken Vorteil: Sie bekam die mehreren tausend Dollar Studiengebühren erlassen, die in den USA jedes Semester fällig werden.

Ausgezahlt hat sich auch der Tipp des International Office, sich bei der Fulbright-Stiftung um ein Stipendium zu bewerben: „Die Stiftung hat mir den Flug und die Versicherungen bezahlt“, sagt Barbara. „So war ich insgesamt super versorgt.“

Wertvolle Erfahrungen als Mathe-Tutorin

In Albuquerque war Barbara nicht nur Studentin. Als Tutorin hat sie auch Erfahrungen im Unterrichten gesammelt, in einer so genannten Einstiegsklasse. Dieser Mathematik-Pflichtkurs soll alle amerikanischen Studienanfänger auf den gleichen Wissensstand bringen.

„Das ist nötig, weil manche Erstsemester von sehr guten Schulen kommen, andere von sehr schlechten. Manche hatten zum Beispiel Schwierigkeiten mit dem Kopfrechnen“, erklärt Barbara.

Von diesem unterschiedlichen Niveau konnte sie profitieren – denn sie hat gelernt, auf einzelne Schüler einzugehen: „Wie schnell darf ich sein, wem kann ich ein Problem mit Worten erklären, bei wem muss ich auf Bilder ausweichen? Das war eine Superlehre für mich.“

An Pilotprojekt mit Lernsoftware mitgewirkt

Spannend verlief der Unterricht in der Einstiegsklasse auch aus einem anderen Grund: Als Pilotprojekt wurde eine Lernsoftware eingesetzt, die auf das individuelle Lernverhalten reagiert. Bei guten Schülern geht die Software immer schneller vor, bei schlechten wird sie langsamer.

„Weil es ein Pilotprojekt war, wurden immer wieder kleinere Modalitäten an der Lernsoftware geändert, um sie besser zu machen. Das hautnah mitzubekommen, war echt cool.“