Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2012/13

Sonderpädagogik

Dass Elisabeth Lemp nach Würzburg gehen würde, stand schon während ihrer Schulzeit fest. Damals machte sie ein Praktikum in einer hessischen Förderschule. Als sie dort von ihrem Studienwunsch Sonderpädagogik erzählte, sagte jeder nur: „Würzburg. Du musst nach Würzburg gehen.“ Kein Wunder also, dass die Gießenerin heute in der Residenzstadt zu Hause ist.

Praktikum ist sehr wichtig

Was Elisabeth an ihrem Studium schätzt, ist die Verknüpfung mit der Praxis. Sieben Praktika warten in Würzburg auf Studierende der Sonderpädagogik. Elisabeth hat sie sehr genossen: „Bei uns ist es extrem wichtig, Praxis zu sammeln.“ Arbeitet die 23-Jährige später als Lehrerin in einer Förderschule, ist neben der Theorie vor allem Erfahrung gefragt. In ihrem Studium halten sich beide Bereiche gut die Waage: „Es ist super ausgeglichen“, erzählt Elisabeth. „Und die Qualität der Lehre ist auf einem hohen Niveau.“

In Würzburg stehen den Studierenden die Fachrichtungen Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen, Körperbehindertenpädagogik, Sprachheilpädagogik, Pädagogik bei geistiger Behinderung und Pädagogik bei Verhaltensstörungen offen. Neben dem Schwerpunkt kommen die Erziehungswissenschaftlichen Studien und fachdidaktische Fächer dazu. „Ein breit gefächertes Studium“, findet Elisabeth und ist froh darüber.

Eine sehr interessante Wahl

Vor allem, dass ihr Studium noch abwechslungsreicher geworden ist, freut die Studentin: „Das Themenspektrum in der Würzburger Sonderpädagogik hat in den letzten Jahren extrem zugenommen.“ Nur Scheine abhaken? Das kommt für Elisabeth nicht in Frage, sie geht ihren Neigungen nach, und jetzt im Hauptstudium besucht sie überhaupt nur das, was sie interessiert – freiwillig. „Freizeitgestaltung bei Schülern mit Lernbeeinträchtigung“ hieß zum Beispiel ein Seminar, das eigentlich nicht zum Pflichtprogramm gehörte. Die Studentin hat es trotzdem besucht und ist begeistert.

Für ein Praktikum ist Elisabeth übrigens noch mal nach Hessen zurückgekehrt. Ihre Betreuer wollten sie gar nicht mehr gehen lassen, so überzeugt ist man dort von Würzburgs Sonderpädagogen.
 

Traugott Böttinger:
"Zur Sonderpädagogik bin ich über meinen Zivildienst in Argentinien gekommen, und nach Würzburg durch meine Schwester. Die hat nämlich in München angefangen zu studieren und immer über die Massenabfertigung im Fach Sonderpädagogik geklagt. Eine kleinere Uni, so wie hier, ist bei Sonderpädagogik einfach ein Riesenvorteil. Außerdem ist Würzburg wirklich eine schöne Studentenstadt. Ich bin schnell am Main und oder draußen im Grünen. Und wir haben hier auch viel Kultur.“

Franz Mader:
"Warum mir die Sonderpädagogik gerade in Würzburg gefällt? Ein großer Teil meines Studiums dreht sich um Diagnostik, was sehr viel mit Psychologie zu tun hat. Und die ist für unseren Bereich genauso wie die Sonderpädagogik am Wittelsbacherplatz ansässig. Das hat echt Vorteile. Am Anfang habe ich ja gar nicht gewusst, wo die Räume und Vorlesungssäle sind. Am Wittel kann man schnell mal jemanden auf dem Gang fragen und schon weiß man, wo es langgeht. Echt praktisch, wenn alles in einem Haus ist.“

Melanie Rösch:
"Ich hatte die Wahl zwischen München und Würzburg, woanders kann man ja in Bayern Sonderpädagogik gar nicht studieren. Ich habe mich dann für das idyllische Würzburg entschieden und bisher nichts bereut. Die Stadt hat Ausstrahlung, das hab‘ ich vom ersten Tag an bemerkt. Wenn ich mir meine Studiensituation anschaue, würde ich auch sofort wieder in Würzburg beginnen. Einige Gebäude werden gerade richtig schön neu gemacht, dazu der ehrwürdige Wittelsbacherplatz, der einfach Stil hat.“

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