Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2013/14

Anne Schade und Steffen Holzinger auf dem Hubland-Campus (Foto: Robert Emmerich)
Anne Schade und Steffen Holzinger auf dem Hubland-Campus (Foto: Robert Emmerich)

Faszinierend: Nanostrukturtechnik

Zu den architektonisch auffallenden Gebäuden auf dem Hubland-Campus gehört das Gottfried-Landwehr-Labor für Nanotechnologie. Die Wissenschaftler stellen dort raffinierte Nanostrukturen her, winzige Gebilde mit speziellen Eigenschaften – zum Beispiel Polariton-Laser oder Türmchen, die einzelne Photonen erzeugen können.

„Es ist faszinierend, dass man so kleine Strukturen herstellen kann, dass sich damit zum Beispiel elektrische Schaltungen realisieren lassen, die tatsächlich auch funktionieren“, sagt Anne Schade. Die Physikstudentin, die sich im Masterstudium auf Nanostrukturtechnik spezialisiert, ist begeistert davon, wie vielfältig sich die Winzlinge einsetzen lassen, etwa in der Halbleiter-, Laser- und Solartechnik. „Auch in der Medizin werden Nanostrukturen verwendet, zum Beispiel als Verpackungsmaterial, das Medikamente gezielt an ihren Wirkungsort im Körper bringt“, ergänzt Steffen Holzinger, Masterstudent der Nanostrukturtechnik.

Am Anfang: Grundlagenfächer

Studienanfänger müssten sich aber ein wenig gedulden, bis sie selber mit den hochkomplexen Strukturen zu tun bekommen. Am Anfang stehen erst einmal Grundlagen auf dem Stundenplan: Mathe, Physik, Chemie. „Das ist nötig, sonst versteht man gar nicht, wie Nanostrukturen funktionieren“, sagt Anne.

Im Studiengang ist ein Industriepraktikum Pflicht. Steffen war dafür acht Wochen bei der Würzburger Firma va-q-tec, die neuartige Materialien zur Wärmedämmung produziert: „Das war echt interessant, ich habe da zum Beispiel mit einer Klimakammer geprüft, wie die Materialien auf verschiedene Witterungsbedingungen reagieren.“

Auslandsstudium: große Auswahl

Wer in Würzburg Nanostrukturtechnik studiert, hat einige Auswahl in Sachen Auslandsaufenthalte. Steffen war zwei Semester in Kanada, an der Universität Toronto. Dort hat er unter anderem das Fortgeschrittenen-Praktikum absolviert und hier dann auch anerkannt bekommen. In Würzburg gewinnen die Studierenden in diesem F-Praktikum viele interessante Einblicke, wie Anne erzählt. Zum Beispiel in die Beugung von Röntgenstrahlung an Kristallen oder in die Analyse von Festkörper-Oberflächen mit dem Rasterkraftmikroskop.

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