Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2012/13

Birgit Herrmann studiert Modern China. Foto: Gunnar Bartsch
Birgit Herrmann studiert Modern China. Foto: Gunnar Bartsch

Modern China

Der Zufall ist dafür verantwortlich, dass Birgit Herrmann in Würzburg „Modern China“ studiert. „Ich wollte etwas mit Sprachen machen und fand asiatische Schriftzeichen schon immer faszinierend. So bin ich im Internet auf das Angebot der Uni Würzburg gestoßen“, erzählt sie. Und nachdem sie die ausführliche Beschreibung des Studiengangs gelesen hatte, war ihr klar: „Das ist es!“

Eine faszinierende Sprache

Nette Dozenten, ein freundliches Klima und eine gute Gemeinschaft: So beschreibt Birgit die Atmosphäre in dem Studiengang. Modern China ist kein Massenfach; jedes Jahr schreiben sich dafür nur etwa 30 bis 40 Studierende ein. „Man kennt sich deshalb untereinander sehr gut“, sagt Birgit.

Dass aus lauter Unbekannten schnell eine Gemeinschaft wird, dafür sorgt auch der vierwöchige Sprachkurs vor Beginn des Studiums. Der sei schon ziemlich anspruchsvoll gewesen, erinnert sich die Studentin. Aber auch ein guter Test, ob einem die Sprache wirklich liegt. Und die Klausur am Ende? „Halb so wild, wenn man etwas dafür tut.“

China - ein Wunsch für die Zufunft

Unbekannte Schriftzeichen, eine fremde Grammatik und eine Sprache, in der die Silbe „Ma“ je nach Betonung Mutter, Pferd, Hanf oder schimpfen bedeuten kann – ist das nicht furchtbar kompliziert? „Es dauert ein wenig, bis man sich eingehört hat. Aber man gewöhnt sich daran“, findet Birgit. Überhaupt sei die Sprachausbildung in Würzburg so gut, dass man sich ziemlich schnell im Alltag verständigen könne.

Birgit Herrmann ist nach sechs Semestern jedenfalls so weit, dass sie nun für ein Jahr nach China gehen wird. An einer Mittelschule wird sie im Deutschunterricht assistieren und gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse vertiefen. Und danach? Wahrscheinlich ein Masterstudium mit Wirtschaftsbezug und später auf alle Fälle wieder nach China.

Nina Teneva war in Laufe ihrem Studium schon in Peking. Foto: Gunnar Bartsch
Nina Teneva war im Laufe ihres Studiums schon in Peking. Foto: Gunnar Bartsch

Viertes Semester in Peking

Sie ist in Bulgarien aufgewachsen und zur Schule gegangen. In Würzburg hat sie ihren Bachelor im Studiengang „Modern China“ gemacht und war dafür auch ein halbes Jahr lang in Peking. Es überrascht nicht, wenn Nina Teneva sagt, dass Reisen eines ihrer großen Hobbys ist. Auch später, wenn die China-Expertin einen Job hat, will sie nicht unbedingt „viele Jahre an ein und dem selben Ort“ verbringen.

Wer sich in Würzburg für den Studiengang Modern China einschreibt, weiß von Anfang an, dass er das vierte Semester in China an der Peking-Universität verbringen wird – vor allem, um die bis dahin erworbenen Sprachkenntnisse zu intensivieren.

China - erster Eindruck

„Das war unglaublich. So eine große Stadt, so viel Chaos, so viel Stress“, erinnert sich Nina an ihre Eindrücke aus den ersten Tagen in Peking. Das habe sich jedoch schnell geändert. Danach habe sie eher gedacht: „Cool, in einer so dynamischen Stadt zu leben.“

Vormittags Unterricht, nachmittags Erkundigungen, abends Kneipe (und dazwischen natürlich immer mal wieder lernen): So habe sie ihre Tage in Peking verbracht. Wunderschöne Parks, jede Menge Sehenswürdigkeiten von der Verbotenen Stadt bis zum Olympiastadion, und Chinesen, die sich sehr geduldig zeigen im Umgang mit Ausländern, prägen noch heute ihre Erinnerungen. Und große Kleidermärkte, auf denen die Studentin beim Feilschen ihre Sprachkenntnisse dem Alltagstest unterziehen konnte.

„In Peking gibt es immer etwas zu sehen und immer etwas zu erleben“, sagt die Studentin. Und will deshalb auch möglichst bald mal wieder hin. Und ihr Studium in Würzburg? Wie sieht sie das jetzt, kurz vor Ende? „Wenn ich noch einmal von vorne anfangen müsste, würde ich es wieder genauso machen.“

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