Keine Sorge: Auch Medizinstudenten können lachen, sogar in den vier Semestern vor dem Physikum. „Es stimmt einfach nicht, dass wir nur wie graue Mäuse vor uns hin vegetieren und nichts als lernen“, sagt eine, die es wissen muss: Christina Pfann. Sie studiert mittlerweile im 6. Semester und hat weder ihre Entscheidung für das Medizinstudium noch den Wechsel nach Würzburg jemals bedauert.
„Würzburg hat die ideale Größe“, sagt sie. Die Stadt ist überschaubar, alles ist unkompliziert mit dem Fahrrad zu erreichen. Trotzdem ist das Freizeitangebot so umfassend, dass kaum Wünsche offen bleiben. Egal ob Weinfest, Kino oder Festival: „Hier vergeht doch kaum eine Woche, in der nicht etwas Besonderes geboten wird.“ Für jemanden, der in Neustadt an der Aisch aufgewachsen ist, bedeute dies definitiv eine Steigerung.
Lieblingsorte liegen am Main
Christinas Lieblingsorte in Würzburg sind – zumindest im Sommer – das Mainufer und die Alte Mainbrücke mitten in der Stadt. Mit Blick auf Festung und Fluss lässt es sich bei mediterranen Temperaturen bestens entspannen. Und wenn sie mehr Bewegung braucht, geht sie einfach in die Weinberge. Von ihrer Wohnung im Stadtteil Grombühl, wo auch der Medizin-Campus der Universität angesiedelt ist, hat sie es nicht weit zum Joggen oder Spazierengehen durch weltberühmte Weinlagen mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt.
Fakultät hat angenehme Größe
Auch mit der Uni und ihrem Studium ist Christina zufrieden: „Die Medizinische Fakultät hat eine angenehme Größe“, sagt sie. Das Gefühl, in der Masse der Studierenden unterzugehen, sei definitiv nicht vorprogrammiert. Und für persönliche Anliegen sei immer ein Dozent als Ansprechpartner erreichbar.
Erstsemestertage sorgen für optimalen Start
Ihre Kommilitonen aus ihrem Semester kennt Christina so gut wie alle – zumindest vom Sehen. Das hat den Vorteil, dass sie beim Weggehen immer Bekannte trifft. Und was das Kennenlernen zu Beginn des Studiums sehr erleichtert hat, waren die Erstsemestertage. Alteingesessene Würzburger wissen schon, was los ist, wenn plötzlich Gruppen von jungen Menschen mit grünen OP-Hauben durch die Stadt ziehen, im Oktober in den Main springen oder unter Aufopferung zahlreicher Kleidungsstücke eine Schlange über die Mainbrücke bilden: die neuen Erstsemester-Medizinstudenten sind da.
Die zwei Tage, organisiert von der Fachschaft Medizin waren für Christina jedenfalls der optimale Start in das neue Leben in einer neuen Stadt. „Man hat dabei so viele Informationen über Würzburg, die Uni und das Medizinstudium erhalten und gleichzeitig so viele neue Leute kennen gelernt: Besser geht es gar nicht“, sagt sie.
Lara Wilczek: „Würzburg ist schön – mindestens so schön wie meine Heimatstadt Regensburg. Es gibt tolle Bars und viele Cafés, das kulturelle Angebot ist sehr groß, und ich mag die Weinberge ringsum. Außerdem kann man alles mit dem Fahrrad erreichen. Ja, man darf sein Fahrrad sogar in den Bus oder in die Straßenbahn mitnehmen, ohne deshalb extra bezahlen zu müssen. Was mir am Medizinstudium in Würzburg positiv aufgefallen ist: Würzburg bemüht sich sehr um seine Studenten. In vielen Fächern gibt es Tutorien, alle sind einem behilflich, man bekommt immer Unterstützung. Ich glaube, uns geht es hier ganz gut.“
Robert Emmerich: „Mich hat an Würzburg gereizt, dass man hier parallel zum Medizinstudium noch Experimentelle Medizin studieren kann. Das ist eine ideale Ergänzung, wenn man später mal in die Forschung gehen möchte. Deshalb bin ich von Cottbus hierher gezogen. Gut gefallen hat mir, dass wir gleich in den ersten Semestern mit Schauspielern Arzt-Patienten-Gespräche üben durften. Ich musste zum Beispiel meinem ‚Patienten‘ erklären, dass er Lungenkrebs hat. Und dann kontrollieren, ob die Information auch richtig bei ihm angekommen ist. In Würzburg ist die Stimmung unter den Studierenden gut: Man hilft sich gegenseitig, leiht auch mal seine Aufzeichnungen aus und verbringt die Freizeit miteinander.“
Romy Langhammer:
„Warum ich mich für ein Studium in Würzburg entschieden habe? Weil ich gelesen habe, dass hier die Sonne länger scheint als in den meisten anderen Regionen Deutschlands. Nein, im Ernst: Ich bin nach Würzburg gegangen, weil die Würzburger Medizin einen sehr guten Ruf hat – das zeigt sich immer wieder in den diversen Rankings. Und wie ich inzwischen feststellen konnte, ist das Studium hier sehr gut organisiert, dadurch hält sich der Stress in Grenzen. Außerdem gibt es die Teddyklinik, für die Medizin- und Zahnmedizinstudenten verantwortlich sind. Da konnten wir schon im zweiten Semester mitmachen und so Kindern die Angst vor dem Arzt und dem Krankenhaus nehmen. Das hat echt Spaß gemacht."
Maximilian Franke:
„Ich wollte unbedingt in Bayern studieren; da kamen nur drei Unis in Frage: München, Erlangen und Würzburg. München ist mir zu groß, aus Erlangen habe ich wenig Positives gehört, somit ist es Würzburg geworden. Die Entscheidung habe ich nicht bereut: Mir hat beispielsweise sehr gut gefallen, dass wir schon in den ersten Semestern Situationen aus dem Alltag eines Arztes mit Patienten-Schauspielern geübt haben. Das war ein gutes Training. Was mir sonst an Würzburg gefällt? Dass ich dank der Ausbildung, die ich nach dem Abitur gemacht habe, gleich einen Job als Barkeeper in einer ziemlich guten Bar gefunden habe. Und dass ich als Student mit dem Semesterticket richtig günstig Bus und Straßenbahn fahren kann."
Michaela Mooz:
„Eigentlich wollte ich ja in Tübingen studieren. Die ZVS hat mich dann aber nach Würzburg geschickt. Zuerst war ich ein wenig überrascht, aber inzwischen hat die Stadt mich überzeugt. Würzburg ist nicht so groß und zerstreut; mir gefällt besonders der historische Stadtkern. Außerdem gibt es viele Festivals und man kann abends gut weggehen. Sehr gut gefällt mir auch das Angebot der Sport-Uni. Im vergangenen Semester habe ich einen Kurs in Fechten belegt, und jetzt arbeite ich beim Schwimmen daran, meine Kraul-Technik zu verbessern. Ansonsten mache ich noch Konditionstraining, was mir viel geholfen hat, als ich im Mai beim Würzburger Stadtmarathon mitgelaufen bin.“