
Würzburger Medizinstudenten – und natürlich auch -studentinnen – sind spitze. Vor allem, wenn es um die Ergebnisse im Physikum geht. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg betrachtet, landen sie mit ihren Noten regelmäßig auf einem der ersten fünf Plätze. Nicht schlecht, bei insgesamt 36 medizinischen Fakultäten in Deutschland. Das gute Abschneiden zeigt: In Würzburg ist die Lehre mehr als gut.
Der Erfolg im Physikum war allerdings nicht der alleinige Grund, warum sich Robert Emmerich für ein Medizinstudium in Würzburg entschieden hat. „Mich hat gereizt, dass man hier parallel zum Medizinstudium noch Experimentelle Medizin studieren kann. Das ist eine ideale Ergänzung, wenn man später mal in die Forschung gehen möchte“, sagt er. Und ist deshalb von Cottbus an den Main gezogen.
Was ihm gleich am Anfang gut gefallen hat: „Wir durften mit Schauspielern Arzt-Patienten-Gespräche üben“, sagt Robert. Seine Aufgabe: Seinen „Patienten“ darüber aufklären, dass er Lungenkrebs hat. Und dann kontrollieren, ob die Information auch richtig bei ihm angekommen ist.
Viele Angebote sind dafür verantwortlich, dass das Medizinstudium in Würzburg im Vergleich so gut abschneidet: Speziell geschulte Lehrkoordinatoren prüfen die Veranstaltungen, kümmern sich um innovative Kursformen, vermitteln zwischen Lehrenden und Studierenden.
Auf der eLearning-Plattform WueCampus liegt jede Menge Material zur Ergänzung der Vorlesungen und Übungen. Sogar Live-Übertragungen aus dem OP sind dort zu sehen, wenn beispielsweise ein Chirurg eine neue Operationstechnik vorstellen möchte.
Praxis steht in der Würzburger Lehrklinik im Vordergrund. Dort können Studierende in aller Ruhe grundlegende ärztliche Tätigkeiten an Übungspuppen trainieren. Blut abnehmen, die Lunge abhören, ein EKG schreiben, einen Blasenkatheter legen, Ultraschalluntersuchungen: Nach dem Besuch der Lehrklinik sollte das auch am echten Patienten ein Leichtes sein.
Klar: Ein Medizinstudium stellt hohe Anforderungen. Trotzdem ist die Stimmung unter den Studierenden gut: „Man hilft sich gegenseitig, leiht auch mal seine Aufzeichnungen aus und verbringt die Freizeit miteinander“, sagt Robert. Die Atmosphäre in Würzburg? „Einfach gut!“
Und wer doch mal weg will aus Würzburg, für den hat die Uni jede Menge Austauschprogramme im Angebot. Die Medizinische Fakultät selbst pflegt Kontakte nach Japan, Brasilien, Tansania und in die USA.
Lara Wilczek:
„Würzburg ist schön – mindestens so schön wie meine Heimatstadt Regensburg. Es gibt tolle Bars und viele Cafés, das kulturelle Angebot ist sehr groß, und ich mag die Weinberge ringsum. Außerdem kann man alles mit dem Fahrrad erreichen. Ja, man darf sein Fahrrad sogar in den Bus oder in die Straßenbahn mitnehmen, ohne deshalb extra bezahlen zu müssen. Was mir am Medizinstudium in Würzburg positiv aufgefallen ist: Würzburg bemüht sich sehr um seine Studenten. In vielen Fächern gibt es Tutorien, alle sind einem behilflich, man bekommt immer Unterstützung. Ich glaube, uns geht es hier ganz gut.“

Romy Langhammer:
„Warum ich mich für ein Studium in Würzburg entschieden habe? Weil ich gelesen habe, dass hier die Sonne länger scheint als in den meisten anderen Regionen Deutschlands. Nein, im Ernst: Ich bin nach Würzburg gegangen, weil die Würzburger Medizin einen sehr guten Ruf hat – das zeigt sich immer wieder in den diversen Rankings. Und wie ich inzwischen feststellen konnte, ist das Studium hier sehr gut organisiert, dadurch hält sich der Stress in Grenzen. Außerdem gibt es die Teddyklinik, für die Medizin- und Zahnmedizinstudenten verantwortlich sind. Da konnten wir schon im zweiten Semester mitmachen und so Kindern die Angst vor dem Arzt und dem Krankenhaus nehmen. Das hat echt Spaß gemacht."

Maximilian Franke:
„Ich wollte unbedingt in Bayern studieren; da kamen nur drei Unis in Frage: München, Erlangen und Würzburg. München ist mir zu groß, aus Erlangen habe ich wenig Positives gehört, somit ist es Würzburg geworden. Die Entscheidung habe ich nicht bereut: Mir hat beispielsweise sehr gut gefallen, dass wir schon in den ersten Semestern Situationen aus dem Alltag eines Arztes mit Patienten-Schauspielern geübt haben. Das war ein gutes Training. Was mir sonst an Würzburg gefällt? Dass ich dank der Ausbildung, die ich nach dem Abitur gemacht habe, gleich einen Job als Barkeeper in einer ziemlich guten Bar gefunden habe. Und dass ich als Student mit dem Semesterticket richtig günstig Bus und Straßenbahn fahren kann."

Michaela Mooz:
„Eigentlich wollte ich ja in Tübingen studieren. Die ZVS hat mich dann aber nach Würzburg geschickt. Zuerst war ich ein wenig überrascht, aber inzwischen hat die Stadt mich überzeugt. Würzburg ist nicht so groß und zerstreut; mir gefällt besonders der historische Stadtkern. Außerdem gibt es viele Festivals und man kann abends gut weggehen. Sehr gut gefällt mir auch das Angebot der Sport-Uni. Im vergangenen Semester habe ich einen Kurs in Fechten belegt, und jetzt arbeite ich beim Schwimmen daran, meine Kraul-Technik zu verbessern. Ansonsten mache ich noch Konditionstraining, was mir viel geholfen hat, als ich im Mai beim Würzburger Stadtmarathon mitgelaufen bin.“