Minority Report: In diesem Film spielt Tom Cruise einen Polizisten im Jahr 2054. Seine Ermittlungsarbeit erledigt er an einer Art Bildschirm, auf dem er in irrsinniger Geschwindigkeit Datensätze und Fotos mit Handbewegungen herbeiholt, vergrößert und wieder wegwischt – ohne den Monitor zu berühren.
Der Film stammt aus dem Jahr 2002 – iPhones und iPads gab es damals noch nicht. „Aber mittlerweile ist die futuristische Technik aus dem Film auf dem besten Weg, wahr zu werden“, sagt Christian Treffs.
Interaktion zwischen Mensch und Computer
Die Hand auf der Tastatur eines Telefons oder Computers – dieses Bild könnte irgendwann der Vergangenheit angehören. „Die Schnittstellen zwischen Mensch und Computer werden nach und nach aufgehoben, die Maschine tritt dabei immer mehr in den Hintergrund“, meint Christian.
Warum er sich da so sicher ist? Er studiert das Fach Mensch-Computer-Systeme und hat dabei schon einigen Einblick in die Entwicklungen auf diesem Gebiet bekommen. Ob Computer, Navi oder Handy: Wie muss man diese Geräte gestalten, damit sie die Nutzer nicht überfordern? Auch mit dieser Frage befasst sich der Studiengang Mensch-Computer-Systeme.
Technisches Interesse ist wichtig
Die Studierenden bekommen Wissen aus Informatik, Psychologie und Medizin vermittelt. Und spezielle Kenntnisse über Human Factors: Damit sind alle Faktoren gemeint, mit denen sich die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Technik verstehen und verbessern lassen. Technisches Interesse ist in diesem Studiengang unbedingt nötig, denn Informatik macht die Hälfte der Inhalte aus.
„Der Mensch steht bei unserem Studium ganz stark im Mittelpunkt, nicht Systeme und Algorithmen.“ So begründet Kristof Korwisi, warum er sich für den Studiengang entschieden hat. Ganz ohne Informatik geht es natürlich nicht. Softwaretechnik steht unter anderem auf dem Stundenplan, dazu Psychologie und Physiologie – die Studierenden sollen auch lernen, wie der Mensch und seine Sinne funktionieren.
Veranstaltungen - speziell für Studierende gedacht
„Wir haben auch Lehrveranstaltungen, die nur für uns gemacht sind, wie Ergonomie und Einführung in die Mensch-Computer-Systeme“: Lara Luttmer findet das besonders gut, und auch aus diesem Grund ist die Hamburgerin zum Studieren an die Uni Würzburg gekommen. Bereuen tut sie das nicht: „Der Studiengang hier ist gut durchdacht, und unser Fachstudienberater engagiert sich unglaublich stark für uns.“
Das Fach Mensch-Computer-Systeme ist zukunftsträchtig – da sind sich die drei Studierenden einig. Und nicht nur sie. Christian Treffs hat vor Kurzem ein Praktikum beim Unternehmen Continental in Regensburg gemacht, in der Abteilung Navigation & Maps. „Als ich dort erzählt habe, was ich studiere, war die Antwort eindeutig: ‚Das klingt nach einer Qualifikation, die wir hier gut gebrauchen könnten‘.“