Geschafft: Der Satellit umkreist den Merkur! Jubel im Bodenkontrollzentrum. Ein Team wartet begierig auf die Ergebnisse der Magnetfeldmessungen, ein anderes auf die Fotos, die der Satellit liefern soll. Dann aber gibt es Schwierigkeiten: Die Daten lassen sich nicht gleichzeitig übertragen. Jetzt müssen die Teams gemeinsam eine Lösung finden.
Diese Aufgabe hatten die Studierenden der Luft- und Raumfahrtinformatik bei einem Simulationsspiel zu lösen; mit einem Dozenten von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.
„Mir gefällt, dass wir häufig Gastdozenten haben, auch aus der Industrie“, sagt Maria Siegmund. Das bringt praxisnahe Einblicke. Das Simulationsspiel zum Beispiel lief in Englisch ab – in der Arbeitssprache von internationalen Raumfahrtprojekten.
Deutschlandweit einmaliger Studiengang
Luft- und Raumfahrtinformatik: Diesen Studiengang gibt es in Deutschland bislang nur an der Uni Würzburg. Sein Schwerpunkt liegt auf Themen der Raumfahrt, etwa auf der Satellitentechnik.
„Für mich ist das eine perfekte Mischung aus Informatik und Technik“, meint Oliver Ruf. Zwar müsse man am Anfang viele Mathe- und Physik-Grundlagen bewältigen. Dafür kommen bald anwendungsbezogene Dinge dazu, etwa ein Hardware-Praktikum. Oder Unterricht in Elektronik, Sensorik und Regelungstechnik.
WLAN, Computerräume, Parkplätze - alles da
„Das Informatikgebäude ist toll und der Hubland-Campus auch“, sagt Pavlo Beylin. Der Nürnberger lobt das Design des Gebäudes und die Ausstattung: „Überall WLAN, die Computerräume – das ist eins A. Und am Campus kriegt man immer einen Parkplatz!“
Der Zusammenhalt unter den Studierenden, der Kontakt zu den Professoren, die Atmosphäre: All das sei gut in ihrem Studiengang, sagen die drei Studierenden. „Und das Feedback, das wir zum Studium geben, wird gehört von den Professoren.“ So haben die „Luftis“ zum Beispiel erreicht, dass ihre Mathe-Vorlesung künftig noch stärker auf Aspekte der Ingenieurwissenschaft abhebt.
Nachtleben in der Stadt und auf den Hügeln
In Würzburg gefällt es den Studierenden gut. „Das Nachtleben ist schon toll“, sagt Maria, die aus Berlin kommt – und meint das nicht ironisch: Obwohl Würzburg relativ klein ist, gebe es hier genug und abwechslungsreiche Möglichkeiten.
„Im Sommer auf einen der Hügel gehen und auf die Stadt runter schauen, das ist toll“, findet Pavlo. Oder: sich zurücklehnen und den Nachthimmel genießen. Denn dort taucht immer mal wieder ein Satellit auf.