Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2014/15

Mano Goneswaran mit „Irma3D“. Dieses kleine Fahrzeug kann sich mit Hilfe eines Scanners ein genaues Bild von der Umgebung machen und darin navigieren. (Foto: Marco Bosch)
Mano Goneswaran mit dem autonomen Fahrzeug „Irma3D“. (Foto: Marco Bosch)

Luft- und Raumfahrt-Informatik

Mano Goneswaran wollte eigentlich schon immer Informatik studieren. Dass es Luft- und Raumfahrtinformatik in Würzburg wurde, lag an einem eher zufällig zustande gekommenen Telefonat mit Studiendekan Professor Hakan Kayal.

„Er hat sich richtig Zeit genommen, mir die Anforderungen näher gebracht. Und schon war ich eingeschrieben“, erzählt Mano, der vor 15 Jahren aus Sri Lanka nach Deutschland kam. Er wollte nicht die „reine“ Informatik studieren, sondern sich spezialisieren.

Vorkurse und Erklär-Hiwis helfen

„Im Studium spielen Physik und Mathematik gerade am Anfang eine sehr große Rolle, danach natürlich die Informatik“, berichtet er. Vor dem Studium hat Mano die umfangreichen Vorkursangebote in Informatik und Mathematik besucht. „Vor allem in Informatik hat mir das geholfen“, sagt er. Während des Studiums sind es dann Erklär-Hiwis, Studierende der höheren Semester, die bei Problemen auf die Sprünge helfen.

An seinem Studium findet Mano besonders gut, dass viele Programmiersprachen gelehrt werden. Neben „Java“ und „C“ für die Softwareentwicklung auch „VHDL“. Damit werden digitale Schaltungen programmiert. „Wir sind alle keine Astronauten, sondern an der Hardware orientierte Programmierer“, macht er deutlich.

Für effiziente und gute Kommunikation zuständig

Später realisieren Absolventen Satelliten, Luftfahrt- und Navigationssysteme und ähnliches. „Wir sind dafür zuständig, dass alles, was in Autos, Flugzeuge und Satelliten eingebaut wird, effizient und gut miteinander kommunizieren kann“, erklärt er. Neben dem Studium kann Mano seine Kenntnisse beim Jobben nutzen: „Ich programmiere in einer Firma, die Ortungssysteme herstellt.“

Luft- und Raumfahrt begleitet die Studierenden vom ersten Semester an. „Wie ist sie entstanden und warum, was sind die theoretischen Grundlagen“, nennt Mano als Themen. Dann geht es natürlich in die Tiefe: Antriebs- und Raketentechnik, Strömungslehre und weitere spezifische Themen.

Quadrocopter und Experimentalsatelliten

„Ab dem vierten Semester haben wir Quadrocopter programmiert“, sagt er. Dabei stand unter anderem im Fokus, dass das Flugobjekt selbstständig seine Lage halten kann. Auch die Mitarbeit an „UWE“, dem Universität Würzburg Experimentalsatelliten, ist möglich. Auch hier stehen Lagebestimmung und Orientierung im Mittelpunkt.

Exkursionen geben Einblicke in Berufsfelder

Auf Exkursionen ins Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtorganisation Esa nach Darmstadt oder ins nordrhein-westfälische Effelsberg, wo eines der weltgrößten beweglichen Radioteleskope steht, lernen Mano und Kommilitonen spätere Berufsfelder kennen. Mano hat jedoch etwas anderes im Blick: „Ich kann mir gut vorstellen, in der Automobilindustrie zu landen. Ohne Informatik klappt da heute ja auch gar nichts mehr. Und unser Wissen in Physik ist dort sicher auch ein Vorteil.“

To top