Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2013/14

Traumberuf Lehrer

Abwechslung und Lebendigkeit: Das bietet ein Lehramtsstudium an der Uni Würzburg, dem größten Standort für die Lehrerbildung in Nordbayern. Wer hier „auf Lehramt“ studiert, findet mit Sicherheit seine Lieblingsfächer.

Sowohl die Geistes- als auch die Naturwissenschaften bieten ein großes Repertoire an: Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Geographie, Musik, Sozialkunde, Religion oder Ethik, Chemie, Biologie und Physik sind nur ein paar davon.

Berufsfelder außerhalb der Schule

In bestimmten Lehramtsstudiengängen, wie dem fürs Gymnasium, berechtigt das Staatsexamen zur Promotion und führt damit zu einer wissenschaftlichen Laufbahn. Parallel zu den Lehramtsstudiengängen können je nach Schulart und Fächerkombination der Bachelor of Arts oder der Bachelor of Science erworben werden, die über den Schuldienst hinaus Berufsfelder erschließen.

Studierende finden viele Möglichkeiten

Die Uni Würzburg bietet für fast alle Schularten Studiengänge an, für Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Grundschule und Förderschulen. Das Studium ist vielseitig – dafür sorgen die fach-, bildungswissenschaftlichen und schulpraktischen Studienanteile, die Kooperationen zwischen Hochschullehrern und Schulpraktikern, das Angebot, in ausländischen Schulsystemen Praktika zu absolvieren, und das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, das das Studium durch attraktive Angebote bereichert.

Lisa Keilwerth: "Ich studiere Deutsch und Erdkunde für das Lehramt am Gymnasium. Meine Entscheidung, dafür nach Würzburg zu gehen, war definitiv richtig. Ich habe mich frühzeitig beim Studentenwerk für ein Zimmer in einem Wohnheim beworben und gleich einen Platz am Hubland-Campus bekommen. Das ist ideal für mich, weil sowohl die Germanistik als auch die Geographie hier untergebracht sind. Wenn ich mal eine Pause zwischen zwei Veranstaltungen habe, kann ich deshalb gut nach Hause gehen und muss nicht die Zeit irgendwo absitzen. Auch sonst ist hier alles in der Nähe, was ich brauche: Die Unibibliothek, wo sich immer ein Platz zum Lernen finden lässt. Das Sportzentrum, wo ich ins Fitness-Studio gehe. Und jede Menge Grün zum Spazieren oder Joggen. Was das Studium betrifft: Die Uni bietet viel, und die Didaktik-Lehrstühle geben ihr Bestes für uns Lehramtsstudierende. Ich stehe jetzt kurz vor dem Staatsexamen und fühle mich wirklich gut vorbereitet. Eine ganz besondere Erfahrung war die dreiwöchige Exkursion der Geographen nach Tansania. Alleine würde ich dorthin wahrscheinlich nicht reisen. So habe ich jede Menge an Eindrücken gewonnen, von denen ich in der Schule sicherlich profitieren kann."

Markus Feser: "Wenn man im Gesicht eines Schülers sieht, dass gerade der Groschen gefallen ist, ist das wahrscheinlich der schönste Moment im Lehrerdasein. Mir gibt das jedenfalls unheimlich viel. Ich studiere Physik und Mathematik für das Lehramt am Gymnasium. Was mir am Studium bisher besonders gefallen hat, war unser Einsatz im MIND-Center der Uni Würzburg. Dort kommen Schulklassen für einen Tag zu Besuch und können an verschiedenen Versuchsstationen Experimente aus dem Bereich der Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik durchführen. Die Aufgabe für uns Studenten war es, zu bestimmten Themen solche Stationen zu entwickeln und die Schulklassen dort über mehrere Wochen hinweg zu betreuen. Dabei konnten wir sehr gut testen, wie das ist, wenn man mal mehr, mal weniger autoritär auftritt, den Gruppen große Freiheit lässt, ihnen viel oder wenig Input gibt. Man konnte sich in der Praxis ausprobieren und bekam hinterher von den Dozenten sein persönliches Feedback. Was mir ebenfalls am Studium gut gefällt, sind die Angebote aus dem freien Bereich. Ich habe zum Beispiel ein Seminar besucht, in dem wir das Gespräch mit Eltern trainiert haben. Das war eine hilfreiche Erfahrung."

Tanja Heger: "Ein Lehramtsstudium war schon immer mein Traum. Aber weil ich kein allgemeines Abi habe, bin ich nach der Realschule auf die FOS und anschließend an die Fachhochschule. Allerdings war mir schon während meines Sozialpädagogikstudiums klar, dass ich danach noch an die Uni gehen würde. Jetzt studiere ich Mathe und katholische Religion für das Lehramt an der Realschule. Meiner Meinung nach ist das die optimale Kombination: Für Religion muss man viel lernen, in Mathe geht es eher ums Begreifen. Natürlich muss man in Mathe auch viel üben. Dafür gibt es glücklicherweise jede Menge Tutorien und Übungsgruppen – und Dozenten, zu denen man hingehen kann, wenn man eine Frage hat. Richtig cool finde ich die Lehr:werkstatt. Über ein ganzes Schuljahr hinweg bin ich dabei einem Lehrer an einer Realschule fest zugeteilt und verbringe einen bis zwei Tage pro Woche mit ihm gemeinsam an der Schule. Von Anfang an durfte ich in den 6. Klassen unterrichten – in der Regel eine komplette Stunde. Das ist zwar bisweilen anstrengend, aber man lernt dabei ungeheuer viel für den Beruf. Was ich mir dabei erarbeitet habe, davon kann ich später garantiert noch profitieren.“           

Willst du wirklich an die Hauptschule? Da tanzen die Schüler dir doch auf der Nase herum!“ Diesen Spruch bekommt Luisa Tischler noch nach vier Semestern ihres Studiums zu hören. Allerdings fällt ihr das Kontern nicht schwer: In ihren Praktika hat sie gemerkt, dass ihr die Arbeit an der Hauptschule – die in Bayern seit Kurzem Mittelschule heißt – viel Freude bereitet. „Man darf aber nicht mit Vorurteilen antreten. Das merken die Schüler sofort“, sagt sie. Als Lehrerin am Gymnasium zu arbeiten, wäre für sie nicht in Frage gekommen. „Ich brauche den Bezug zu den Schülern und will nicht im Stundentakt die Klasse wechseln.“ Außerdem sei die Arbeit an der Hauptschule viel facettenreicher: „Man unterrichtet nahezu alle Fächer und lernt deswegen ständig Neues dazu“, sagt sie. Und dann ist man nicht nur als Lehrer gefordert: Hauptschullehrer sind auch Mentoren, Psychologen und Sozialpädagogen. Was Luisa motiviert: „Wenn du merkst, dass deine Schüler die Schulzeit genießen. Und wenn sie den Stoff verstanden haben.“
Das Studium in Würzburg passt. Total kompetente Dozenten, tolle Seminare in den Didaktikfächern, eine große Auswahlmöglichkeit und viel Entscheidungsfreiheit sprechen ihrer Meinung nach für die Universität Würzburg. Wenn man dann, wie sie, auch noch richtig gute Praktikumslehrer erwischt, bleibt als Fazit: „Hier passt alles!“

Als Lehrerin an einer Grundschule zu arbeiten, das ist das Ziel von Clarissa Schauder: „Dass ich gut mit Kindern umgehen kann, habe ich schon früh gemerkt.“ Viele Jahre war sie in der Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinde aktiv und hat in dieser Zeit gemerkt: „Wer sich Mühe gibt, kann bei Kindern viel Positives bewirken. Wenn man zum Beispiel schüchternen Kindern Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenkt, kommen sie mehr aus sich heraus. Und auch schwierige Kinder werden dann umgänglicher.“ Was Clarissa am Studium fürs Grundschullehramt begeistert: Es bietet Einblick in viele Wissenschaften. Englisch, Mathe und Deutsch, Kunst, Musik und Naturwissenschaften. „Diese ganze Fächervielfalt wird an der Grundschule ja unterrichtet“, sagt sie. Sehr gut gefallen ihr die Didaktik-Seminare, weil die Dozenten sich viel Mühe geben und einen direkten Bezug zum Unterricht an der Grundschule herstellen: Welchen Stoff nimmt man durch, wie baut man eine Stunde auf, welche Materialien kann man dafür verwenden? Clarissa stammt aus Gießen. Würzburg kannte sie vorher nicht, war dann aber positiv überrascht: „Es ist eine richtige Studentenstadt mit vielen Bars, Kneipen und Festen. Hier ist immer etwas los, es wird nie langweilig. Und die Altstadt mit ihren vielen Kirchen finde ich unglaublich schön.“

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