Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2012/13

Traumberuf Lehrer

Abwechslung und Lebendigkeit: Das bietet ein Lehramtsstudium an der Uni Würzburg, dem größten Standort für die Lehrerbildung in Nordbayern. Wer hier „auf Lehramt“ studiert, findet mit Sicherheit seine Lieblingsfächer.

Geistes- und Naturwissenschaften bieten ein großes Repertoire an: Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Geographie, Musik, Sozialkunde, Religion oder Ethik, Chemie, Biologie und Physik sind nur ein paar Beispiele.

Berufsfelder außerhalb der Schule

In bestimmten Lehramtsstudiengängen, wie dem fürs Gymnasium, berechtigt das Staatsexamen zur Promotion und führt damit zu einer wissenschaftlichen Laufbahn. Parallel zu den Lehramtsstudiengängen können je nach Schulart und Fächerkombination der Bachelor of Arts oder der Bachelor of Science erworben werden, die über den Schuldienst hinaus Berufsfelder erschließen.

Studierende finden viele Möglichkeiten

Die Uni Würzburg bietet für fast alle Schularten Studiengänge an, für Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Grundschule und Förderschulen. Abwechslung ist inbegriffen – dafür sorgen die fach-, bildungswissenschaftlichen und schulpraktischen Studienanteile, die Kooperationen zwischen Hochschullehrern und Schulpraktikern, das Angebot, in ausländischen Schulsystemen Praktika zu absolvieren, und das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, das das Studium durch attraktive Angebote bereichert.

Lisa Keilwerth: "Ich studiere Deutsch und Erdkunde für das Lehramt am Gymnasium. Meine Entscheidung, dafür nach Würzburg zu gehen, war definitiv richtig. Ich habe mich frühzeitig beim Studentenwerk für ein Zimmer in einem Wohnheim beworben und gleich einen Platz am Hubland-Campus bekommen. Das ist ideal für mich, weil sowohl die Germanistik als auch die Geographie hier untergebracht sind. Wenn ich mal eine Pause zwischen zwei Veranstaltungen habe, kann ich deshalb gut nach Hause gehen und muss nicht die Zeit irgendwo absitzen. Auch sonst ist hier alles in der Nähe, was ich brauche: Die Unibibliothek, wo sich immer ein Platz zum Lernen finden lässt. Das Sportzentrum, wo ich ins Fitness-Studio gehe. Und jede Menge Grün zum Spazieren oder Joggen. Was das Studium betrifft: Die Uni bietet viel, und die Didaktik-Lehrstühle geben ihr Bestes für uns Lehramtsstudierende. Ich stehe jetzt kurz vor dem Staatsexamen und fühle mich wirklich gut vorbereitet. Eine ganz besondere Erfahrung war die dreiwöchige Exkursion der Geographen nach Tansania. Alleine würde ich dorthin wahrscheinlich nicht reisen. So habe ich jede Menge an Eindrücken gewonnen, von denen ich in der Schule sicherlich profitieren kann."

Markus Feser: "Wenn man im Gesicht eines Schülers sieht, dass gerade der Groschen gefallen ist, ist das wahrscheinlich der schönste Moment im Lehrerdasein. Mir gibt das jedenfalls unheimlich viel. Ich studiere Physik und Mathematik für das Lehramt am Gymnasium. Was mir am Studium bisher besonders gefallen hat, war unser Einsatz im MIND-Center der Uni Würzburg. Dort kommen Schulklassen für einen Tag zu Besuch und können an verschiedenen Versuchsstationen Experimente aus dem Bereich der Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik durchführen. Die Aufgabe für uns Studenten war es, zu bestimmten Themen solche Stationen zu entwickeln und die Schulklassen dort über mehrere Wochen hinweg zu betreuen. Dabei konnten wir sehr gut testen, wie das ist, wenn man mal mehr, mal weniger autoritär auftritt, den Gruppen große Freiheit lässt, ihnen viel oder wenig Input gibt. Man konnte sich in der Praxis ausprobieren und bekam hinterher von den Dozenten sein persönliches Feedback. Was mir ebenfalls am Studium gut gefällt, sind die Angebote aus dem freien Bereich. Ich habe zum Beispiel ein Seminar besucht, in dem wir das Gespräch mit Eltern trainiert haben. Das war eine hilfreiche Erfahrung."

Franziska Aust: "Ursprünglich hatte ich ja geplant, Lehramt für das Gymnasium zu studieren. Dann bin ich aber während meines Orientierungspraktikums in die Realschule gegangen und habe festgestellt, dass mir das viel mehr Spaß macht. Ich finde, an der Realschule ist das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern enger; der Unterricht ist offener, der Stoff wird nicht so trocken dargeboten. Deshalb studiere ich jetzt Deutsch und Katholische Theologie für das Lehramt an Realschulen. Was man in Deutsch macht? Alles! Mittelhochdeutsch, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Didaktik – da sitzen wir in den gleichen Veranstaltungen wie die anderen Lehramtsstudierenden. Und Religion liegt mir eh; ich war auch schon Pfarrgemeinderätin. Religion kritisch zu hinterfragen, wie ich das jetzt im Studium erlebe, finde ich ziemlich spannend. Dass die Schüler an Realschulen schwieriger sind als am Gymnasium, glaube ich nicht. Da kursieren viele Vorurteile. Ich bin überzeugt davon, dass es auch dort fitte Kinder gibt. Und guten Unterricht kann man überall machen. Würzburg gefällt mir gut. Mein Tipp an alle Neuen: Geht auf die Shuttle-Party! Da lernt ihr die wichtigsten Orte an einem Abend kennen.“

Mark Daues wäre fast eines der raren Exemplare eines Mannes an einer Grundschule geworden. Dann hat er sich während seines Orientierungspraktikums an einer Hauptschule umgesehen und festgestellt: „Mit den Jugendlichen dort kann ich mehr anfangen.“ Jetzt wird Mark also Hauptschullehrer. Was ihn an diesem Job reizt? „Ich finde das Klasslehrerprinzip super. Man begleitet seine Schüler über mehrere Jahre hinweg und kann einen persönlichen Bezug aufbauen“, sagt er. Außerdem sei der Hauptschullehrer kein „reiner Wissensvermittler“, sondern vielfältig gefordert. Das Studium in Würzburg gefällt Mark gut: „Die Dozenten sind engagiert, fachlich versiert und menschlich sehr angenehm.“ Auch die Ausstattung ließe kaum Wünsche offen. Was ihm besonders gefällt? Das neue Sportzentrum am Hubland findet er besonders gelungen. Weil Mark unter anderem Sport studiert, hält er sich dort häufig auf. Hauptschule: Ist das nicht der Ort, wo Lehrer Angst vor ihren Schülern haben müssen? „Das ist das Bild, das die Medien zeichnen. Der Realität entspricht es nur in wenigen Ausnahmefällen“, sagt Mark. Er hat während zweier Skikurse gemerkt: „Wenn man sich wirklich für seine Schüler interessiert und konsequent ist, ohne dabei autoritär zu sein, kann man selbst mit sehr schwierigen Schülern gut klarkommen.

Als Lehrerin an einer Grundschule zu arbeiten, das ist das Ziel von Clarissa Schauder: „Dass ich gut mit Kindern umgehen kann, habe ich schon früh gemerkt.“ Viele Jahre war sie in der Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinde aktiv und hat in dieser Zeit gemerkt: „Wer sich Mühe gibt, kann bei Kindern viel Positives bewirken. Wenn man zum Beispiel schüchternen Kindern Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenkt, kommen sie mehr aus sich heraus. Und auch schwierige Kinder werden dann umgänglicher.“ Was Clarissa am Studium fürs Grundschullehramt begeistert: Es bietet Einblick in viele Wissenschaften. Englisch, Mathe und Deutsch, Kunst, Musik und Naturwissenschaften. „Diese ganze Fächervielfalt wird an der Grundschule ja unterrichtet“, sagt sie. Sehr gut gefallen ihr die Didaktik-Seminare, weil die Dozenten sich viel Mühe geben und einen direkten Bezug zum Unterricht an der Grundschule herstellen: Welchen Stoff nimmt man durch, wie baut man eine Stunde auf, welche Materialien kann man dafür verwenden? Clarissa stammt aus Gießen. Würzburg kannte sie vorher nicht, war dann aber positiv überrascht: „Es ist eine richtige Studentenstadt mit vielen Bars, Kneipen und Festen. Hier ist immer etwas los, es wird nie langweilig. Und die Altstadt mit ihren vielen Kirchen finde ich unglaublich schön.“

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