
Abwechslung und Lebendigkeit: Das bietet ein Lehramtsstudium an der Uni Würzburg, dem größten Standort für die Lehrerbildung in Nordbayern. Wer hier „auf Lehramt“ studiert, findet mit Sicherheit seine Lieblingsfächer.
Geistes- und Naturwissenschaften bieten ein großes Repertoire an: Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Geographie, Musik, Sozialkunde, Religion oder Ethik, Chemie, Biologie und Physik sind nur ein paar Beispiele.
In bestimmten Lehramtsstudiengängen, wie dem fürs Gymnasium, berechtigt das Staatsexamen zur Promotion und führt damit zu einer wissenschaftlichen Laufbahn. Parallel zu den Lehramtsstudiengängen können je nach Schulart und Fächerkombination der Bachelor of Arts oder der Bachelor of Science erworben werden, die über den Schuldienst hinaus Berufsfelder erschließen.
Die Uni Würzburg bietet für fast alle Schularten Studiengänge an, für Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Grundschule und Förderschulen. Abwechslung ist inbegriffen – dafür sorgen die fach-, bildungswissenschaftlichen und schulpraktischen Studienanteile, die Kooperationen zwischen Hochschullehrern und Schulpraktikern, das Angebot, in ausländischen Schulsystemen Praktika zu absolvieren, und das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, das das Studium durch attraktive Angebote bereichert.
Frank Wenzel:
Für das Lehramt am Gymnasium studiere ich Biologie und Chemie. Für Würzburg habe ich mich entschieden, weil diese Fächer hier einen guten Ruf genießen. Das merkt man im Studium: Der Anspruch ist hoch, die wissenschaftliche Ausbildung ist gut, dementsprechend schneiden Würzburger Studierende bei den Staatsexamensprüfungen regelmäßig sehr gut ab. Genauso gut ist allerdings auch unsere fachdidaktische Ausbildung. Es gibt in der Biologie eine Vielzahl von Seminaren, die für die Unterrichtsvorbereitung wirklich viel bringen. Wenn wir dabei beispielsweise in Kleingruppen zehn Modellstunden erarbeiten, hat man hinterher ein gutes Repertoire, das man für die eigene Vorbereitung nutzen kann. Das hilft einem auch, wenn man während des Studiums im Praktikum Unterricht hält. Wie die Stunde tatsächlich gelaufen ist, erfährt man hinterher bei der Nachbesprechung. Und in der Videoanalyse kann man dann auch mal selbst sehen, wie man vor einer Klasse agiert. Solche Praktika sind eine gute Möglichkeit, sich auszuprobieren und eine fundierte Rückmeldung zu erhalten. Das alles trägt dazu bei, dass ich meine Entscheidung noch nie bereut habe.“

Antonia Bieber:
"Ich studiere Geschichte und Deutsch auf Lehramt für Gymnasium und Magister, weil ich mir nicht sicher bin, wie mein Leben nach dem Studium aussehen soll, und ich mir mit dem doppelten Abschluss mehr Möglichkeiten offen halten kann. Das Studentenleben in Würzburg gefällt mir ganz gut: Es gibt viele junge Leute, ausreichend Klamottenläden, ein umfangreiches Nachtleben und dazu jede Menge Feste, auf denen ich regelmäßig jobbe. Geld verdiene ich mir auch als Hiwi dazu. Ich arbeite mit meinem Professor an Würzburger Ratsprotokollen des 15. Jahrhunderts, die als Buch erscheinen sollen. Eine gute Möglichkeit, schon vor Ende meines Studiums wissenschaftlich tätig zu sein und in einer Veröffentlichung erwähnt zu werden! Viel lesen gehört zu meinem Studium dazu. Da ist es wirklich sehr gut, dass ich Bücher in der Unibibliothek bis zu drei Monate ausleihen kann. Die kostenlose Fernleihe und die sofortige Berücksichtigung von Anschaffungsvorschlägen haben mir mehr als einmal eine Hausarbeit gerettet. Wenn ich nicht für mein Studium tätig bin, nutze ich intensiv die Kurse der Sport-Uni. Ohne das Angebot wäre ich nie zu meinen Erfahrungen in Ballett oder HipHop-Dance gekommen.“

Franziska Aust:
"Ursprünglich hatte ich ja geplant, Lehramt für das Gymnasium zu studieren. Dann bin ich aber während meines Orientierungspraktikums in die Realschule gegangen und habe festgestellt, dass mir das viel mehr Spaß macht. Ich finde, an der Realschule ist das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern enger; der Unterricht ist offener, der Stoff wird nicht so trocken dargeboten. Deshalb studiere ich jetzt Deutsch und Katholische Theologie für das Lehramt an Realschulen. Was man in Deutsch macht? Alles! Mittelhochdeutsch, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Didaktik – da sitzen wir in den gleichen Veranstaltungen wie die anderen Lehramtsstudierenden. Und Religion liegt mir eh; ich war auch schon Pfarrgemeinderätin. Religion kritisch zu hinterfragen, wie ich das jetzt im Studium erlebe, finde ich ziemlich spannend. Dass die Schüler an Realschulen schwieriger sind als am Gymnasium, glaube ich nicht. Da kursieren viele Vorurteile. Ich bin überzeugt davon, dass es auch dort fitte Kinder gibt. Und guten Unterricht kann man überall machen. Würzburg gefällt mir gut. Mein Tipp an alle Neuen: Geht auf die Shuttle-Party! Da lernt ihr die wichtigsten Orte an einem Abend kennen.“

Fast wäre Mark Daues eines der raren Exemplare eines Mannes an einer Grundschule geworden. Dann hat er sich während seines Orientierungspraktikums an einer Hauptschule umgesehen und festgestellt: „Mit den Jugendlichen dort kann ich mehr anfangen.“ Jetzt wird Mark also Hauptschullehrer. Was ihn an diesem Job reizt? „Ich finde das Klasslehrerprinzip super. Man begleitet seine Schüler über mehrere Jahre hinweg und kann einen persönlichen Bezug aufbauen“, sagt er. Außerdem sei der Hauptschullehrer kein „reiner Wissensvermittler“, sondern vielfältig gefordert. Das Studium in Würzburg gefällt Mark gut: „Die Dozenten sind engagiert, fachlich versiert und menschlich sehr angenehm.“ Auch die Ausstattung ließe kaum Wünsche offen. Was ihm besonders gefällt? Das neue Sportzentrum am Hubland findet er besonders gelungen. Weil Mark unter anderem Sport studiert, hält er sich dort häufig auf. Hauptschule: Ist das nicht der Ort, wo Lehrer Angst vor ihren Schülern haben müssen? „Das ist das Bild, das die Medien zeichnen. Der Realität entspricht es nur in wenigen Ausnahmefällen“, sagt Mark. Er hat während zweier Skikurse gemerkt: „Wenn man sich wirklich für seine Schüler interessiert und konsequent ist, ohne dabei autoritär zu sein, kann man selbst mit sehr schwierigen Schülern gut klarkommen."

Als Lehrerin an einer Grundschule zu arbeiten, das ist das Ziel von Clarissa Schauder: „Dass ich gut mit Kindern umgehen kann, habe ich schon früh gemerkt.“ Viele Jahre war sie in der Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinde aktiv und hat in dieser Zeit gemerkt: „Wer sich Mühe gibt, kann bei Kindern viel Positives bewirken. Wenn man zum Beispiel schüchternen Kindern Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenkt, kommen sie mehr aus sich heraus. Und auch schwierige Kinder werden dann umgänglicher.“ Was Clarissa am Studium fürs Grundschullehramt begeistert: Es bietet Einblick in viele Wissenschaften. Englisch, Mathe und Deutsch, Kunst, Musik und Naturwissenschaften. „Diese ganze Fächervielfalt wird an der Grundschule ja unterrichtet“, sagt sie. Sehr gut gefallen ihr die Didaktik-Seminare, weil die Dozenten sich viel Mühe geben und einen direkten Bezug zum Unterricht an der Grundschule herstellen: Welchen Stoff nimmt man durch, wie baut man eine Stunde auf, welche Materialien kann man dafür verwenden? Clarissa stammt aus Gießen. Würzburg kannte sie vorher nicht, war dann aber positiv überrascht: „Es ist eine richtige Studentenstadt mit vielen Bars, Kneipen und Festen. Hier ist immer etwas los, es wird nie langweilig. Und die Altstadt mit ihren vielen Kirchen finde ich unglaublich schön.“