Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2013/14

Jurastudent Daniel Kuhn im Innenhof der Alten Universität, dem Domizil der Würzburger Juristenfakultät. (Foto: Eva Wegmann)
Jurastudent Daniel Kuhn im Innenhof der Alten Universität, dem Domizil der Würzburger Juristenfakultät. (Foto: Eva Wegmann)

Jura: Alles andere als trocken

Lehrer oder Mediziner als Beruf: Das hätte sich Daniel Kuhn ebenfalls sehr gut vorstellen können. Aber am Ende schrieb er sich doch fürs Jurastudium ein. „Ich habe schon in der Schule gemerkt, dass mir das Fach liegt, und mich dann umfangreich informiert. Bis heute habe ich meine Entscheidung nicht bereut“, sagt er.

Jura gilt allgemein als sehr trockener Studiengang. „Für mich stimmt diese Aussage gar nicht“, sagt Daniel, „mir gefällt an Jura vor allem der praktische Anwendungsbezug. Viele Rechtsfälle, die wir im Studium kennenlernen, stammen aus dem tatsächlichen Leben.“

Einblick in die Berufsfelder

Das gilt auch für die Veranstaltungsreihe „Jura in der Praxis“, die Daniel gern besucht: In den Vorträgen präsentieren fertig ausgebildete Juristen aus allen Sparten ihre Berufe. So bekommen die Studierenden schon einmal einen Vorgeschmack davon, auf wie vielen verschiedenen Feldern sie später arbeiten können. Juristen können Staatsanwalt, Richter, Notar oder Rechtsanwalt werden, aber auch in Firmen, Hochschulen oder gemeinnützigen Organisationen arbeiten.

Vielfältig ist die Würzburger Juristenfakultät auch in punkto Internationalität. Eine Spezialität hier ist das Europarecht: Für dieses Gebiet gibt es eigens ein Begleit- und ein Aufbaustudium. Auf was er sich später genau spezialisieren will, kann Daniel angesichts der vielfältigen Möglichkeiten noch nicht sagen: „Man nähert sich im Lauf des Studiums langsam seinen persönlichen Interessen.“

Viele Fachsprachen im Angebot

Sicher weiß Daniel allerdings, dass er weiterhin Rechtsenglisch belegen will. Französisch und Spanisch interessieren ihn ebenfalls. In Würzburg ist das kein Problem: Das Fremdsprachenangebot ist ansehnlich, und darauf sind die Juristen stolz. Die Studierenden können unter anderem Chinesisch, Russisch, Türkisch und andere Sprachen wählen. In den Kursen lernen sie dann die juristische Fachterminologie der jeweiligen Länder und deren Rechtssysteme kennen.

Von den Professoren hat Daniel einen sehr guten Eindruck. „Man sieht, dass sie sich für ihr Fach begeistern und engagiert in den Vorlesungen ihr Wissen vermitteln. Meistens sind die Vorlesungen anschaulich und interaktiv gestaltet, so dass der Lerneffekt hoch ist und man wenig nacharbeiten muss.“

Gut vorbereitet auf die Prüfungen

Trotzdem sei es im Jurastudium wichtig, am Ball zu bleiben – schließlich stehen irgendwann Klausuren an. „Auf die Prüfungen wird man hier wirklich gut vorbereitet“, ist Daniels Erfahrung. „Es werden freiwillige Übungsklausuren angeboten, und wenn man die fleißig mitschreibt und sich wirklich für Jura interessiert, kann eigentlich fast nichts mehr schiefgehen.“

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