Valentin Burger studiert Informatik. Und kitet gerne. Am liebsten in Campusnähe. Alles was er dazu braucht: ein Kite, den richtigen Wind, schönes Wetter. Das ist es auch, was Valentin so an Würzburg gefällt: „Das gute Wetter im Sommer.“
Doch weder die Schönwetterlage in der Studentenstadt noch „das super Freizeitangebot“ waren für den Wunsiedler ausschlaggebend bei der Suche nach der richtigen Uni und dem richtigen Studiengang. Obwohl oder gerade weil Valentin nicht nur kitet, sondern so ziemlich alle Sportarten beherrscht, hat er sich nicht für ein Sport-, sondern für ein Informatikstudium entschieden. „Ich habe eine Herausforderung gesucht.“ Die technischen Inhalte der Würzburger Informatik haben ihn überzeugt.
Informatiker sitzen nicht nur vorm Computer
Die Worte „Technik“ und „Informatik“ lösen bei vielen Klischeedenken aus. Völlig unberechtigt, findet Valentin: „Der beste Informatiker ist lange nicht der, der die meiste Zeit vor seinem Computer verbringt. Es geht viel mehr darum, sich immer wieder neuen Problemen zu stellen, neue Wege zu finden und nicht zu schnell aufzugeben. Dahinter steckt also auch ein sportlicher Aspekt. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass ich bei jeder sportlichen Aktivität Informatikern begegne.“
Vielen fehle einfach eine gute Vorstellung davon, was sie im Studium erwartet. So ging es auch Esther Fee Feichtner. Nach dem Abitur schwankte sie zwischen einem Musikstudium und Informatik. Das Konzept eines „logischen Studiums“, wie sie sagt, habe sie allerdings überzeugt, und so hat sie sich für Informatik eingeschrieben.
Was ihr besonders an der Uni gefällt? Dass es „eine richtige Campus-Uni“ ist. Wenn Esther nicht gerade in einer Vorlesung oder im Seminar sitzt, geht sie auf dem Campus einem ihrer Hobbys nach – dem Schwertkampf.
Atmosphäre ist entspannt
Angst haben brauchen ihre männlichen Kommilitonen vor ihr aber nicht. Den hohen Männeranteil unter den Informatikern sieht Esther als klaren Vorteil an: „Ich genieße das! Es ist unkompliziert, mit Männern zusammenzuarbeiten. Die Atmosphäre ist entspannt.“
Eine der wenigen Frauen zu sein, die sich in eine Männerdomäne wagt – das bedeutet auch, dass man sich rechtfertigen und beweisen muss, häufiger als die männlichen Kollegen. So geht es Isabel Grimm: „Aber es gibt keinen Grund, als Frau nicht Informatik zu studieren.“
Ein Fach, von dem sie sich neben Theorie auch Praxis im Studium versprach. Enttäuscht wurde sie bislang nicht. In einem studienbegleitenden Praktikum hat Isabel mit ihren männlichen Kommilitonen ein kleines Roboterfahrzeug gebaut und programmiert. Ziel war es, den Roboter autonom durch ein Labyrinth fahren zu lassen und das ganze zusätzlich auf dem Rechner zu simulieren. Mit Hilfe einer über dem Roboter angebrachten Kamera konnte die Korrektheit der Simulation überprüft werden. Das Ganze sei zwar sehr zeitintensiv, durch die immer wieder nötige Fehlersuche aber auch sehr lehrreich und mit viel Spaß verbunden gewesen.
Extrem gut vorbereitete Professoren
Auch die Theorie überzeugt Isabel: „Viele Informatik-Professoren sind extrem gut vorbereitet, gestalten ihre Vorlesung interessant und können den Stoff wirklich gut erklären.“ Das Angebot an Seminaren und Praktika ist groß, Platz gibt es für jeden Studenten.
Isabel gefällt besonders die persönliche Atmosphäre und hat den Eindruck, „dass der einzelne Student den Professoren am Herzen liegt.“ Wenn sie eine Frage zu den Inhalten oder der Organisation des Studiums hat, nehmen sich Professoren und Übungsleiter Zeit für ein Gespräch oder antworten sehr schnell per E-Mail. „Vor einer Klausur hat ein Übungsleiter zwei Stunden lang all meine Fragen beantwortet.“
Eine Uni, die kein Massenbetrieb ist, Professoren, die ihre Studenten kennen. Auch Esther und Valentin fühlen sich „ausgezeichnet betreut“. Die Studierenden beteiligen sich zudem an Forschungsprojekten der Wissenschaftler und bereiten sich so ideal auf die Zeit nach dem Studium vor.
Breites Angebot im Sportzentrum
Bei all der Studiererei darf natürlich die Freizeit nicht zu kurz kommen. Gut, dass die Uni Würzburg ein so breites Sportangebot hat. „Ich bin oft am Sportzentrum“, sagt Valentin. Dort kann er ausgefallene Sportarten wie Baseball, Rugby oder Trampolinturnen ausprobieren. Bei gutem Wetter spielt er mit Freunden Fußball oder Beachvolleyball auf dem Campus. Oder hebt mit seinem Kite ab.