Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2013/14

Anika Schwind und Benedikt Budig mögen das Informatikgebäude aus vielen Gründen. (Foto: Robert Emmerich)
Anika Schwind und Benedikt Budig mögen das Informatikgebäude aus vielen Gründen. (Foto: Robert Emmerich)
Philipp (Mathe) und Lukas (Luft- und Raumfahrtinformatik) rauchen nur die Köpfe, nicht die Füße: Dank der Fachschaft gibt's im Informatikgebäude manchmal auch ein Fußbad gratis. (Foto: Marco Bosch)
Philipp (Mathe) und Lukas (Luft- und Raumfahrtinformatik) rauchen nur die Köpfe, nicht die Füße: Dank der Fachschaft gibt's im Informatikgebäude manchmal auch ein Fußbad gratis. (Foto: Marco Bosch)

Informatik: Im Team durchs Studium

Wie funktioniert eigentlich das T9-System, mit dem das Schreiben von Textnachrichten auf dem Handy so viel einfacher geht? Wie ist es möglich, dass eine Internet-Suchmaschine derart schnell Ergebnisse ausspuckt, wo sie doch so viele Webseiten durchforsten muss?

Wer sich für solche Fragen interessiert, dürfte mit einem Informatikstudium genau richtig liegen. Um T9 und andere Anwendungen des Alltags geht es zum Beispiel in der Lehrveranstaltung „Algorithmen und Datenstrukturen“. Die war für Anika Schwind und Benedikt Budig ein ganz klarer Höhepunkt im Studium – aber auch eine Herausforderung: „Die erste Übungsaufgabe hieß: ‚Programmieren Sie in Java ein Vier-gewinnt-Spiel‘. Da waren wir erst mal ratlos“, gibt Bachelor-Studentin Anika zu.

Aber die Ratlosigkeit dauerte nicht lange, denn in der Informatik werden solche Übungen im Team gelöst: „Wir haben zusammen überlegt, nach und nach kamen die Ideen, und am Ende stellten wir fest, dass die Aufgabe eigentlich ganz einfach war.“

Programmieren und Mathe

Das Programmieren muss man vor dem Studium noch nicht beherrschen. „Erstens gibt es dafür einen speziellen Vorkurs, zweitens kann man da langsam reinwachsen“, erzählt Anika. Anders sieht es mit Mathematik aus: „Wer da in der Schule schlecht war, sollte bedenken, dass Mathe bei uns eine große Rolle spielt“, so Benedikt.

Die Atmosphäre in der Würzburger Informatik empfinden beide als angenehm locker: „Die Dozenten sind offen und nehmen sich viel Zeit für uns.“ Locker geht es auch im Foyer und auf den Fluren des Informatikgebäudes zu. Während des Semesters ist dort immer viel los, die Arbeitstische sind gut besetzt. „Wer irgendetwas zum Stoff oder zum Studium wissen will, kann einfach die anderen fragen“, empfiehlt Anika.

Erklär-Hiwis helfen den Studienanfängern

Im Foyer sind außerdem die Erklär-Hiwis greifbar: Das sind ältere Studierende, die sich im Auftrag der Uni vor allem um die Studienanfänger kümmern. Eine zusätzliche Anlaufstelle ist das Zimmer der Fachschaft. „Dort gibt es zum Beispiel Klausursammlungen, mit denen man sich ein Bild davon machen kann, was in älteren Prüfungen so alles gefragt wurde“, sagt Benedikt. „Die Leute von der Fachschaft verleihen aber auch Volleybälle oder Picknickdecken, wenn man sich auf die Wiese legen will“, ergänzt Anika. Oder sie stellen im Sommer ein Planschbecken auf, damit sich ihre Mitstudenten die Füße kühlen können.

Masterstudent Benedikt hat einen Studienaufenthalt in den USA hinter sich. Die zehn Monate in Buffalo haben ihm viele Eindrücke beschert. Zum Beispiel sei dort die Grenze zwischen Lehre und Forschung nicht so starr wie in Deutschland.

Nah dran an der Forschung

Was aber nicht heißen soll, dass die Studierenden in Würzburg gar nicht in die Welt der Forschung eintauchen können. Benedikt zum Beispiel hat in seiner Bachelor-Arbeit ein System entwickelt, bei dem es um die Verbesserung von Navigationssystemen ging. „Am Ende konnten wir unser Ergebnis sogar auf einer internationalen Konferenz in Los Angeles vorstellen“, erzählt der Student.

Einblick in die internationale Wissenschaft gab’s auch schon für Anika. Sie hat in einem Team von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern eine einwöchige Informatik-Tagung organisiert. Auch sonst ist sie sehr aktiv für ihr Fach. Zum Beispiel hat sie den Girls‘ Day der Informatik geplant, bei dem es verschiedene Workshops für 40 Schülerinnen gab. Einen davon hat sie auch selbst gehalten. Mit welcher Strategie sie junge Leute für die Informatik zu begeistern versucht? „Ich fange da immer mit alltäglichen Sachen an, die jeder kennt. Zum Beispiel mit der Frage, wie eigentlich T9 funktioniert.“

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