Solarzellen auf organischer Basis, produziert mit einer Art Tintenstrahldrucker auf flexiblen Folien. Batterien, die in der Lage sind, Strom über lange Zeit verlustfrei zu speichern. Künstliche Gewebe, die bei Unfallopfern zerstörte Organe ersetzen. Sie alle basieren auf sogenannten Funktionswerkstoffen.
Solche Materialien zu entwickeln und mit den jeweils gewünschten Eigenschaften zu versehen: Das lernen Studierende im Studiengang „Funktionswerkstoffe“ an der Universität Würzburg.
Abwechslungsreich und anwendungsnah
„Das Studium ist sehr breit aufgestellt – Mathematik, Physik, Chemie, Materialkunde, Medizin, Ingenieurwesen – von allem ist etwas dabei“, erzählt Marcel Rother. Außerdem ist es sehr anwendungsnah: Ob neue Materialien für Handy-Displays, Verbundwerkstoffe für spektakuläre Gebäudefassaden oder leicht zu verarbeitende Formen von Zahnersatz – es gibt kaum einen Bereich, mit dem sich die Studierenden nicht beschäftigen würden.
Auf die naturwissenschaftlichen Grundlagen in den ersten Semestern folgen vertiefte Einblicke in zahlreiche Anwendungsgebiete. „Im Bachelor erhält man einen Überblick und lernt, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten“, sagt Marcel. Im Master könnten Studierende sich dann auf ein Gebiet spezialisieren – oder weiterhin die gesamte Breite abdecken.
Medizintechnik und andere Berufsfelder
Dementsprechend vielfältig sind die Berufsfelder, die Absolventen dieses Studiengangs offen stehen. „Ich schwanke momentan zwischen Energie- und Medizintechnik“, sagt Marcel. Allerdings könne er sich auch einen Job in der Luft- und Raumfahrtindustrie oder in der Entwicklung neuer Eisenbahnen gut vorstellen.
Bachelorarbeit in Toronto
Sein eigenes Projekt zu leiten: Das hat Marcel während seiner Bachelorarbeit gelernt. Da war er auf Vermittlung der Uni Würzburg für drei Monate in Toronto und hat an der dortigen Universität ein Substrat zur Untersuchung von Zell-Zell-Wechselwirkungen entwickelt. Die Zeit in Kanada sei das absolute Highlight seines Studiums gewesen, sagt er.
Gutes Miteinander im Studium
Aber auch in Würzburg hat es Marcel gut gefallen. Kleine Gruppen, ein gutes Miteinander und Dozenten, die ihre Studierenden kennen, sprechen seiner Meinung nach für ein Studium in der Stadt am Main. Er jedenfalls würde sich wieder genauso entscheiden: Funktionswerkstoffe an der Universität Würzburg.