Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2012/13

Manuel Röder, Verena Kleiner und Christopher Brandt. Foto: Robert Emmerich
Funktionswerkstoffe sind ihr Metier: Manuel Röder, Verena Kleiner und Christopher Brandt (von links). Foto: Robert Emmerich

Funktionswerkstoffe

Sputtern, steht auf dem Türschild. Was in diesem Praktikumsraum am Röntgenring wohl abgeht? „Sputtern, das war echt gut“, sagt Verena Kleiner. Ihr Kommilitone Christopher Brandt erklärt, worum es geht: Die Studierenden lernen, Gegenstände hauchfein mit Silber zu beschichten. Nur dann kann man die Objekte unter dem Elektronenmikroskop untersuchen.

Verena und Christopher sind im Studiengang Funktionswerkstoffe eingeschrieben. Funktionswerkstoffe sind in vielen Bereichen wichtig: Informationstechnologie, Maschinen- und Anlagenbau, Verkehrs- und Medizintechnik.

Praktika gehören zum Studium

Einblick in die Entwicklung solcher Spezialwerkstoffe bekommen die Studierenden zum Beispiel bei Praktika im Würzburger Fraunhofer-Institut für Silicatforschung. Dort werden unter anderem Piezo-Werkstoffe erforscht – Materialien, die unter mechanischer Belastung elektrische Spannung erzeugen oder die sich verformen, wenn man sie unter Strom setzt.

Wozu das gut sein kann? „Damit lassen sich zum Beispiel die mechanischen Kräfte, die beim Fliegen auf ein Flugzeug einwirken, in messbare elektrische Signale umwandeln. Auf diese Weise könnte man automatisch Materialermüdungen oder Schäden an der Flugzeugoberfläche registrieren“, erklärt Student Manuel Röder.

Familiäre Atmosphäre im Studiengang

Manuel und Verena waren 2006 unter den ersten Studierenden, die sich im damals brandneuen Studiengang eingeschrieben haben. „Wir würden das jederzeit wieder studieren“, sagen beide, und auch Christopher stimmt zu. Was den Dreien besonders gut gefällt: „Die familiäre Atmosphäre, das Studium in kleinen Gruppen. Wir sind richtige Teamworker und machen viel gemeinsam, auch privat.“

Die Betreuung an der Uni empfinden die Studierenden als sehr gut: Zwei Koordinatoren sorgen dafür, dass organisatorisch alles glatt läuft. Sie stimmen die am Studiengang beteiligten Akteure aufeinander ab: Uni, Fachhochschule, Fraunhofer-Institut, Süddeutsches Kunststoffzentrum und Zentrum für Angewandte Energieforschung.

Regenerative Medizin - eine Bereicherung

Für die Studierenden eine Bereicherung: Das neue Fachgebiet Regenerative Medizin bringt sich ebenfalls in den Studiengang ein. Was Medizin mit Werkstoffen zu tun hat? Gar nicht so wenig. Schließlich müssen die Oberflächen von künstlichen Gelenken und anderen Implantaten so beschaffen sein, dass der Organismus des Menschen sie möglichst gut annimmt. Ebenso spannend: Trägerstoffe, die medizinische Wirksubstanzen enthalten und sie im Körper des Menschen freisetzen.

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