
Über Langeweile kann sich Veronika Karl nicht beschweren: Neben mathematischen Formeln und Gleichungen lernt sie an der Uni auch noch die Computerwelt kennen. Informatik ist Veronikas Anwendungsfach im Studiengang Computational Mathematics.
„Mathe und Informatik ergänzen sich sehr gut, oft gibt es Gemeinsamkeiten“, erzählt die Studentin. Aber auch die Unterschiede sind interessant: Der Informatiker hat häufig ganz andere Sichtweisen zum Thema als ein Mathematiker – der Blickwechsel erweitert den Horizont.
Der Studiengang Computational Mathematics kombiniert Mathematik mit einem natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Fach; außer Informatik können die Studienanfänger auch Biologie, Chemie oder Physik als „Anwendungsfach“ wählen.
Zahlen und Programme sind aber nur ein Teil von Veronikas Studium: Nebenbei absolviert sie das "Sinicum", einen zweijährigen Kurs in chinesischer Geschichte, Sprach- und Landeskunde. „Der Sprachunterricht ist ein toller Ausgleich zum Mathe-Uni-Alltag“, erzählt Veronika.
Wenn das Lernen dann doch mal zu viel wird, hat die Studentin aber immer noch Zeit zum Abschalten. Etwa im Thai-Bo-Kurs am Sportzentrum oder im Uni-Kino: Dort zeigt der Uni-Filmclub die neuesten Kinofilme – „eine gute Alternative zum Fernseher“, findet Veronika.
„Ich war schon immer ein praktischer Mensch“, erzählt Martha Keller. Nach dem Abitur hat sie erst eine Ausbildung zur Bauzeichnerin gemacht, bevor sie ihr Wissen an der Uni vertiefen wollte. Mittlerweile studiert sie in Würzburg Mathematik mit dem Anwendungsfach Physik, im Studiengang Computational Mathematics.
„Wie wichtig die Praxis in diesen Fächern ist, hat mich dann doch überrascht“, sagt Martha. Stures Rechnen nach Formel, wie man es aus der Schule kennt, spielt keine Rolle – gemeinsames Diskutieren ist viel wichtiger. Keine Rolle spielt übrigens auch das Geschlecht, ist sich Martha sicher: „Frauen sind bei uns ganz sicher keine Exoten. Was zählt, ist die Leidenschaft am Fach.“