
Freude an der Arbeit im Labor – das ist für ein Chemiestudium unbedingt nötig. Da sind sich die Chemiestudierenden Benedikt Wanner, Michael Drisch und Lisa Mailänder einig. Laborpraktika stehen während des Semesters auf dem Programm, aber auch in den Ferien: Vier Wochen am Stück darf dann mit Kolben und Reagenzgläsern gewerkelt, im Laborheft und an der Tafel getüftelt und gerechnet werden.
Und wenn sie nicht im Labor sind? In der Regel hören die angehenden Chemiker vormittags Vorlesungen, die Nachmittage verbringen sie in Übungsgruppen. Dabei kommen Mathe und Physik am Anfang des Studiums nicht zu kurz, „denn das braucht man wirklich in der Chemie“, wie Lisa betont.
„Theorie und Praxis sind gut gemischt im Chemiestudium, man sitzt nicht nur am Schreibtisch“, sagt Benedikt. Lisa gefällt besonders die lockere und familiäre Atmosphäre: „Nach zwei oder drei Semestern kennt man wirklich alle, auch die Leute aus den Arbeitskreisen und der Verwaltung.“ Dozenten und Professoren? „Die haben für unsere Anliegen immer ein offenes Ohr, auch außerhalb ihrer Sprechzeiten“, so Michael.
Spannende Forschungsprojekte haben die Professoren auch – und die Studierenden können bei aktuellen Arbeiten mitmachen, ganz nah dran sein an der Forschung. Etwa in der Bachelor-Abschlussarbeit, für die das Thema frei wählbar ist.
Benedikt zum Beispiel befasst sich mit den Inhaltsstoffen einer afrikanischen Pflanze, die später vielleicht einmal für die Behandlung von Krebs verwendet werden. Lisa arbeitet mit wasserlöslichen Farbstoffen, die „eine ganz tolle Fluoreszenz“ zeigen und auch für andere Wissenschaftsbereiche spannend sind.
Das ist typisch für die Würzburger Chemie: Sie hat viele Kontaktpunkte zu anderen Fächern, etwa zur Biologie, Physik, Medizin, Pharmazie und Lebensmittelchemie.