Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2014/15

Studieren Biologie: Philipp Hönle und Alexandra Mattschas im Innenhof des Würzburger Biozentrums. (Foto: Robert Emmerich)
Studieren Biologie: Philipp Hönle und Alexandra Mattschas im Innenhof des Würzburger Biozentrums. (Foto: Robert Emmerich)

Tiere und Moleküle

Den molekularen Geheimnissen des Lebens nachspüren, aber auch Tiere und andere Organismen als Ganzes im Blick behalten – in der Würzburger Biologie geht beides.

Die klassische Zoologie ist genau das, wofür sich Philipp Hönle begeistert: „Ich habe schon als Kind gern Käfer gesammelt und es war immer klar, dass ich Biologie studieren will.“ Ameisen, Bienen und andere soziale Insekten findet er am spannendsten.

So kam Würzburg für ihn als Studienort in die engere Wahl. Kein Wunder, schließlich haben es hier etliche Professoren mit ihrer Forschung über Insektenstaaten zu Weltruhm gebracht – etwa der „Ameisen-Papst“ Bert Hölldobler, den Philipp als sein großes Vorbild bezeichnet.

Super-Betreuung am Anfang

„Dass man sich an der Uni Würzburg online bewerben kann und auch zur Einschreibung nicht selber herkommen muss, war ein weiteres großes Plus“, sagt der Student, der aus der Nähe von Worms stammt.

In Würzburg war er darum zum ersten Mal, als die Vorbereitungswoche anfing, die die Fachschaft Biologie für alle Neulinge veranstaltet. „Das ist eine Super-Betreuung am Anfang“, meint Philipp: „Zwei bis drei Studenten bekommen einen Mentor zugewiesen, der sie durchs ganze erste Semester begleitet.“

Molekulares im Masterstudium

Bienen und Blumen sind dagegen nicht unbedingt die Steckenpferde von Alexandra Mattschas. Sie ist fürs Master-Studium von Regensburg nach Würzburg gewechselt – weil die Würzburger Biologie einen sehr guten Ruf hat, weil ihre Interessensgebiete hier gut vertreten sind: Alexandra hat Bioinformatik und Molekulare Biotechnologie als Schwerpunkte gewählt.

„In der Bioinformatik berechnet man zum Beispiel aus Gensequenzen, wie eng verschiedene Organismen evolutionär miteinander verwandt sind“, sagt sie. Und in der Biotechnologie geht es um neueste Methoden der Mikroskopie, mit denen sich einzelne Moleküle und ihre Bewegungen in lebenden Zellen abbilden lassen.

Blick über den Tellerrand

Was Alexandra am Masterstudium in Würzburg besonders gut gefällt: „Man hat viele Wahlmöglichkeiten, auch außerhalb der Biologie.“ In der Medizin könne man zum Beispiel den Fachbereich Tissue Engineering belegen. Dabei geht es um die Züchtung von Knorpel und anderen Geweben mit dem Ziel, Krankheiten besser zu behandeln.

Zur Medizin hatte Alexandra schon anderweitig Kontakt: Sie hat mitgeholfen, Medizinstudenten im Biochemie-Praktikum zu betreuen. „Für diesen Job gab es sogar Credit Points“, sagt sie – und freut sich sichtlich, dass diese Lehrleistung anerkannt wurde.

Chemie und Physik gehören dazu

Apropos Lehre: „Um Chemie, Physik und Mathe kommt man am Anfang nicht herum“, gibt Philipp zu bedenken. Klar, denn diese Fächer sind wichtig, um viele biologische Vorgänge richtig verstehen zu können. Aber natürlich haben die Bio-Anfänger auch Zoologie, Botanik und Mikrobiologie auf dem Stundenplan. Philipps bisheriges Highlight? „Die Übungen zum Tierreich, bei denen die Anatomie verschiedenster Arten studiert wird.“

Joggen und Klettern

In Würzburg fühlen sich sowohl Philipp als auch Alexandra wohl. „Am Main entlang zu joggen, ist total idyllisch“, so die Studentin. Philipp zieht es dagegen eher in die Höhe: Er hat entdeckt, dass es auf den Hügeln entlang des Mains viele schöne Naturschutzgebiete gibt. Und im Kletterzentrum des Alpenvereins hebt er auch regelmäßig vom Boden ab.

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