Schülerzeitung UniZeit

Studieren an der Uni Würzburg - 2013/14

Prächtig verziert: Student Thorsten Linsner im Toscanasaal der Würzburger Residenz. Dort haben nicht nur die angehenden Archäologen Vorlesungen, sondern auch die Studierenden der Philosophie, der Musikwissenschaft und anderer Fächer. Foto: Robert Emmerich
Prächtig verziert: Student Thorsten Linsner im Toscanasaal der Würzburger Residenz. Dort haben nicht nur die angehenden Archäologen Vorlesungen, sondern auch die Studierenden der Philosophie, der Musikwissenschaft und anderer Fächer. Foto: Robert Emmerich

Nicht wie Indiana Jones

Begeistert war Thorsten Linsner, als er zum ersten Mal auf die Homepage der Klassischen Archäologie ging. „Da war ein Foto von der Würzburger Residenz zu sehen, und die hat mir sehr gut gefallen.“ In diesem altehrwürdigen Schloss zu studieren, schien im verlockend. Auch die international renommierte Sammlung altgriechischer Vasen des Martin-von-Wagner-Museums beeindruckte ihn. Und so entschied er sich am Ende für Würzburg als Studienort.

Einblick in die Kulturen des Altertums

Thorsten schrieb sich im Bachelor-Studiengang „Alte Welt“ ein, als Schwerpunkt wählte er Klassische Archäologie. Mit dieser Kombination lernte der gebürtige Bamberger nicht nur die Kunst und Kultur der Griechen und Römer im Mittelmeergebiet kennen. Er bekam auch Einblicke in die Kulturen Ägyptens und des Orients.

Was man von diesem Studiengang nicht erwarten darf? „Man hat nicht wie Indiana Jones ständig Abenteuer zu bestehen“, sagt Thorsten. Vielmehr sollte man großes Interesse für die komplette Antike mitbringen, auch für Sprachen und Schriften wie Sanskrit, Hieroglyphen oder Keilschrift.

Viele Wahlmöglichkeiten für die Studierenden

Richtig tief in alle Gebiete der Altertumswissenschaft einsteigen müssen die Studierenden aber nicht, dafür ist das Feld viel zu weit. Aber die Möglichkeit, einzelne Bereiche detaillierter kennen zu lernen, steht ihnen durchaus offen: „Wir haben einen ziemlich großen Wahlpflichtbereich.“

Seine Bachelor-Arbeit hat Thorsten über die Heizungsanlagen der Caracalla-Thermen in Rom geschrieben. Er zeigt darin den Wissensstand über diese ausgeklügelten Boden- und Wandheizungen auf, aber auch den Forschungsbedarf. Das Thema ist ihm wie auf den Leib geschneidert, denn nach der Schule hat er zuerst Heizungsbauer gelernt und in diesem Beruf dann einige Jahre gearbeitet.

Auslandsaufenthalt in Griechenland

Was für ihn bisher der Höhepunkt im Studium war? Da muss der angehende Archäologe nicht lange überlegen: „Mein Auslandsaufenthalt in Griechenland, an der Universität Thessaloniki.“ Dort war er ein Semester lang Gaststudent und nutzte die Zeit auch, um durchs Land zu reisen. „Endlich konnte ich im Original viele antike Stätten sehen, die ich bis dahin nur von Bildern kannte.“

Gute Atmosphäre in der Archäologie

Die Atmosphäre in der Klassischen Archäologie gefällt Thorsten – auch weil in dem relativ kleinen Fach der Kontakt zu den Dozenten gut ist. „Da kann man schnell mal zum Dozenten hingehen und ihn was fragen.“ A propos Atmosphäre: Das Ambiente der Residenz, das Thorstens Entscheidung für Würzburg mit beeinflusst hat, schätzt der Student nach wie vor. Besonders angetan ist er vom prächtigen Toscanasaal, in dem er viele Vorlesungen hat: „Der ist wirklich schön und untermalt mein Studienfach richtig gut.“

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