
Ausgezeichnet als Dozenten sind der Historiker Stefan Petersen und der Physik-Didaktiker Thomas Wilhelm. Sie bekamen am 17. Oktober in Augsburg die mit jeweils 5.000 Euro dotierten „Preise für gute Lehre“ verliehen.
Vergeben werden diese Preise jährlich vom bayerischen Wissenschaftsministerium. Beim Festakt in Augsburg würdigte Minister Wolfgang Heubisch die herausragenden Leistungen von insgesamt 16 Dozenten aus allen bayerischen Universitäten.
Seit 2002 ist Stefan Petersen am Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte der Uni Würzburg tätig. Die Studierenden bewerten seine Seminare und Vorlesungen stets als überdurchschnittlich gut: „Seine mitreißende Art begeistert Studenten aller Semester“, lobt die Fachschaftsvertretung der Philosophischen Fakultät I. Und dank Petersens „hervorragenden Zeitmanagements“ bleibe immer genug Luft, um ausführlich die Fragen der Studierenden zu klären.
Petersen engagiert sich auch sonst stark für die Studierenden. Unter anderem hat er im Wintersemester 2010/11 eine Vortragsreihe organisiert, um Berufswege für Historiker und andere Geisteswissenschaftler vorzustellen. Namhafte Referenten aus Verlagen, Museen, Archiven oder Bibliotheken zeigten dabei den Studierenden mögliche Zukunftsperspektiven auf.
Stefan Petersen, Jahrgang 1965, stammt aus Flensburg. Er studierte Geschichte, Germanistik und Historische Hilfswissenschaften in Göttingen. Dort promovierte er als Stipendiat des Graduiertenkollegs „Kirche und Gesellschaft im Heiligen Römischen Reich des 15. und 16. Jahrhunderts“. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Geschichte (Göttingen) wechselte er 2002 an die Uni Würzburg.
Kontakt: PD Dr. Stefan Petersen, T (0931) 31-85522,
stefan.petersen@uni-wuerzburg.de
Als herausragend beurteilen die Studierenden auch Thomas Wilhelm, der im Jahr 2000 seine Lehrtätigkeit an der Fakultät für Physik und Astronomie begonnen hat. Bemerkenswert sei sein Engagement im Bereich des Lehramtsstudiums, so die Fachschaft: Er vermittle den jeweils aktuellsten Stand der Physik und ihrer Didaktik und biete immer Bezug zur Schulpraxis.
Exzellent betreue Wilhelm die Studierenden bei schriftlichen Hausarbeiten. Aber auch für ganz allgemeine Fragen zum Studium nehme er sich Zeit – und beantworte sie immer richtig und umfänglich. Die Krönung seiner Leistung: Auch als er sechs Monate lang eine Professur in Augsburg vertrat und parallel dazu weiter in Würzburg lehrte, habe die Qualität seiner Lehre nicht nachgelassen.
Thomas Wilhelm, 1969 in Würzburg geboren, studierte an der Uni Würzburg Mathematik und Physik für das Lehramt an Gymnasien. Das zweite Staatsexamen legte er 1998 ab. Danach unterrichtete er am Gymnasium Marktbreit im Landkreis Würzburg, bevor er 2000 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Lehrstuhl für Didaktik der Physik der Uni Würzburg wechselte. Hier promovierte er 2005, hier habilitierte er sich im August 2011. Seit 1. Oktober 2011 ist Wilhelm Professor für Didaktik der Physik an der Universität Augsburg.
Kontakt: Dr. Thomas Wilhelm, T (0821) 598-3203,
thomas.wilhelm@physik.uni-augsburg.de
20.10.2011, 08:35 Uhr