Unibund: Geschenk für Studierende


Zu seinem 90. Geburtstag sponsert der Universitätsbund neun Deutschlandstipendien an der Uni Würzburg. Von links: Dieter Schneider vom Unibund, Gunther Schunk von Vogel Business Media, Unibund-Vorsitzender David Brandstätter, Unipräsident Alfred Forchel und Alfons Ledermann, Schriftführer des Unibundes. Foto: Robert Emmerich

Zu seinem 90. Geburtstag sponsert der Universitätsbund neun Deutschlandstipendien an der Uni Würzburg. Von links: Dieter Schneider vom Unibund, Gunther Schunk von Vogel Business Media, Unibund-Vorsitzender David Brandstätter, Unipräsident Alfred Forchel und Alfons Ledermann, Schriftführer des Unibundes. Foto: Robert Emmerich

Zu seinem 90. Geburtstag bekommt der Universitätsbund Würzburg ein besonderes Geschenk: ein Benefizkonzert mit einem der besten Orchester Europas. Vom Erlös des Konzerts wiederum sollen besonders begabte und engagierte Studierende profitieren.

Gegründet wurde der Universitätsbund am 3. Dezember 1921 als „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften bei der Universität Würzburg“. 90 Jahre sind seitdem vergangen. In dieser Zeit hat sich der Name der Gesellschaft geändert, doch ihr Ziel ist gleich geblieben: ausgewählte Projekte an der Universität finanziell zu unterstützen und die Universität in der Region noch bekannter zu machen.

Einen Überblick über Geschichte und Aufgaben des Unibundes vermittelte dessen Vorsitzender David Brandstätter bei einer Pressekonferenz am 24. August im Senatssaal der Sanderring-Uni. Brandstätter zufolge unterstützt der Unibund jedes Jahr 30 bis 35 Projekte aus allen Fakultäten. Insgesamt fließen so pro Jahr rund 120.000 Euro in Uni-Projekte, für die es sonst keine Fördermöglichkeiten gibt.

Unschätzbar viel wert seien die Aktivitäten des Universitätsbundes, so Unipräsident Alfred Forchel. Denn die Gesellschaft der Freunde und Förderer vernetze die Universität auf „unauffällige, aber nachhaltige Weise“ mit der gesamten Region. Das geschieht zum Beispiel in Form der Wintervortragsreihe mit ihren über 60 Vortrags- und Diskussionsabenden an 19 Standorten in Unter- und Tauberfranken.

Prager Philharmonie gastiert in Würzburg

Zu seinem 90-jährigen Bestehen erhält der Unibund nun ein hochwertiges Geschenk: Ihm fließt der Erlös des 6. Benefizkonzerts der Würzburger Druck- und Medienunternehmen zu. Das Konzert findet am 11. November im Vogel Convention Center statt, es gastiert die Prager Philharmonie – „eines der besten Orchester in Europa, das mit zwei herausragenden Solisten nach Würzburg kommt“, so Gunther Schunk, Kommunikationsleiter bei Vogel Business Media.

Auf die Gäste wartet ein einzigartiges Konzert: Laut Schunk spielt die Prager Philharmonie extra für Würzburg ein Programm, das auf der nachfolgenden Tournee so nicht mehr zu hören sein werde. Im Eintrittspreis von 80 Euro ist ein Essen inbegriffen. Der Kartenvorverkauf startet voraussichtlich Mitte September.

Erlös für neun Deutschlandstipendien

Einen Teil des Konzerterlöses will der Universitätsbund in ein Geschenk für Studierende ummünzen. Brandstätter kündigte an, dass damit ein Jahr lang neun Deutschlandstipendien an der Universität gesponsert werden sollen – ein Stipendium für jedes Jahrzehnt Unibund-Geschichte, insgesamt eine Summe von 16.200 Euro.

Um die Deutschlandstipendien können sich leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte Studierende bei der Universität bewerben. Die ausgewählten Stipendiaten erhalten 300 Euro pro Monat. Grundsätzlich gilt für die Stipendien: Sie werden zur Hälfte von Unternehmen, Stiftungen, Vereinen oder Privatpersonen finanziert, die andere Hälfte kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Unipräsident: Weitere Spender willkommen

Unipräsident Forchel war hoch erfreut über die Idee des Universitätsbundes, das Deutschlandstipendium zu unterstützen. „Dieses Stipendium ist ein wichtiges Element, um die besten Köpfe an den Hochschulen zu fördern“, sagte er. Weitere Förderer dieser Idee seien herzlich willkommen.

Zwei nützliche Links

Universitätsbund Würzburg
Deutschlandstipendium an der Universität Würzburg 

Aus der Geschichte des Universitätsbundes

  • Gründung am 3. Dezember 1921 als „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften bei der Universität Würzburg“
  • 1923 hat die Gesellschaft schon 460 Mitglieder, 1924 gründet sie ihre erste Ortsgruppe in Schweinfurt
  • 1937 wird der Bad Neustädter Unternehmer Jakob Preh Vorsitzender der Gesellschaft. Er trifft die Entscheidung, einen festen Vermögensstand aufzubauen, um aus Rücklagen schöpfen zu können.
  • 1948 Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg als „Universitätsbund Würzburg“
  • 1960 wird Albrecht Fürst zu Castell-Castell zum Vorsitzenden gewählt, der IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Dieter Schäfer zum Schriftführer – ein entscheidender Schritt. Die IHK wird als Institution Mitglied im Universitätsbund und gewinnt zahlreiche neue Mitglieder.
  • Ab 1980 Einrichtung von Stiftungen. Zuerst die Richard-und-Hildegard-von-Swaine-Stiftung, später die IHK-Firmenspende, die Edgar-Michael-Wenz-Stiftung, die Walter-Preh-Stiftung und die Dieter-Salch-Stiftung.
  • 2002: Wiedereinführung des Röntgenpreises auf Initiative von Rosemarie Preh
  • 2011: Im 90. Jahr seines Bestehens hat der Universitätsbund rund 840 Mitglieder sowie 16 Koordinierungskreise und Tochtergesellschaften in Unter- und Tauberfranken. Sein Vermögen beträgt rund 1,1 Millionen Euro, in den vom Unibund verwalteten Stiftungen befinden sich rund 2,3 Millionen Euro.

By: Robert Emmerich

26.08.2011, 13:00 Uhr