
Psychologen, Germanisten und Erziehungswissenschaftler der Universität Würzburg erreichen Spitzenpositionen im neuesten Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE).
Aufgestiegen sind die Würzburger Psychologen in Sachen Berufsbezug: In diesem Punkt belegten sie beim CHE-Ranking bislang einen Platz im Mittelfeld der untersuchten Universitäten. Nun aber sind sie in die Spitzengruppe vorgedrungen.
Spitze sind die Psychologen auch bei den Leistungskriterien Forschungsgeld und wissenschaftliche Veröffentlichungen. Was die Studiensituation insgesamt und die Betreuung der Studierenden angeht, nehmen sie Plätze im Mittelfeld ein.
Diese Ergebnisse stammen aus dem neuen Studienführer 2010/11 der Wochenzeitung „Die Zeit“. In dem 260 Seiten starken Heft sind die Ergebnisse des CHE-Rankings veröffentlicht.
Hervorragend schneiden die Würzburger Germanisten bei der Einwerbung von Geld für ihre Forschung ab: Das CHE stuft sie hier in die Spitzengruppe ein – als deutlichen Aufsteiger aus dem Mittelfeld. Im Mittelfeld liegen die Germanisten außerdem bei den Kriterien Betreuung der Studierenden, Bibliotheksausstattung und Studiensituation insgesamt. Der Lehramtsstudiengang Germanistik belegt durchwegs Plätze im Mittelfeld.
Die Studierenden der Erziehungswissenschaft bewerten die allgemeine Studiensituation in Würzburg deutlich besser als beim vormaligen CHE-Ranking – dadurch ist ihr Fach in die Spitzengruppe aufgestiegen. Im Mittelfeld liegt die Erziehungswissenschaft bei den Punkten Betreuung, Bibliotheksausstattung und wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Bewertet hat das CHE die Hochschulen unter anderem nach folgenden Kriterien:
Jedes Jahr bewertet das CHE ein Drittel der Hochschulfächer neu. Damit will es Studienanfängern Orientierung bei der Wahl des Studienortes bieten. In diesem Jahr waren die Geistes- und die Ingenieurwissenschaften sowie Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Reihe. Knapp 300 Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden hat das CHE untersucht.
In einem zweiten Typ von Ranking, dem „Exzellenz-Ranking“, will das CHE angehenden Master- oder Promotionsstudierenden einen Vergleich der besten universitären Forschungsstätten in Europa ermöglichen. Dabei hat das CHE im Jahr 2009 die Psychologen und die Biologen der Uni Würzburg in die höchstmögliche Stufe, die Exzellenzgruppe, eingeordnet.
Bereits 2007 hatte das CHE der Universität Würzburg bescheinigt, europaweit eine der „Top-Adressen für den Forschernachwuchs“ zu sein. Im damaligen Exzellenz-Ranking wurden die Graduiertenprogramme europäischer Hochschulen in Biologie, Chemie, Mathematik und Physik unter die Lupe genommen; schon damals platzierten sich die Biologen in der Exzellenz-Gruppe. Sehr gute Bewertungen erzielten auch die Chemiker, Physiker und Mathematiker.
Das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) mit Sitz in Gütersloh setzt sich für Reformen im Hochschulsystem ein. Es erstellt jedes Jahr für die deutschen Hochschulen und für weitere Hochschulen im Ausland das CHE-Hochschulranking für Studienanfänger. Mit dem CHE-Exzellenz-Ranking will es einen Vergleich der besten universitären Forschungsstätten in Europa für angehende Master- oder Promotionsstudierende ermöglichen.
03.05.2010, 13:08 Uhr