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    BMBF-Projekte im "Qualitätspakt Lehre"

    Einzelvorhaben "Verbesserte Lehrqualität an der Universität Würzburg II"

    1. Maßnahmenbereich: Optimierung der Studieneingangsphase und des Studienverlaufs

    Erweiterung des Online-Assessments

    In der zweiten Förderphase soll das Online-Assessment für eine universitätsweite studienfachgenaue Beratung weiter ausgebaut werden. Ziel ist es durch eine diagnose­geleitete Studienfachwahl und bedarfsgerechte individuelle Unterstützung der Studien­anfängerinnen und -anfänger im (vor-) universitären Feld den Studieneinstieg zu verbessern sowie Studienabbrüche und Studienfachwechsel zu mindern. Dieses Ziel soll durch die Weiterentwicklung und Erweiterung der Maßnahmenbereiche Online-Interessentest, Online-Selbsttests und individuelle Orientierungsberatung erreicht werden.

    Der Online-Interessentest soll anhand der Rückmeldungen der TeilnehmerInnen kontinuierlich optimiert werden. Um besonders aussagekräftige Evaluations­kriterien, wie beispielsweise Daten zum Abschluss des Studiums oder zur Berufswahl einbeziehen zu können, wird die längsschnittliche Evaluation des Online-Interessentests weitergeführt werden.

    Online-Selbsttests zur ersten Eignungseinschätzung sollen für weitere, größere Studiengänge zur Verfügung gestellt werden. In diese sollen nach Möglichkeit Peer-Informationen von Studierenden für Studieninteressierte integriert werden. Dadurch soll ein größerer Realitätsbezug geschaffen und über falsche Erwartungen an ein Studienfach aufgeklärt werden.

    Ein wesentliches Ziel der erweiterten Online-Orientierungsmöglichkeiten ist es, eine standardisierte und aussagefähige Grundlage für eine weitergehende persönliche Beratung in der Zentralen Studienberatung bzw. der Begabungspsychologischen Beratungsstelle der Universität zur Verfügung zu stellen. Aufgrund des zunehmend diversifizierten Studienangebots der JMU wird für SchülerInnen und Studieninteressierte nicht nur die Studienwahl, sondern auch die Einschätzung der potenziellen Berufsfelder immer komplexer. Daher plant die JMU, in einer Zusammenarbeit von Career Centre, Zentraler Studienberatung und Orientierungsberatung den StudienanfängerInnen schon vor beziehungsweise bei Studienbeginn Informationen zu den sich nach dem Studium eröffnenden Berufsfeldern und -perspektiven zu geben.

    Webseite Online-Assessment

    Foto: Universität Würzburg

    Ausbau des elektronischen Frühwarnsystems

    Mit dem elektronischen Frühwarnsystem werden fachübergreifende Statistiken entwickelt, um kritische Phasen im Studienverlauf zu identifizieren und bei Bedarf rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

    Eine Hauptaufgabe bei der Weiterentwicklung des Frühwarnsystems in der zweiten Förderperiode betrifft die Aufbereitung der Ergebnisse in Form von flexiblen Berichtsbausteinen, die direkt von den Fakultäten abgerufen werden können. Dies ermöglicht die Analyse statistischer Größen, die eine Rolle bei verzögerten Studienabschlüssen und Studienabbrüchen spielen. Neben Studierenden-, Studiengangs-, Modul- und Prüfungsdaten können auch unstrukturierte Evaluationsdaten, z.B. aus EvaSys, ausgewertet werden.

    Um die Daten für das Qualitätsmanagement von Studium und Lehre nachhaltig und bedarfsgerecht aufbereitet verfügbar zu machen, wird das elektronische Frühwarnsystem in das universitäre Campusmanagementsystem WueStudy integriert.

    Webseite Monitoring von Studienverlaufsdaten

    Foto: Universität Würzburg

    Vorkurse und sprachpropädeutische Kurse zur Erhöhung des Studienerfolgs

    Mit den propädeutischen Maßnahmen soll der Übergang von der Schule in die Universität gleitend gestaltet, die Studierfähigkeit mittels ergänzend bereitgestellter Grundlagen verbessert und somit das Studium selbst verkürzt bzw. die Gefahr eines Studienabbruchs verringert werden.

    Sprachpropädeutische Kurse sowie geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Vorkurse sollen in Kurse vor dem ersten Fachsemester, Kurse nach dem ersten Fachsemester und semesterbegleitende propädeutische Kurse ausdifferenziert werden. Die propädeutischen Kurse nach dem ersten Fachsemester – zu denen Studierende nach den ersten Leistungsnachweisen gezielt eingeladen werden – sollen helfen, weiterhin vorhandene Defizite oder Lücken zu schließen. Das Angebot soll auch auf Fächer ausgedehnt werden, die bislang keine Vorkurse durchgeführt haben.

    Das MINT-Vorkursprogramm soll entsprechend den bisherigen Erfahrungen, der Entwicklung der Nutzungszahlen und der Rückmeldungen seitens der Studierenden beibehalten sowie durch ausdifferenzierte Lehrveranstaltungsformate gefüllt werden. Darüber hinaus soll das vorhandene Spektrum um passgenaue Vorkurse für Studierende spezialisierter Kombinationsstudiengänge und für Nebenfachstudierende erweitert werden. Das etablierte Vorkurs-Konzept in Informatik, Mathematik und Physik soll von weiteren MINT-Fächern adaptiert werden.

    Lehrmaterialien aus den Kursen werden den Teilnehmern online in der Moodle-Plattform WueCampus zur Verfügung gestellt. Diese unter propädeutischem Aspekt konzipierten Materialien und ergänzenden E-Learning-Formate sollen mit dem Ende der zweiten Förderphase StudienanfängerInnen über das in Planung befindliche Studieneingangsportal zum vorbereitenden Selbststudium angeboten werden.

    Webseite Vorkursprogramm für Studieneinsteiger an der JMU

    Foto: Universität Würzburg

    Internationale Sommer- und Winterschulen

    Das stark nachgefragte Angebot an internationalen Sommer- und Winterschulen für in- und ausländische Studierende soll fortgeführt und auf weitere Fächer ausgedehnt werden. Ziel ist es, den Studierenden interessante fachliche Schwerpunkte sowie neueste Forschungsergebnisse und -techniken näherzubringen und die praktische Anwendung der im Studium erlernten theoretischen Inhalte zu fördern. Im Sinne der Interdisziplinarität sind auch überfakultär organisierte Schools - zum Beispiel zur Erlangung interkultureller Kompetenzen - geplant.

    Angesprochen werden bei den geplanten Sommer- und Winterschulen weiterhin Bachelor- und Masterstudierende der JMU und anderer in- und ausländischer Hochschulen. Die TeilnehmerInnen profitieren von der Expertise renommierter ReferentInnen und von Gesprächen mit internationalen Peers und ExpertInnen und können weiterführende Netzwerke und Kooperationen bilden.

    Im Qualitätspakt Lehre geförderte Summer / Winter Schools an der Universität Würzburg 2017:

    Aerospace Information Tecnology (04.-15.09.2017)

    Advanced Concepts for Databases and Logic Programming (17.-21.09.2017)

    Catalysis and Organometallic Synthesis (24.-28.07.2017)

    Crowdsourcing and Internet of Things (31.07.-04.08.2017)

    German Politics (27.07.-04.08.2017)

    Image Analysis and Modelling of Complex Biological Dynamics (18.-22.09.2017)

    Modern Methods in Infection Biology (18.-22.09.2017)

    Ausbau des Angebots und Einsatzes von E-/Blended Learning

    Die Digitalisierung bietet neue Chancen für den universitären Lehrbetrieb. Unter den Schlagworten E-Learning und Blended Learning werden eine Vielzahl verschiedener computergestützter Methoden und Technologien zusammengefasst. Die JMU hat frühzeitig damit begonnen, notwendige Infrastrukturmaßnahmen zur Unterstützung der Lehrenden und der Lernenden bereitzustellen: von der multimedialen Ausstattung der Hörsäle über zentrale technische Unterstützungsangebote bis zu Schulungsangeboten. Diese Initiativen werden in einer universitären Gesamtstrategie im Rahmen des BMBF-Programms "Qualitätspakt Lehre" gebündelt und ausgebaut.

    Die Umsetzung der Gesamtstrategie stellt dabei die Nutzer in den Mittelpunkt. Vor einem Ausbau des Angebots und Einsatzes von E-Learning und Blended Learning steht eine Bedarfsanalyse. Die Bedarfsermittlung findet universitätsweit und fakultätsübergreifend statt. Sie berücksichtigt alle Fakultäten, Disziplinen und fachspezifische Prinzipien. Es werden dabei sowohl die Bedürfnisse und Anforderungen der Lehrenden als auch der Lernenden betrachtet.

    Das Ziel der Gesamtstrategie und der damit verbundenen Initiativen ist eine Identifikation und Bereitstellung bedarfsgerechter Methoden und Technologien für den Einsatz von E-Learning und Blended Learning. Dies beinhaltet Methodenuntersuchungen ebenso wie die Ausarbeitung von praxisrelevanten Fallbeispielen und die Ableitung von Best Practices. Dabei werden sowohl konzeptuelle wie auch technologische Fragestellungen unter Berücksichtigung des Arbeitsalltags der Lehrenden und Lernenden betrachtet und entsprechende zielgerichtete Lösungen entwickelt.

    Webseite "E-Learning & Blended Learning"

    Foto: Universität Würzburg

    Vorgezogene Berufungen

    Vorgezogene Besetzungen von Professuren dienen in stark nachgefragten Fächern der Verbesserung der Lehrqualität. Für die zweite Förderphase im Qualitätspakt Lehre hat die Universität Würzburg  vorgezogene Besetzungen von Professuren in verschiedenen Fakultäten beantragt.

    Ausbau des Tutoren- und Mentorenprogramms

    Das universitätsweit angelegte KOMPASS-Tutoren- und Mentorenprogramm mit hochschuldidaktisch ausgebildeten TutorInnen und MentorInnen soll unter Ausbau einiger Teilbereiche fortgeführt und in den Fakultäten weiterentwickelt werden. Erfahren Sie mehr über die Highlights aus den Fakultäten.

    Ziel für das Ende der zweiten Förderperiode ist es, allen TutorInnen und MentorInnen an der Universität die im Rahmen des Qualitätspakts Lehre entwickelte hochschuldidaktische Ausbildung unter Einbeziehung qualitätsgesicherter Peer Instruction-Methoden zu vermitteln.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten in der zweiten Förderphase betrifft die Einführung des Inverted Classroom-Konzepts in den Tutorien. Geplant sind u.a. fachspezifische Videoglossare, Erklärungs-, Definitions- oder Demonstrationsvideos, die gerade bei den häufigen vorlesungs- oder seminarbegleitenden Tutorien mehr Zeit für aktivierende Methoden und vertieftes Lernen in der Präsenzphase schaffen. Es sollen E-Learning Angebote und interaktive Bausteine aufgebaut werden, die adressatenspezifisch - etwa für Nichtmuttersprachler - ausgerichtet werden.

    Beim individuellen Mentoring soll ein Schwerpunkt auf die Betreuung ausländischer Studierender bzw. Nichtmuttersprachler gelegt werden. Dazu sollen vermehrt Orientierungstutorien, speziell für ausländische Studierende, angeboten werden.

    Webseite KOMPASS Tutoren- und Mentorenprogramm

    Foto: Universität Würzburg

    Aufbau eines Studieneingangsportals

    Zur Bündelung und übersichtlichen Präsentation von Informationen rund um den Studieneinstieg Des soll auf der Internetseite der JMU ein Studieneingangsportal installiert werden, das für die StudienanfängerInnen als Leitsystem und Weg in die Universität dient. Dieses zentrale Portal soll alle Angebote und Strukturen der JMU für die Studieneingangsphase benutzerfreundlich bündeln, aktualisieren und vernetzen, ergänzt durch digitale Broschüren, Video-Tutorials und eine erweiterte Beratung inklusive Chat Room.

    Schreibzentrum / Writing Center

    Schreibzentrum/Writing Center

    Über die bisherigen Maßnahmen hinaus wird eine verstärkte Unterstützung der Studierenden im Bereich "Wissenschaftliches Schreiben" erfolgen. Bereits in der ersten Förderphase hat die JMU erste Schritte unternommen, um die Studierenden beim Verfassen akademischer Texte besser unterstützen zu können.

    In der zweiten Förderphasse richtet die JMU ein wissenschaftlich geleitetes "Schreibzentrum / Writing Center" ein, das als Service-Einrichtung für Studierende eine Vielzahl von Angeboten zum Thema Schreiben in deutscher und englischer Sprache bündelt.

    Das Schreibzentrum unterstützt die Studierenden bei der Erstellung von Texten, die den generellen wissenschaftlichen Anforderungen entsprechen und eröffnet den Zugang zu spezialisierter Schreibunterstützung in den Fächern.

    Mit der Etablierung eines wissenschaftlich geleiteten Schreibzentrum|Writing Center gehört die Julius-Maximilians-Universität Würzburg zu der stetig wachsenden Zahl renommierter deutschsprachiger und internationaler Hochschulen, die Studierende schreibdidaktisch unterstützen und Schreiben in den Fokus pädagogischen und wissenschaftlichen Arbeitens stellen.

    Webseite Schreibzentrum / Writing Center

    Foto: Universität Würzburg

    2. Maßnahmenbereich: Nachhaltige Weiterqualifikation in der Lehre

    Ausbildungsprogramm für TutorInnen und MentorInnen

    Zentrales Element dieser Teilmaßnahme ist die Ausbildung von hochschuldidaktisch geschulten studentischen TutorInnen für Veranstaltungen mit bis zu 20 TeilnehmerInnen, um auf Fragen und Verständnisprobleme gezielt eingehen zu können. Für die fachdidaktische Schulung der TutorInnen und MentorInnen wird weiterhin auf wissenschaftliche MitarbeiterInnen mit besonderer hochschuldidaktischer Expertise aus dem natur- bzw. geisteswissenschaftlichen Bereich gesetzt. Die bisher durchgeführte universitätsweite Ausbildung der TutorInnen und MentorInnen soll daher mit den bewährten Qualitätsstandards fortgeführt werden.

    Darüber hinaus sollen durch Erstellung von Online-Kursen mit zahlreichen Handlungsanweisungen (SOP) und einer für alle KoordinatorInnen, Lehrenden und MentorInnen/TutorInnen zur Verfügung stehenden Sammlung von Fachaufsätzen, Kurzfilmen und weiterführender Literatur die bestehende Expertise und neue Methoden zuverlässig dokumentiert und breit zugänglich gemacht werden. Im Rahmen der zweiten Förderphase müssen kontinuierlich neue TutorInnen- und MentorInnen-Generationen hochschuldidaktisch geschult werden, um Verständnisschwierigkeiten bei den Studierenden frühzeitig identifizieren zu können und um E-/Blended Learning Angebote nach dem Inverted Classroom-Konzept anbieten zu können.

    Ziel der Tutorien und Mentorate ist es, den Lehr- und Lernerfolg von Kursangeboten wie Vorlesungen durch Nacharbeit, z. B. unter Einbeziehung von Lehrvideos zu Problemlösungsstrategien, zu verbessern. Die Themen betreffen hochschuldidaktische Kenntnisse und Techniken für eine bessere Vertiefung der Unterrichtsinhalte ebenso wie Verfahren, um Verständnisprobleme sichtbar zu machen und zu beheben – aber auch Präsentations- und Moderationstechniken, Kommunikationsmodelle und die Benutzung von E-Learning-Plattformen.

    Die Ergebnisse des Schulungsprogramms gehen über die Resultate der Tutorien und Mentorate und über eigene Evaluationen in das Qualitätsmanagement der Universität für Studium und Lehre ein, um wo immer möglich Verbesserungen zu erzielen und Best Practice-Beispiele zu identifizieren. Zur Beurteilung des Erfolgs der Schulungen werden die Evaluationen der Studierenden und die Ergebnisse des Frühwarnsystems herangezogen.

    Webseite KOMPASS Tutoren- und Mentorenprogramm

    Weiterbildungsprogramm für Lehrende

    Die qualitativ hochwertige Lehre an der JMU soll weiterhin kontinuierlich durch ein Weiterbildungsprogramm für Lehrende ausgebaut werden, das den Anforderungen der Fakultäten bedarfsgerecht entspricht. Dazu gehören neben fachübergreifenden und fachspezifischen Seminaren auch Workshops, Vorträge sowie Coachings. Um allen Absolventen des Programms in einem weiteren Schritt Gelegenheit zu geben, die erworbenen Kenntnisse aktiv zu reflektieren und in ihrer praktischen Umsetzung zu dokumentieren, wurde seit Anfang 2015 bayernweit die Vertiefungsstufe mit einem Gesamtumfang von 200 Arbeits­einheiten eingeführt.

    Schwerpunkte der Weiterbildungsmaßnahmen:

    ·         Fachübergreifende Seminare

    ·         Fachspezifische Seminare

    ·         Vertiefungsstufe

    ·         Kurse zur Internationalisierung

    ·         Gruppen- und Einzelcoachings

    Zu dem im Verbundantrag der bayerischen Universitäten „ProfiLehrePlus“ beschriebenen Projekt trägt die Uni Würzburg insbesondere durch die allen bayerischen Universitäten offenstehenden Beiträge zum Inverted Classroom-Konzept bei.

    Für Dozierende soll mehr Informationsmaterial über das gesamte Weiterbildungsangebot erstellt und verbreitet werden. Hierzu gehören auch eine intensivere Internetpräsenz und die Pflege eines Blogs, in dem durch das Bereitstellen von Expertise in Form schriftlicher Einträge und Lehrvideos auf die Angebote der hochschuldidaktischen Weiterbildungen aufmerksam gemacht wird.

    Webseite Weiterbildungsprogramm „ProfiLehre

    3. Maßnahmenbereich: Sicherung und Optimierung eines zukunftsfähigen Lehrprogramms:

    Vermittlung interkultureller Kompetenzen

    Vermittlung interkultureller Kompetenzen

     

    In der zweiten Förderperiode sollen die Angebote im Rahmen des Programms „Globale Systeme und Interkulturelle Kompetenz plus“ (GSIKplus) auf die gesamte Universität ausgedehnt werden. Hierzu sind neben der Durchführung von Kursprogrammen Online-Kursangebote geplant, um eine zeitlich flexible Teilnahme zu ermöglichen. Für eine universitätsweite Durchdringung des Angebots ist eine Kombination aus Präsenzveranstaltungen wie Seminaren und Rollenspielen mit E-/Blended Learning sowie Best Practice-Podcast wichtige Voraussetzung. Die Auswertung der GSIKplus-Datenbank ergab, dass bislang überwiegend Bachelor-Studierende der Human- und Geisteswissenschaften an den Veranstaltungen teilnehmen. Spezielle inhaltliche Schwerpunkte für Studierende der Naturwissenschaften und der Medizin sollen diese Zielgruppe nun erweitern. Diese Integration erfolgt auf Wunsch der Studierenden, da es für sie durch Auslandspraktika und den zunehmend globalisierten Arbeitsmarkt immer notwendiger wird, sich schon während des Studiums interkulturelle Kompetenzen anzueignen.

    Ein weiterer Ausbau soll durch Veranstaltungen erfolgen, die neue thematische Aspekte wie z. B. heterogene Gesellschaftsstrukturen durch Migrationsbewegungen, Diversity oder Inklusion aufgreifen. Damit soll Studierenden aller Studienrichtungen ein Programm angeboten werden, mit dem sie für das Berufsleben immer wichtiger werdende Zusatzkenntnisse erwerben können. Hierzu werden die entsprechenden Veranstaltungen von GSIKplus konzipiert und koordiniert. Zusätzlich soll aber auch der verstärkte Aufbau eines eigenen Lehrprogramms zur Vermittlung interkultureller Kompetenz und zur aktiven Erfahrbarmachung globaler Systeme und Zusammenhänge durch experience-based learning das Projekt noch praxisorientierter gestalten.

    Die GSIKplus-Seminare sollen zunehmend in einer Kombination von Vorträgen und Workshops mit Videoangeboten im Rahmen von E-/Blended Learning angeboten werden. Die Kombination von virtuellen Seminarräumen und Präsenzveranstaltungen soll darüber hinaus genutzt werden, um mit ausländischen Partneruniversitäten und deren Studierenden direkt in Kontakt zu treten. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der zweiten Förderperiode betrifft den Ausbau der Datenbasis (Literatur- und Methodenverzeichnis).

    Webseite GSIK

    Verbundvorhaben "ProfiLehreplus - Hochschullehre Bayern 2020"

    Das hochschuldidaktische Weiterbildungsprogramm ProfiLehre der Universität Würzburg wird vom BMBF im Rahmen des „Qualitätspakt Lehre“ als Teil des Einzelprojektes der Universität Würzburg sowie im Rahmen des bayerischen Verbundvorhabens ProfiLehrePlus gefördert.

    Die Universität Würzburg hat ergänzend zur stetigen Aktualisierung des fachübergreifenden und fachspezifischen Seminar- und Coachingangebotes besonders die vertiefte Arbeit am Themenkomplex „Neue Lehr-Lernkonzepte“ für sich als Kompetenzfeld benannt.

    Hierbei stehen vor allem der Einsatz neuer Medien sowie die sich daraus ergebenden didaktischen Fragen und Möglichkeiten im Mittelpunkt. Verstärkt etabliert werden im Zuge der Umsetzung Seminarangebote zum „Inverted Classroom“, zur didaktisch sinnvollen Einbindung von Webinaren und individuell abrufbare Online-Kurse. Auch die Beratung und Unterstützung im Lehralltag sowie ein ProfiLehre-Blog, der Dozierenden u. a. die Produktion von eigenem Lehrmaterial veranschaulichen soll, gehören zum Serviceangebot.

    Im Zuge von Maßnahmen zur Internationalisierung der Universität werden ergänzende Seminare angeboten und ReferentInnen in- und ausländischer Hochschulen zu themenbezogenen Vorträgen mit sich anschließenden Workshops eingeladen.

    Zu allen Schulungsbereichen wird die im Bereich Hochschuldidaktik-ProfiLehre bereitgestellte Handbibliothek kontinuierlich erweitert und dem Bedarf angemessen mit aktueller Literatur ausgestattet. Die Bücher sind vor Ort und per Internetausleihe erhältlich.

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