
Als Schlüsselqualifikationen bezeichnet man überfachliche, berufsfeldorientierte Kompetenzen, die ein Fachstudium sinnvoll ergänzen. Schlüsselqualifikationen befähigen Hochschulabsolventen dazu, im Laufe ihres Arbeitslebens immer wieder flexibel auf unterschiedliche berufliche Anforderungen zu reagieren und adäquat mit ihnen umzugehen.
Viele Schlüsselqualifikationen werden bereits im Fachstudium vermittelt, denn neben den fachlich-inhaltlichen Kompetenzen werden in den Lehrveranstaltungen kognitive Kompetenzen beigebracht, wie z.B. das Denken in Zusammenhängen, konzeptuelles Denken, Transferfähigkeit, Problemlösungsfähigkeit. Des weiteren sind Persönlichkeitsmerkmale wie Selbständigkeit, Kreativität, Verantwortungsbereitschaft, Leistungsbereitschaft etc. wichtige Grundlagen für beruflichen Erfolg.
Über diese fachlichen, kognitiven und persönlichen Kompetenzen hinaus sind weitere Kompetenzen im Berufsleben wichtig. Dazu zählen u.a. soziale Kompetenzen wie Konflikt- und Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsvermögen, Führungsqualitäten.
Die Akkreditierungsagenturen listen eine Reihe von Kompetenzen auf, die vor allem in Bachelor-Studiengängen zu vermitteln sind, wobei jeder Studiengang eigene Ausprägungen vorweisen kann.
Auch der Wissenschaftsrat empfiehlt im Jahre 2000 die Einbindung der Informationskompetenz in die Hochschullehre. Informationskompetenz ist eine Voraussetzung für die selbstorganisierte Aneignung von Wissen und damit des lebenslangen Lernens. Zur Realisierung des Studienziels "Beschäftigungsfähigkeit" sollten die Schlüsselkompetenzen einen deutlich höheren Stellenwert erhalten.
Zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen gehören:
1. Allgemeines Basiswissen:
2. Kommunikationskompetenz:
3. Sozialkompetenz:
4. Persönlichkeitskompetenz:
5. Berufsfeldorientierung:
6. Informationskompetenz:
Die Akkreditierungsagentur ASIIN fordert außerdem, dass das Studium das "gesellschaftliche und ethische Verantwortungsbewusstsein" weiterentwickelt.